Strukki vs. Makler, Sterbetafel, Pflegevorsorge, Vema, Borussia Dortmund, Sachversicherung für Bürobetriebe, Pay-as-you-drive-Tarife, Werbegeschenke

Thema des Tages

Strukki vs. Makler Auf der einen Seite: Ein Vermögensberater im DVAG-Strukturvertrieb. Auf der anderen Seite: Ein Versicherungsmakler. In einem zweiteiligen Gespräch diskutieren Tim Wolff und Tino Scraback über ihre Berufsbilder: Berät der Makler zu einseitig, weil er sich alleine auf Versicherungen konzentriert? Darf man vom Kunden einen Kontoauszug verlangen? Wer hat bei der Weiterbildung die Nase vorne? Und war die Kreuzfahrtreise des DVAG ein falsches Signal? Versicherungsbote Teil 1 Teil 2


Statistik

 Lebenserwartung steigt weiter Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die allgemeine Sterbetafel 2010/2012 veröffentlicht. Ein heute geborener Junge kann danach mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 77 Jahren und neun Monaten rechnen, Mädchen sogar mit 82 Jahren und zehn Monaten. Im Vergleich zu ersten allgemeinen Sterbetafel von 1871/81 hat sich die Lebenserwartung für beide Geschlechter mehr als verdoppelt. Vor knapp 20 Jahren starben Jungen im Schnitt sechs Jahre früher, bei den Mädchen lag der Wert bei vier Jahren und neun Monaten VersicherungsJournal.

Pflegevorsorge Wer zahlt eigentlich, wenn ein Mensch im Alter pflegebedürftig wird? Die Familie? Das möchten die meisten lieber nicht. Dennoch haben nur wenige eine private Pflegeversicherung. Wer sich dafür interessiert, geht am ehesten zu einem Makler. Viele Infos und Statistiken zum Thema gibt es bei ProContra.


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Unternehmen

Vema wächst weiter Die Versicherungsmakler-Genossenschaft hat auf ihrer Jahrestagung u.a. eine Kontaktbörse für Kauf- und Verkauf-Interessenten für Maklerbestände vorgestellt. Auch wurde über die gute Entwicklung gesprochen, denn die Zahl der Partnerbetriebe ist seit April 2013 um 351 auf aktuell 2.040 gestiegen. Wichtiges Thema war auch die Vertretung der Makler gegenüber der Politik VersicherungsJournal.

Vielfältige Aufgaben von Führungskräften Führungskräfte sind seit Jahren in verschiedensten Spannungsfeldern gefangen. Nun kommen aber in letzter Zeit zu den vertrieblichen und organisatorischen Aufgaben noch diverse Aufgaben und Umsetzungen der Regulierung hinzu. Dabei werden die Prozesse werden aktiv gestaltet. Welche Aufgaben Führungskräfte sonst noch zu bewältigen haben, erklärt Hans-Ulrich Buß, Präsident des Bundesverbands der Assekuranzführungskräfte VGA bei Versicherungswirtschaft Heute.

BVB soll gegen Misserfolg versichert sein Um sich vor starken Einnahmeverlusten zu schützen, habe der Fußballklub Borussia Dortmund (BVB) bereits 2012 einen Versicherungsvertrag abgeschlossen. Nur drei Vereinsmanager wüssten davon, so der Nachrichtendienst Bloomberg. Insgesamt zwölf Versicherer seien involviert, angeführt von der Catlin Group und der XL Group. Der BVB äußerte sich bisher nicht. FAZ


Sprechstunde beim @AssekuranzDoc: Große Bürden für Lebensversicherer

Kritik an der Zinspolitik, Senkung der Abschlusskosten, verhaltener Optimismus, das Kundenvertrauen wahren - das sind sie aktuellen Schlagworte. Ob die Panikmache berechtigt ist, überdenkt der @AssekuranzDoc in seiner neusten Sprechstunde.


Produkte

Hiscox bietet Sachversicherung für Bürobetriebe Der Spezialversicherer hat ein Produkt mit einer Allgefahrendeckung auf den Markt gebracht, d.h. es sind alle Risiken eingeschlossen, die nicht explizit ausgeschlossen wurden. Die Police besteht aus zwei Teilen: In der Sachversicherung ist die gesamte kaufmännische und technische Betriebseinrichtung abgesichert, die Betriebsunterbrechungsversicherung kann wahlweise den kompletten Ertragsausfall oder die  anfallenden Mehrkosten abdecken. AssCompact.

VHV bietet bald Pay-as-you-drive-Tarife Noch bevor die Autofahrer im Herbst ihre Kfz-Versicherung wechseln können, will die VHV einen Telematik-Tarif auf den Markt bringen. Wer für 110 Euro im Jahr die Black-Box in seinem Auto installiert, muss nur noch sicher fahren: Dann erhält er oder sie bis zu 30% Rabatt. Zudem soll die Box nach einem Diebstahl bei der Ortung des Autos helfen und nach Unfällen automatisch den Krankenwagen rufen, verriet Dirk Vogler, Abteilungsleiter Kfz der VHV, nun auf einem Messekongress. Versicherungsmagazin

Kundenbindung

Werbegeschenke mit Wert Der 100. Kugelschreiber, noch ein Regenschirm, eine Kaffeetasse mit Firmenlogo – mit vielen Werbegeschenken kann der Beschenkte einfach nichts (mehr) anfangen. Umso größer ist die Freude, wenn es mal ein unerwartetes Präsent gibt. Zum Beispiel Wimperntusche. Die muss nicht einmal von einem Kosmetikkonzern stammen. Denn letztlich geht es doch darum, dass das Unternehmen mit seinen kleinen Aufmerksamkeiten für Freude sorgt und das Produkt möglichst oft in die Hand genommen wird Handelsblatt.

 

 


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Lebensversicherungen, Rürup-Rente, @AssekuranzDoc, Mietkautionsversicherung, Dread-Disease-Versicherung, Kfz-Versicherung mit Telematik, Digitalisierung, Facebook, BaFin

Thema des Tages

Welche Lebensversicherer noch sicher sind Zwar haben die Versicherungen derzeit alle mit den niedrigen Zinsen zu kämpfen, es gibt aber durchaus Unterschiede. Denn wer eine Police abschließt, sollte sich vor allem ein Kriterium genauer ansehen: Die Bonität des gesamten Unternehmens. Gerade bei langjährigen Vertragen soll der gewählte Partner ja auch Jahre später noch solvent sein. Daher werden die Gesellschaften auch regelmäßig von Ratingagenturen bewertet. Besonders gut abgeschnitten haben haben dabei z.B. Allianz, CosmosDirekt, Debeka, Europa, Hannoversche und WWK. Am Ende der Tabelle stehen Münchener Verein, Rheinland und VPV. Die gesamte Übersicht gibt es bei Focus.


Produkte unter der Lupe

Für wen lohnt sich die Rürup-Rente? Im Gegensatz zu rund 16 Millionen Riester-Verträgen im September 2014 führt die Rürup-Rente derzeit eher ein Mauerblümchen-Dasein. Nicht einmal 2 Millionen Verträge wurden bislang abgeschlossen. Als Gründe hierfür gelten vor allem die starren Bedingungen der Basisrente. Trotz aller Nachteile kann ein Rürup-Vertrag jedoch für einige Personengruppen durchaus attraktiv sein. Wer sich näher mit dem Modell beschäftigen sollte, hat die WirtschaftsWoche an Hand von Musterfällen näher beleuchtet.

Mietkautionsversicherung Der Begriff ist hier etwas irreführend, denn streng genommen handelt es sich eher um eine Bürgschaft, die von einer Versicherung statt einer Bank übernommen wird. Denn der Versicherer zahlt zwar an den Vermieter, holt sich den Betrag aber später vom Mieter zurück. Der Mieter zahlt für die Leistung Prämien, während er auf einem Kautionskonto Zinsen bekommt, wenn auch derzeit sehr niedrige. Lohnen kann sich eine derartige Police, wenn anderenfalls besser verzinste Anlagen für die Kaution verkauft werden müssten Süddeutsche.

Dread-Disease-Versicherungen Diese auch DD genannten Policen, die den Kunden gegen schwere Krankheiten absichern sollen, werden noch relativ selten in Deutschland angeboten. Wichtig beim Vertrieb ist vor allem, auf Unterschiede bei Leistungseintritt und Leistungsausschlüssen zu achten. Außerdem sollten die häufigsten schweren Krankheiten wie Krebs, Schlaganfall etc. im Leistungskatalog enthalten sein. Was sonst noch zu beachet ist, hat Michael Franke vom Analyse- und Beratungshaus Franke & Bornberg im Interview mit Pfefferminzia erläutert.

Geringere Prämien für vorsichtige Autofahrer Dies verspricht die Itzehoer Versicherung. Erkannt werden soll die Fahrweise durch ein Telematik-System, das das Fahrverhalten kontrolliert. Die Technik passt in eine Black Box von der  Größe einer Streichholzschachtel. Allerdings gibt es derzeit noch erhebliche Vorbehalte der Datenschützer. Denn theoretisch kann das System nicht nur abrupte Bremsmanöver oder ruckartige Lenkbewegungen aufzeichnen, sondern auch erfassen, wann sich ein Auto wo aufhält Versicherungsbote.


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Lebensversicherer

Niedrige Zinsen machen Lebensversicherern zu schaffen Es wird für die Gesellschaften immer schwieriger, die höheren Garantiezusagen der Vergangenheit im derzeitigen Niedrigzinsumfeld zu erwirtschaften. Nach einer Studie der Mainfirst Bank verschärft sich das Problem bereits in diesem Jahr; ca. 40 Prozent der Versicherer werden ins Minus rutschen. Für die Erhebung wurden die Bilanzen aller 87 deutschen Versicherer aus den Jahren 2011 bis 2013 untersucht Fonds Professionell.


Sprechstunde beim @AssekuranzDoc: Große Bürden für Lebensversicherer

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Digital

Versicherer machen vieles lieber selbst Während in vielen Branchen die Digitalisierung unaufhaltsam voranschreitet, hält die Versicherungswirtschaft überwiegend am traditionellen Wertschöpfungsmodell mit einer hohen Leistungstiefe fest. Dabei erledigen die Unternehmen auch Dinge selbst, die kein Differenzierungspotenzial bieten, so etwa das Vertragswesen. Dies geht aus einer Studie des Softwareherstellers Adcubum und des Instituts für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen hervor Cash Online.

Neue Facebook-Gruppe Wegen Missachtung von Gruppenregeln ist KV-Profi Thorulf Müller aus der geschlossenen Facebook-Gruppe „Der Versicherungsmakler“ ausgeschlossen worden. Die Gruppe hat über 2.300 Mitglieder und ist in der Maklerbranche bekannt. Thorulf Müller hat nun sein eigenes Forum „Profis helfen Profis Insurance“ auf den Weg gebracht. Über mangelndes Interesse kann er sich nicht beklagen. Die Gruppe hat bereits über 780 Mitglieder, darunter einige prominente Maklerpool-Chefs ProContra Online.

BaFin

Merkblatt aktualisiert Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat ihr Merkblatt „Hinweise zur Bereichsausnahme für die Vermittlung von Investmentvermögen und Vermögensanlagen (§ 2 Abs. 6 Satz 1 Nr. 8 KWG)” aktualisiert. Darin geht es vor allem darum, dass sich Vermittler mit einer § 34f-Erlaubnis niemals vertraglichen Zugriff auf Kundengelder einräumen lassen und sich auch anderweitig nicht die Möglichkeit dazu verschaffen dürfen My Experten.

 


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Sprechstunde beim @AssekuranzDoc: Große Bürden für Lebensversicherer

Massive Kritik an EZB und Zinspolitik. Senkung der Abschlusskosten. Verhaltener Optimismus. Vertrauen der Kunden bewahren. So lauten die Schlagworte der Verantwortlichen für die deutschen Lebensversicherungen. Ist dies das berühmte Pfeifen im dunklen Wald aus lauter Angst? Dazu in dieser Kolumne einige Gedanken.

Der aktuelle Roman Quantum Dawn des Wirtschaftsjournalisten Thore D. Hansen zu fiktiven Gefährdungen der Finanzwelt verbreitet beim Leser ein ungutes Gefühl. Schreckensszenarien für die technische und globale Bedrohung der Wirtschaft und Politik schildern die Verletzbarkeit der globalen Wirtschaft durch Manipulationen und scheinbar hilflose Politik.

Was im Roman eine Fiktion zu sein scheint ist der Wirklichkeit wohl näher als man glaubt. Wie anders sollte GDV-Präsident Erdland vor wenigen Wochen zu verstehen sein, wenn er die Öffentlichkeit darauf vorbereitet, dass man 2015 nur einen moderaten Wachstumspfad erwarten soll.

Die größte Herausforderung blieben die weiterhin niedrigen Zinsen und die Geldmarktpolitik der EZB. Wenn Erdland davon spricht, dass man weiter hart an den Themen der Zeit arbeiten muss, dann ist dies diplomatisch formuliert ein großer Eisberg, auf den der Megakreuzer „Deutsche Versicherer“ zusteuert.

4,4 Billionen Anlagevermögen in Gefahr

Die deutsche Versicherungswirtschaft gehört mit rund 1,35 Billionen Euro zu den größten Investoren Deutschlands. Das gesamte Portfolio der europäischen Versicherer beträgt rund 4,4 Billionen Euro. Das sind Gelder, die in der Regel langfristig und sicher angelegt werden müssen. Kurzfristige Anlagereize oder eine verfehlte Geldmarktpolitik sind für dieses Ziel Gift.

Die langandauernde Finanzkrise, populistische Entscheidungen der Verantwortlichen in den Ländern der EU und auch verfehlte regulatorische Maßnahmen gefährden die Rolle der Versicherer als bedeutsame Investoren im europäischen Rahmen. Dazu gehört auch, dass Maßnahmen, die für Banken sinnvoll sein mögen, zu Versicherern mit Langzeitzielen für ihre Kunden nicht passen.

Die pauschalen Ziele von Solvency II passen oft nicht zu den langfristigen Zielen der Versicherer. So sollen beispielsweise langfristige Investitionen der Versicherer in Infrastrukturprojekte mit riskanten Kapitalanlagen von Hedgefonds gleichgestellt werden. Das bedeutet dann aber, dass diese Investments mit knapp sechzig Prozent Eigenmitteln unterlegt werden müssten.

Mit solchen unpassenden Regularien werden Investments in Infrastruktur-projekte in Deutschland oder Europa mit gut planbaren Einnahmen über viele Jahre aber wieder uninteressant. In der Konsequenz bedeutet das: Die politischen Rahmenbedingungen für Investments der Versicherer in der veränderte Welt der Niedrigzinsphase stimmen nicht. Was wird also, wenn in wenigen Monaten Solvency II scharf geschalten werden soll?

Damit sich die Versicherer sich im Interesse ihrer Kunden weiter bei der Finanzierung der Wirtschaft auch engagieren können und damit attraktive Renditen für die Kunden erwirtschaften können, müssen die Regeln für Versicherer auf Sicherheit und Langfristigkeit ausgerichteten werden.

Jeder zweite Versicherer zahlt drauf

Der internationale Währungsfonds (IWF) hat in seinen jüngsten Veröffentlichungen die Niedrigzinspolitik der EZB scharf kritisiert und die Gefahren für die deutschen Lebensversicherer bekräftigt. Neu in dem Statement ist, dass man nicht nur Gefahren für kleinere sondern auch für mittlere Versicherer besonders in Deutschland und Schweden sieht.

Bereits die Hälfte der deutschen Lebensversicherer zahlt höhere „Renditen“ aus als diese aktuell erwirtschaften können. Die Differenz zwischen den Zinsen aus Staatsanleihen und vor Jahrzehnten den Kunden versprochenen Garantiezinsen beträgt inzwischen zwischen drei und vier Prozent. Das Bedeutet, man lebt von Reserven, der Substanz und der Hoffnung auf Besserung der Situation irgendwann.

Das Problem des Missverhältnisses von ausgezahlten Leistungen und erwirtschafteten Renditen ist nicht neu. Auch schon vor den abgeschriebenen Staatsanleihen aus Griechenland äußerten einzelne Manager der Brache im „kleinen Kreis“, was kommen könnte. Die Vergleiche mit der langjährigen Niedrigzinsphase in Japan machten die Runde. Aber ebene auch die Meinung: Wir machen es anders, wir machen es besser.

Der IWF sieht die Lösung der Herausforderungen auch in einer stärkeren Regulierung der Produkte und einer besseren Aufsicht, wie es in einem Artikel vom „Handelsblatt“ heisst. Das klingt für die Kunden gut hat aber eben auch eine Kehrseite. Denn noch mehr Regulierung bedeutet nicht unmittelbar auch sinkenden Kosten, wie der Rückzug von immer mehr Versicherern aus „Riester“- und bAV-Produkten zeigt.

Eine Frage der Zeit: Prämien- und Leistungsveränderungen

Es scheint wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Versicherer auf den § 163, Teil 2 Kapitel 5, des Versicherungsvertragsgesetzes zurückgreifen. Bisher wurden die darin aufgeführten Positionen in der öffentlichen Diskussion wenig beachtet und spielen wohl auch in den Beratungen der Vermittler kaum eine Rolle.

In Paragrafen 163 VVG heißt es:

„Der Versicherer ist zu einer Neufestsetzung der vereinbarten Prämie berechtigt, wenn

1. sich der Leistungsbedarf nicht nur vorübergehend und nicht
voraussehbar gegenüber den Rechnungsgrundlagen der vereinbarten
Prämie geändert hat,
2. die nach den berichtigten Rechnungsgrundlagen neu festgesetzte Prämie
angemessen und erforderlich ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Versicherungsleistung zu gewährleisten, und
3. ein unabhängiger Treuhänder die Rechnungsgrundlagen und die
Voraussetzungen der Nummern 1 und 2 überprüft und bestätigt hat.“

Wenn bisher das Thema Prämienerhöhung oder Leistungsreduzierung in wirtschaftlichen Notfallsituationen von Experten diskutiert wurde, dann richtete sich der Fokus vor allem den sogenannten“ Notfallparagrafen“ 89 des VAG (Versicherungsaufsichtsgesetzes).

Die möglichen Folgen aus dem §89 des VAG beschreibt Norman Wirth, Wirth Rechtsanwälte Berlin, so:

„Zur Vermeidung einer Insolvenz der Versicherungsgesellschaft kann die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) anordnen, dass die Versicherungsleistungen herabgesetzt werden. Die Versicherten müssten jedoch die Prämien in der bisherigen Höhe weiterzahlen. Es könnte also sein, dass der Versicherungsnehmer staatlich sanktioniert nur einen Teil der Versicherungssumme ausgezahlt bekommt. Das ist nicht gerade beruhigend.“

Nach § 169 des Versicherungsvertragsgesetzes werden die Möglichkeiten der Prämienerhöhung oder Leistungsreduzierung wohl sogar noch erweitert.

Wirth beurteilt die Möglichkeiten aus diesem Paragrafen so:

„Beim hier diskutierten Eingriff nach § 169 VVG kann eine Lebensversicherungsgesellschaft die Prämien erhöhen oder alternativ auf Verlangen des Kunden Leistungen absenken, wenn sich der Leistungsbedarf gegenüber der ursprünglichen Kalkulation verändert hat. Das betrifft auch eine Veränderung der Zinssituation. Eine Versicherung kann das nach Bestätigung durch einen unabhängigen Treuhänder selbst entscheiden! Das ist noch weniger beruhigend.“

Verantwortung und Haftung des Vermittlers

Aus den aufgeführten Szenarien erwächst – zur Zeit sicher noch theoretisch – mittelfristig ein weiteres Bedrohungsszenario für das Vertrauen der Kunden in die bestehenden Lebens- und Rentenversicherungen. Es ist dann nicht nur mit sinkenden Überschussbeteiligungen sondern sogar mit steigenden Prämien oder sinkenden Leistungen im worst case zu rechnen.

Noch bleiben in diesem Zusammenhang einige Fragen offen. Wann wird der erste „Sündenfall“ nach § 163 VVG eintreten? Wie wird sich dann das BaFin verhalten? Und – welche Konsequenzen wird dies für die Vermittler der Produkte dieses Lebensversicherers haben?

Stellen wir hier die Frage ob Vermittler und vor allem Makler in der Definition des § 60 VVG ihre Kunden auf diesen „Notausgang“ für Versicherer hinweisen und dies dann auch entsprechend dokumentieren sollten oder sogar müssen. Wir sind auf Ihre Meinung gespannt.

Fazit:

Die Risiken für das weltweite Finanzsystem haben zugenommen. Die daraus resultierenden Anforderungen an die Lebensversicherer sind enorm.

Auch bei einer wirtschaftlich weiterhin guten Situation für Deutschland sind die zu erwartenden Schwankungen der Weltwirtschaft durch regionale Krisen, Auseinandersetzungen um die Rohstoffbasis und zu erwartende höhere Zinsen in den USA nicht ausgestanden.

Es muss der deutschen und europäischen Politik gelingen die Rahmen-bedingungen für die Investitionen der Versicherer zu verbessern. Wenn es dieser Investorengruppe wieder besser geht dann können auch neue Produkte für die Altersvorsorge an Attraktivität und Vertrauen gewinnen.

Und warum soll es wie zum Höhepunkt der Bankenkrise nicht auch eine Staatsgarantie für die garantierten Leistungen der Lebensversicherer geben.

Für Vermittler sollte bei der Beratung rund um das Thema Altersvorsorge die unbedingte Notwendigkeit der Vorsorge aber auch die dokumentierte Transparenz zu den Möglichkeiten und Risiken der aktuellen Produkt-palette Priorität haben. Mit dem „Wegducken“ bei der Vermittlung von Vorsorgeprodukten wegen gesunkener Vergütung oder dem Meiden von Produkten, die aus den geschilderten Gründen keine hohen Garantiezinsen mehr versprechen können, wird der Vermittler seiner Verantwortung gegenüber den Kunden zumindest nicht gerecht –

meint Ihr AssekuranzDoc.


Dr. Peter Schmidt AssekuranzDocExperte Personenversicherungen und Unternehmensberater im Bereich Versicherungen, Vertriebe und Makler mit langjähriger Erfahrung als Führungskraft und Vorstand bei deutschen Versicherern und twittert als @AssekuranzDoc. Besuchen Sie auch seine Webseite und werden Sie Fan von Dr. Schmidt auf Facebook.

Lebensversicherung, neue Manager, Vermittlerschwund, Allianz, Degenia, HanseMerkur, Meag, Pflegeberatung

Thema des Tages

Sind Lebensversicherungen noch sicher? Diese Frage stellt sich nach einer Studie des Internationalen Währungsfonds (IWF) zumindest dann, wenn die Zinsen längerfristig so niedrig bleiben wie bisher. Denn dann ist es möglich, dass zumindest einige Gesellschaften nicht über ausreichend liquide Mittel verfügen, um die Policen der Versicherten auszuzahlen. Die wichtigsten Fragen zu diesem Thema beantwortet die Welt.


Lebensversicherung

Lebensversicherungen sind weiter gefragt Im vergangenen Jahr konnten sich viele Versicherungsgesellschaften über um gut 3 Prozent gestiegene Beitragseinnahmen in diesem Segment freuen. Vor allem Credit Life, HanseMerkur und Provinzial Nordwest konnten besonders stark zulegen, Cosmos muss dagegen ein Minus hinnehmen. Weitere Daten in einer Rangliste des VersicherungsJournals.


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Vermittler und Manager

Neue Manager im Land Wenn derzeit eine hochrangige Stelle im Versicherungswesen zu besetzen ist, ist die Chance hoch, dass der neue Manager nicht von einer anderen Versicherungsgesellschaft kommt, sondern aus einer Unternehmensberatung. Die Spitzenmanager verfügen meist nicht über persönliche Beziehungen und können daher notwendige Veränderungen radikaler umsetzen. Auch Personalberater Christoph Trah ist der Meinung, dass Visionen mehr zählen sollten als langjährige Branchenzugehörigkeit, wie er Versicherungswirtschaft heute verraten hat.

Versicherungsvermittler werden immer weniger In ca. vier Jahren ist die Zahl um 10 Prozent zurückgegangen. Auch die Zahl der Honorarberater, die derzeit von der Politik mehr und mehr bevorzugt werden, stagniert. Erfolg verspricht ein Modell aus Großbritannien: Hier gibt es bei vielen Abschlüssen auf dem Papier eine Honorarvereinbarung, während hinterher mit der Courtage des Versicherers verrechnet wird. Was es sonst Neues gibt bei klassischen Vertriebswegen und der Wiederentdeckung des Werbeaußendienstes fasst das Versicherungsmagazin zusammen.


Sprechstunde beim @AssekuranzDoc: Lücken mit großen Folgen

Keine konsequente Dokumentation, kaum Maklervollmachten und auch der eigene Versicherungsschutz hat Mängel – so arbeiten einige freie Vermittler noch immer. Das rächt sich spätestens beim Bestandsverkauf, warnt der @AssekuranzDoc. Wie man effizient die Lücken stopft, erklärt er in seiner Sprechstunde.


Unternehmen

Allianz Ärztebeirat In diesem Gremium sind rund 20 Ärztefunktionäre vertreten, die den Konzern gegen Honorar beraten. Dabei geht es u.a. um schädliche Entwicklungen für das Gesundheitswesen. Auch der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg ist dort Mitglied. Er ist nun wegen Vorteilsnahme im Amt verurteilt worden. Einen Ausschluss aus dem Beirat hat das aber wohl nicht zur Folge Handelsblatt.

Neues von Degenia Schon seit vielen Jahren bietet Degenia eine Kfz-Sondereinstufung für getrennt lebende bzw. geschiedene Personen an. Für dieses Produkt wird es zukünftig einen weiteren Anbieter geben neben der Itzehoer Versicherung geben. Außerdem ist eine komplett neue PHV-Deckung mit dem Arbeitstitel „umbrella“ geplant. Über diese und weitere Planungen sprach Halime Koppius, Vorstand degenia AG, im Interview mit AssCompact.

HanseMerkur mit deutlichem Wachstum Die Gesellschaft aus Hamburg ist 2014 in allen Sparten zweistellig gewachsen. Diese gute Nachricht verkündet Vorstand Eberhard Sautter in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt. Von der positiven Geschäftsentwicklung sollen auch die Mitarbeiter etwas haben und bekommen daher auch eine Rekordprämie von 2.000 Euro Versicherungsbote.

Meag expandiert Die Vermögensverwaltung der Versicherungskonzerne Munich Re und Ergo ist nun auch in Österreich und der Schweiz aktiv. Auch das Geschäft mit Publikumsfonds wird ausgebaut. Insgesamt sollen diese Aktivitäten dem Unternehmen eine Milliarde Euro in die Kasse spülen, wie Meag Geschäftsführer Robert Helm berichet. Das Investment.

Recht

Beweispflicht der Versicherungen Wenn eine Versicherungsgesellschaft die Zahlung einer Lebensversicherung verweigert, kann sie u.U. beweispflichtig sein. Im vorliegenden Fall hatte die Dialog Lebensversicherung behauptet, ihr Kunde habe zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits von seiner Krebserkrankung gewusst. Die Nachmeldung, die er angeblich geschickt habe, sei beim Unternehmen nicht eingegangen. Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf (Az. I – 4 U 41/13) hat nun in einem Urteil verfügt, dass die Versicherung in diesem Fall beweispflichtig ist Versicherungsjournal.

Pflegeberatung

Pflegeberatung zu wenig bekannt Bereits seit sechs Jahren haben Betroffene eine Anrecht auf eine kostenlose und unabhängige Pflegeberatung. Derzeit wissen aber nur ca. 38 Prozent der Deutschen, dass es die Pflegeberatung überhaupt gibt. Herausgefunden hat dies das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) in einer repräsentativen Studie Süddeutsche. 


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Vermittlerwegweiser, Betrugserkennung, Sozialversicherung, LVRG, HanseMerkur, Pflegezusatzversicherungen

Thema des Tages

Vermittlerwegweiser “Liebe Vermittler, bekennt euch zu eurem Beruf, zu eurer Passion, zu eurer Ausbildung. Ihr seid Fachmann”, schreibt der Versicherungsbote und stellt einen eigenen Vermittlerwegweiser zum kostenlosen Download ins Netz. “Dieser soll Verbrauchern, aber auch Medien helfen, Begriffe aus der Versicherungs- und Finanzwelt korrekt einzuordnen.” Artikel und Download der Grafik beim Versicherungsboten.


Versicherungsmarkt

Gipfel-Versicherung “Der Bund hat eine Krawallversicherung für den G7-Gipfel Anfang Juni auf Schloss Elmau abgeschlossen. Der Vertrag des Auswärtigen Amts mit der Versicherungskammer Bayern soll vor allem Privatleute und kleine Betriebe zusätzlich absichern”, schreibt die FAZ.

Automatisierte Betrugserkennung “Groß angelegtem Versicherungsbetrug will das Fraunhofer Institut auf die Schliche kommen. […] Ein Team aus Juristen, Psychologen, Wirtschaftswissenschaftlern und Informatikern entwickeln jetzt ein System zur Betrugsprävention”, berichtet Versicherungswirtschaft heute.

Überschuss geringer “Der Überschuss der Sozialversicherung ist im vergangenen Jahr etwas geringer als im Vorjahr ausgefallen. Unter dem Strich gab es bei Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie bei der Bundesagentur für Arbeit ein Plus von drei Milliarden Euro”, schreibt RP-Online.


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Versicherungsvertrieb

Wenn Versicherer das LVRG ignorieren – “Die Zeiten hoher Abschlussprovisionen in der Lebensversicherung gehören der Vergangenheit an. Wirklich?”, schreibt die Pfefferminzia – und: “In einem ersten Zwischenfazit zeichnen sogenannte Courtageampeln, die in Versicherungsmaklerkreisen kursieren, eher ein anderes Bild.” Pfefferminzia

IGVM stellt Forderungen zu Nettotarifen klar “Die aktuellen Veröffentlichungen zur IGVM-Forderung nach der flächendeckenden Einführung von Nettotarifen im KV- und LV-Bereich haben sehr unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. […] Daher haben wir hier zur Klarstellung noch einmal unsere Argumente und Antworten auf die häufigsten Fragen zu unserer Forderung zusammengefasst.” IGVM

Pflegezusatzversicherungen einfacher verkaufen “Die DFV Deutsche Familienversicherung will mit einem vereinfachten Vertriebskonzept den Absatz von Pflegezusatzversicherungen ankurbeln”, schreibt Cash-Online.


Sprechstunde beim @AssekuranzDoc: Lücken mit großen Folgen

Keine konsequente Dokumentation, kaum Maklervollmachten und auch der eigene Versicherungsschutz hat Mängel – so arbeiten einige freie Vermittler noch immer. Das rächt sich spätestens beim Bestandsverkauf, warnt der @AssekuranzDoc. Wie man effizient die Lücken stopft, erklärt er in seiner Sprechstunde.


Unternehmen und ihre Chefs

Eberhard Sautter über seine Pläne mit der HanseMerkur “Zufriedene Mitarbeiter erzeugen gute Ergebnisse und umgekehrt. Wie schon in den Vorjahren hat die Beschäftigtenzahl weiter zugenommen und wir wollen weiter wachsen”, sagt Sautter im Interview mit der Welt.

Managing Director verlässt SwissRe “Ende Mai verlässt Dr. Ursula Lipowsky, Managing Director, CEO Office, die Swiss Re”, schreibt AssCompact.

Gute Umsätz bei Fonds Finanz “Der Maklerpool Fonds Finanz Maklerservice hat 2014 wieder mehr als 100 Millionen Euro Umsatz erzielt, berichtet sein Geschäftsführer Norbert Porazik im Interview. Dabei erläutert er auch die Auswirkungen der Lebensversicherungsreform (LVRG) auf sein Geschäft”, berichtet das Versicherungsjournal.

Zu guter Letzt

Gesundheits-App im taz-TestMit einer App will ein Schweizer Start-up das Gesundheitssystem retten. Die EU-Kommission findet das toll. Wir haben es mal probiert.“, schreibt die taz


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Nikolaus von Bomhard, Maklerpools, Internationaler Währungsfonds, BU-Versicherungen, bAV, Generali

Thema des Tages

Nikolaus von Bomhard und die EZB “Der Münchener-Rück-Vorstandschef Nikolaus von Bomhard macht sich Sorgen um sein Geschäftsmodell. Sein Finanzkonzern schaffe es kaum noch, mit Geldanlagen die erforderlichen Renditen zu erzielen. Im Interview mit dem „Handelsblatt“ reitet von Bomhard heftige Attacken gegen die Zinspolitik der Europäische Zentralbank (EZB)”, schreib Focus Online.


Versicherungsexperten

Libelingsjob Versicherung “Bei einer Versicherung in den USA müsste man arbeiten. Dann hätte man viel Geld, wenig Stress und super Karrierechancen. Zu diesem Ergebnis ist die US-amerikanische Job-Plattform Careercast gekommen”, schreibt der Spiegel.

Insolvenzschutz bei Maklerpools “Einige Pools bieten angeschlossenen Maklern für den Fall einer Insolvenz des Pools Garantien zur Bestandssicherheit. Was von solchen Garantien zu halten ist, habe ich kürzlich in einem Gastbeitrag erläutert. Dies hat große Resonanz ausgelöst. An dieser Stelle nun einige Ergänzungen”, schreibt Rechtsanwalt Dr. Johannes Fiala in Portfolio International.

Lesetipp: Der Makler und der Dreisatz Ein etwas sarkastischer Beitrag von Peter Przybilla zur aktuellen Lage auf dem Vermittlermarkt bei Cash-Online.


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Krisen-Stimmung

Zu große Bürde “Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht eine Krise in der deutschen und europäischen Lebensversicherungsbranche heraufziehen. Die langfristigen Versprechen hoher Garantiezinsen seien zu einer schweren Bürde vor allem für mittelgroße Anbieter geworden, heißt in einem Bericht zur globalen Finanzstabilität”, schreibt das Handelsblatt.


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Getestet

Gute Noten für BU-Versicherungen “Morgen & Morgen untersuchte jetzt 532 Tarife von 73 Anbietern am BU-Markt – durchweg positiv. Fünf Sterne gab es für Tarife der WWK, Continentale, Volkswohl Bund, Allianz, Alte Leipziger, Deutsche Ärzteversicherung, Axa, SV Leben, Bayern Versicherung, Debeka und Basler”, schreibt Bocqul-News. Morgen & Morgen

bAV

bAV-Überblick “Sozialministerin Andrea Nahles will die betriebliche Altersvorsorge ausbauen. Doch das Rentenprojekt steckt fest – denn Geld kosten soll die Reform eigentlich nicht.” Einen Überblick über die Situation gibt Die Zeit.

Keine Festlegung “Die Bundesregierung hat sich noch nicht festgelegt, wie die betriebliche Altersversorgung (bAV) ausgebaut werden soll. Dies wird erkennbar aus einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen”, schreibt das Versicherungsmagazin

Gerücht

Chefwechsel “Generali Deutschland-Vorstand Christoph Schmallenbach wird nach Informationen von Versicherungsmonitor und Süddeutscher Zeitung Vorstandschef der Aachen Münchener Versicherungen in Aachen”, schreibt der Versicherungsmonitor.


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Helberg zur innovativen BU, Warentest zum Pflege-Bahr, Studie zur Beratung, GDV zu Flüchtlingsheimen

Thema des Tages

Helberg bloggt zur BU “Sie kennen die Innovationsklausel in der Berufsunfähigkeitsversicherung noch nicht? Das ist auch kein Wunder. Denn noch gibt es in der Berufsunfähigkeitsversicherung eine solche Innovationsklausel nicht – im Gegensatz zu inzwischen so einigen Haftpflicht- und Sachversicherungs-Tarifen”, schreibt Versicherungs-Alpha-Blogger Matthias Helberg in seinem Blog. Und weiter: “Liebe Aktuare, das muss doch zu kalkulieren sein? Was meinen Sie?” Helberg.info


Im Kundenkontakt

Warentest nimmt Pflege-Bahr-Tarife unter die Lupe “Im letzten Test der Stiftung Warentest zur privaten Pflegeversicherung sind die Pflege-Bahr-Tarife noch durchgefallen. Auch diesmal konnte keiner der getesteten geförderten Tarife einen Spitzenplatz ergattern”, schreibt Finanzen.de. Test.de

Auf die Beratung kommt es an “Persönliche Beratung wird beim Versicherungsabschluss bevorzugt: Versicherungen werden doppelt so häufig abgeschlossen, wenn zuvor mit einem persönlicher Berater gesprochen wurde, als wenn man sich zuerst im Internet informiert hat. Das zeigt eine Studie der Assekurate Solutions GmbH”, schreibt der Versicherungsbote. Assekurata

Der feine Unterschied “Vertreter oder Makler? Was ist eigentlich der Unterschied? Das erklärt die Schutzvereinigung deutscher Vermittler von Versicherungen und anderen Finanzdienstleistungen (SdV) in einem neuen Video”, schreibt ProContra.


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Gesellschaft

GDV zum Thema “Kündigung von Flüchtlingsheimen” “Ich kenne das Leid der Flüchtlinge, die in unserem Land Schutz suchen, aus persönlichen Begegnungen und eigenem Engagement nur zu gut. Der Einsatz für eine menschenwürdige und damit auch sichere Unterbringung dieser Menschen liegt mir persönlich, aber auch meinen Kollegen sehr am Herzen”, sagt Jörg von Fürstenwerth vom GDV.


Sprechstunde beim @AssekuranzDoc: Lücken mit großen Folgen

Keine konsequente Dokumentation, kaum Maklervollmachten und auch der eigene Versicherungsschutz hat Mängel – so arbeiten einige freie Vermittler noch immer. Das rächt sich spätestens beim Bestandsverkauf, warnt der @AssekuranzDoc. Wie man effizient die Lücken stopft, erklärt er in seiner Sprechstunde.


Recht

Mehr Rechte für Versicherungskunden “Der Bundesgerichtshof (BGH) hat Kunden von alten Renten- und Lebensversicherungen erneut den Rücken gestärkt. Demnach können Verbraucher ihre Verträge auch noch nach Jahren widerrufen, wenn sie nicht umfassend aufgeklärt worden sind”, schreibt die Welt.

Übernahmen

Aviva übernimmt Friends Life “Der britische Anbieter Aviva hat seinen Konkurrenten Friends Life übernommen. Es ist die wohl größte Fusion in der Versicherungsbranche seit 15 Jahren mit einem Volumen von 5,6 Milliarden britischen Pfund”, berichtet der Versicherungsbote.

Bieterkrieg um Rückversicherer “Die italienische Investmentfirma Exor hat überraschend 6,4 Mrd. Dollar für die Übernahme des in Bermuda ansässigen Rückversicherers PartnerRe geboten”, schreibt der Versicherungsmonitor.


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Digitalisierungsdruck, Preisvergleich, mehr Umsatz im Vertrieb, Pflegetagegeld, neuer @AssekuranzDoc

Thema des Tages

Keine konsequente Dokumentation, kaum Maklervollmachten und auch der eigene Versicherungsschutz hat Mängel – so arbeiten einige freie Vermittler noch immer. Das rächt sich spätestens beim Bestandsverkauf, warnt der @AssekuranzDoc. Wie man effizient die Lücken stopft, erklärt er in seiner Sprechstunde.


Markt

Volkssport Preisvergleich “Die Suche nach der günstigsten Autoversicherung hat sich in Deutschland zu einem Volkssport entwickelt”, schreibt die FAZ und beschreibt den hart umkämpften Markt mit Vergleichsportalen wie Check24 und Verivox sowie den Branchengrößen Huk-Coburg und Allianz. FAZ

Digitalisierungsdruck “Die Versicherungswirtschaft gehört zu den Branchen, denen am wenigsten Zeit bleibt, um sich dem Wandel infolge der zunehmenden Digitalisierung anzupassen”, schreibt Cash Online und zitiert aus einer Studie der Beratungsunternehmen Deloitte Digital und Heads. Cash Online


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Vertriebsalltag

Ideen für mehr Umsatz im VertriebBei der Premiere des Charta Campus gab es Ideen, die die von Einbußen bei den Courtagen geplagten Versicherungsvermittler interessieren könnten”, schreibt das Versicherungsmagazin und berichtet unter anderem über Servicegebühren, Beratung in Sachen Cyber-Sicherheit oder betriebliches Gesundheitsmanagement. Versicherungsmagazin

Fachmaklerin prüft Pflegetagegeld der Axa “Leonie Pfennig, Fachmaklerin für Pflege, hat ihre eigenen Kritierien zur Bewertung von Pflegetarifen. Heute: das Pflegetagegeld der Axa Krankenversicherung – Flex-U (Bedingungen von 10/2014) im Check”, schreibt ProContra.


Krankenversicherung

Ausländische Studenten oft unterversichertAusländische Studenten nicht ordentlich versichert”, titelt Die Zeit. “Alle, die hierzulande studieren, sollten in die gesetzliche Krankenkasse gesteckt werden oder aber eine wirklich genauso umfassende private Versicherung vorweisen”, fordert Johannes Glembek vom Bundesverband ausländischer Studierender in der Wochenzeitung. Zeit

IBM auf Expansionskurs “IBM will in den Milliardenmarkt mit elektronischen Gesundheitsinformationen einsteigen. Dazu vertieft der weltgrößte IT-Dienstleister seine Partnerschaft mit Apple und gründet eine eigene Firma”, berichtet Spiegel Online.

Rentenpolitik

Lebensleistungsrente soll 2017 kommen “Die schwarz-rote Koalition will nach wie vor eine solidarische Lebensleistungsrente einführen. Bis 2017 will sie „Lebensleistung und langjährige Beitragszahlung in der Sozialversicherung“ würdigen und eine Mindestrente von voraussichtlich über 700 Euro einführen”, schreibt Finanzen.de.


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Sprechstunde beim @AssekuranzDoc: Lücken mit großen Folgen

Keine Konsequenz bei der Dokumentation. Geringer Anteil an Maklervollmachten. Eigener Versicherungsschutz mit Mängeln. So ist der Vermittlungs- und Beratungsalltag bei manchen freien Vermittlern auf den Punkt zu bringen. Diese Kolumne will einigen der Punkte auf den Grund gehen.

„Wegen einer KFZ-Versicherung mache ich mir doch nicht den Aufwand für einen Maklervertrag oder eine Dokumentation“, erklärte mir ein Makler auf meine Nachfrage. „Verzichtserklärung auf den Tisch und das war es dann“. Wird jedoch systematisch mit einer Verzichtserklärung gearbeitet, so werden die Kunden einseitig benachteiligt, denn sie erhalten nicht das ihnen gesetzlich zugestandene Recht. Den Eindruck den ein Vermittler mit diesem Verhalten vor Gericht abgibt dürfte für ihn bei einem Prozess nicht sehr förderlich sein.

Die Dokumentation von Kundengesprächen, die Bedarfsermittlung, Marktrecherchen und der eigentliche Verkauf von Versicherungen kosten Zeit und damit auch Geld. So ist es im „Klein-Klein-Geschäft“ der Versicherungsbranche nicht verwunderlich, dass manche Vermittler dem Thema ausweichen.

Die selbst erlebte Praxis bei Bewertungen von Maklerbeständen oder Gesprächen mit Maklern, die ihren Kundenbestand abgeben wollen,
scheint nicht ganz selten zu sein. Oft kommt erst auf kritische Nachfrage eine Art Problembewusstsein auf, denn subjektiv empfinden die hier angesprochenen Vermittler ihre eigene Beratung toll und sind von sich und ihrer Kompetenz überzeugt.

Vor Gericht verschärfen fehlende Dokumentationen das Problem

Freien Vermittlern sei das Urteil des BGH vom November 2014 (III ZR 544/13) ans Herz gelegt. Das oberste Gericht hatte sich noch einmal klar in Sachen Kundeninformationen positioniert. Ein Vermittler eines sogenannten Strukturvertriebes hatte nicht nur einen Kunden falsch beraten, sondern dabei auch noch die Hinweis- und Beratungspflichten verletzt, wie das Gericht feststellte.

Nicht unwesentlich hat zu dem Urteil beigetragen, dass dem Vermittler eine ungenügende Beratungsdokumentation vorzuwerfen war. Also nicht nur der Inhalt der Beratung oder Vermittlung sondern auch die vom Gesetzgeber gewollte Art und Weise wurden dem Vermittler zum Verhängnis. Der Gesetzgeber will die umfassendere Information und Dokumentation des Kunden. Meinungen von Vermittlern, ob 80 Seiten Papier an der Beratung etwas besser machen oder nicht sind zwar Diskutierens wert aber nicht zielführend.

Als Teil der Kontrolle des Gesetzgebers zur Durchsetzung der gewollten Beratungsqualität wurde das Institut für Transparenz (ITA), Berlin mit einer Studie beauftragt, die sich dem Thema Dokumentation bei Vermittlern befasste. Das ITA führte insgesamt 119 Testkäufe als Mystery- Shopping durch.

In deren Ergebnis wurde festgestellt, dass in etwa einem Fünftel der Beratungen keine Dokumentation ausgefertigt und ausgehändigt wurde und nur in 29 von 103 ausgereichten Dokumentationen der Anspruch an Dokumentationen erfüllt wurde. Das sind die Lücken in der Arbeit des Vermittlers, die später noch einmal wehtun können.

Ein Schutz der sich doppelt auszahlt

Mehrfach wurde hier das Thema Maklervollmacht als Mittel der Regelung von Pflichten und Rechten sowie des Umfangs dieser erörtert. Zunehmend die jüngeren Makler haben die Bedeutung der Maklervollmacht über die bloße Möglichkeit der Übernahme von Verträgen aus anderen Vermittlerbeständen wohl erkannt.

Professionalität beginnt auch hier mit Konsequenz bei der Beratung von Kunden n u r auf Basis einer Maklervollmacht. So ist es auch verwunderlich, dass einige „Makler“ sich über die Forderung von Versicherern stark erregten, die grundsätzlich auch die Maklervollmachten von den Maklern zu ihren Kunden mit anfordern.

Hier kann man nur raten die Chancen so einer „Forderung“ zu erkennen und nicht nur den erhöhten administrativen Aufwand. Spätestens wenn einmal der Verkauf des eigenen Maklerbestandes aus Alters- oder Krankheitsgründen ansteht wird auch deutlich werden, welche Wert-schöpfungspotentiale in den Maklervollmachten und in einer vollständigen Dokumentation liegen.

100 Prozent Kundenverbindungen auf Basis einer Maklervollmacht, die auch das Thema Nachfolge, Verkauf oder Vertretung regelt ist bares Geld wert. In einigen von uns begleiteten Fällen der Bestandsübernahme konnte so mehrere zehntausend Euro mehr Verkaufspreis erzielt werden, weil die Quote der Kunden mit Maklervollmacht vor dem Verkauf noch deutlich erhöht wurde.

Lücken im eigenen Vermittlerschutz erkennen

Die eingangs geschilderten Lücken in der Vermittlertätigkeit können Auswirkungen bis auf die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen (VSH) haben. Dazu noch ein eindrucksvolles Beispiel aus der Praxis.

Ein älterer Vermittler, 60 Jahre, hatte den Spaß an der Vermittlungstätigkeit nach §34f der GewO auch wegen gesunkener Einkünfte verloren. Besonders schwer verkraftete er Klagen seiner Kunden zu Produkten, die er zu seiner eigenen Altersabsicherung auch selbst erworben hatte.
„Ich verkaufe meine Kunden nur, was ich auch selbst nehmen würde“.
Ein durchaus ehrenwerter Vermittlungsansatz.

Die Übergabe des Bestandes wurde durch mehrere Faktoren erschwert. Dazu gehörten mehrere laufende Kundenbeschwerden zum Verlauf der Debi Select Fonds, über die das Handelsblatt bereits vor einigen Jahren berichtete. Der angezeigte Gesamtschaden gegen den Vermittler betrug ca. 25.000 EUR.

Doch nicht nur diese Anzeigen der Kunden belasten ihn, sondern nun auch noch die Auseinandersetzungen mit dem VSH-Versicherer. Das vom Versicherer angeforderte Risikoprofil aus der Kundenberatung konnte der Vermittler nicht vorlegen und das wurde ihm dann zum Problem.

Die Ablehnung der Haftungsübernahme durch den Versicherer verwundert nicht. Sie ist bedingungsgemäß. Und da der VSH-Abschluss auch nicht über einen Spezialmakler erfolgte, der eine Begleitung im Schadensfall garantiert, wird sich der Vermittler selbst durch den Schaden quälen müssen.

Ralf Werner Barth, Geschäftsführer der CONAV Consulting GmbH & Co. KG hebt zu den Lücken im VSH-Schutz hervor:

Zusätzliche Lücken im VSH-Schutz über Pools

Mehrere Maklerpools bieten ihren Maklerpartnern auch eine VSH an. Das rundet die Serviceangebote ab und bringt dem Pool zusätzliche Courtage- einnahmen. Schwierig kann es werden, wenn die VSH ohne Risikoprüfung aufgenommen wurde und der Makler dann einen kritischen Schadenfall hat. Das wirft die Frage nach kompetenten VSH Ansprechpartnern bei den Pools im Schadenfall auf und ob dabei fachlich ausreichende Begleitung gewährleistet werden kann.

Aber genau so ein Coaching in einer Schadensituation ist aus Sicht meiner unternehmensberaterischen Tätigkeit empfehlenswert. Der Vermittler ist bei der Auseinandersetzung mit Kunden wie im oben geschilderten Fall in einer emotionalen Ausnahmesituation. Die Enttäuschung beim Kunden ist massiv. Die persönliche Betroffen-heit und Angst des Maklers hinsichtlich der eigenen existenziellen Bedrohung führen oft zu weiteren Fehlern, die nicht wieder gut zu machen sind.

Fazit

Für freie Vermittler ist es von existenzieller Bedeutung die eigenen oft wachsenden Tätigkeitsfelder (Einsatz von Internet, Social Media und bAV Lösungen um nur einige wenige zu nennen) in Abgleich mit Ihrer VSH Deckung zu bringen. Es gilt die geschilderten „Lücken“ aktiv zu prüfen oder prüfen zu lassen. Spätestens bei einem geplanten Verkauf des eigenen Kundenbestandes oder der Firma kommt die Quittung für solche Versäumnisse vielfach so teuer.

Gibt es Schadensersatzforderungen von Kunden bei einem lückenhaften Beratungsworkflow und ist der eigenen Versicherungsschutz nicht ausreichend hoch (Deckungssummen z. B. im Gewerbebereich) oder nicht optimal mit dem Tätigkeitsfeld abgestimmt, dann sind die Konsequenzen meist sehr hart.

An den Verkauf des Bestandes ist dann kaum noch zu denken.

Lassen Sie deshalb die bestehende VSH durch einen VSH-Spezialmakler oder auch durch einen Netzwerkpartner des VSAV prüfen. Klären Sie präventiv ab wie es sich mit Ihrem VSH-Schutz verhält, wenn Sie einmal den Geschäftsbetrieb aufgeben wollen. Dies gilt auch für den Fall, wenn Sie eine Registrierung nach §34f der GewO nicht vornehmen wollen und Sie sich mit der Trennung vom „alten“ Investmentgeschäft befassen – meint Ihr AssekuranzDoc.


Dr. Peter Schmidt AssekuranzDocExperte Personenversicherungen und Unternehmensberater im Bereich Versicherungen, Vertriebe und Makler mit langjähriger Erfahrung als Führungskraft und Vorstand bei deutschen Versicherern und twittert als @AssekuranzDoc. Besuchen Sie auch seine Webseite und werden Sie Fan von Dr. Schmidt auf Facebook.

Versicherungen kündigen wegen Flüchtlingen, Berufsunfähigkeitsversicherung, Dokumentationspflicht, Versicherungschinesisch

Thema des Tages

Versicherer kündigen angeblich wegen Flüchtlingsunterbringung “Es ist ein brisanter Vorgang: Versicherer beenden Verträge mit ihren Kunden, weil sie Asyl-Bewerber in ihren Häusern unterbringen”, schreibt die Bild. Laut der Zeitung habe zum Beispiel die Basler Versicherung einem Feriendorf im Odenwald die Inventarversicherung gekündigt, da eine „Gefahrenerhöhung“ durch „Unterbringung von Flüchtlingen“ vorliege. Bild.de

Handelsblatt zitiert Kündigungs-Begründung “Wenn Schulen, Lagerhallen oder Privaträume zur Unterbringung von Asylbewerbern genutzt würden, gebe es neue Gefahren und Auflagen, teilte der Gesamtverband GDV am Montag in Berlin mit. Es sei die Aufgabe der Versicherer, auf solche Gefahrenlagen hinzuweisen”. Handelsblatt

Süddeutsche verteidigt Verhalten der Versicherer “…ein Versicherungsunternehmen macht sein Geschäft, in dem es Risiken kalkuliert und daraus Prämien berechnet. Wird aus einem Feriendorf ein Flüchtlingsheim, verändert sich das Risiko.” Süddeutsche


Vertrieb

Hermann-Josef Tenhagen über die Berufsunfähigkeitsversicherung “Natürlich ist es wichtig, sich für den Fall einer Berufsunfähigkeit zu schützen. Die gekoppelte Rentenversicherung aber macht den Vertrag teuer und unflexibel. Es profitiert nur der Verkäufer, weil Rentenversicherungen hohe Provisionen einbringen”, schreibt Ex-Finanztest-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen bei Spiegel.de.

BGH-Urteil zu Dokumentationspflicht analysiert Rechtsanwalt Hans-Ludger Sandkühler erklärt, was das BGH-Urteil zur Dokumentationspflicht für den Vermittler-Alltag bedeutet. AssCompact (Teil I) AssCompact (Teil II)


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Transparenz

Keine Auskunft “Die Linkspartei wollte vom Finanzministerium wissen, wie hoch der Anteil für Beitragsrückerstattung an den Eigenmitteln von Versicherungsunternehmen ist – doch Schäubles Haus verweigerte eine Auskunft”, berichtet die Welt.

Versicherungschinesisch GDV-Berater Prof. Dr. Günther Zimmermann nennt bei ProContra “die Stellschrauben in den Bedingungswerken, mit deren Betätigung sich die Anbieter auch selbst einen Gefallen täten”. ProContra


Sprechstunde beim @AssekuranzDoc: Für und Wider zu einer Makler-GmbH

Die Gründung einer GmbH als Allheilmittel für Makler? In manchen Seminaren und Fachartikeln wird dieser Eindruck erweckt. Dr. Peter Schmidt schaut sich das Für und Wider in dieser Kolumne etwas umfassender an. Sprechstunde beim @AssekuranzDoc


 

Unternehmen

Krise bei der SDK “Der ruppige Umbau bei der Süddeutschen Krankenversicherung (SDK) durch Konzernchef Ralf Kantak bringt jetzt auch den Aufsichtsratsvorsitzenden Roman Glaser in die Kritik, Präsident des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands”, schreibt die Süddeutsche

Was bringt der Handwerker-Schutz? “Mit dem Tarif „HandwerkerSchutz“ wirbt die Nürnberger Lebensversicherung bei dieser Berufsgruppe mit einer finanziellen Absicherung gegen gesundheitlich bedingten Gehaltsausfall zu günstigen Beiträgen. Was diese Grundfähigkeits-Versicherung leistet, untersucht Versicherungsmakler Philip Wenzel in einem Gastbeitrag.”, schreibt das Versicherungsjournal.


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