Kritik an Finanztest, Riester schwächelt, GKV und PKV unter Druck, Kleinlein vor Comeback

Thema des Tages

Kritik an Finanztest zieht weiter Kreise „Versicherungsmakler blamiert Finanztest“, titelt das Handelsblatt über das vernichtende Urteil von Versicherungsmakler Matthias Helberg über den BU-Test der Zeitschrift Finanztest. Damit ist die von Helberg in den sozialen Netzwerken losgetretene Kritik an den Methoden des Ablegers der Stiftung Warentest jetzt auch in der renommierten Wirtschaftspresse angekommen. Das Handelsblatt dokumentiert den Fall ausführlich. Und Matthias Helberg freut sich über steigende Anfragen: „Offenbar erkennen nun immer mehr Verbraucher, wie komplex das Thema wirklich ist. Gut so!“ Jeder Vermittler, der auf gute Beratung setze, könne ebenfalls davon profitieren. Handelsblatt

Gesellschaft & Politik

Quo vadis PKV? Weniger Vollversicherte, einkommensschwache Kunden, interne Querelen, Querschüsse aus der Politik: Die Selbstmedikation ist gescheitert, das Geschäftsmodell der PKV steht auf der Kippe, meint Hans Pfeifer – und analysiert in einem zweiteiligen Beitrag die Zukunft der Branche. Portfolio international

Bahr fordert weitere Prämien von den Kassen Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) forderte angesichts der Krankenkassen-Reserven von 28 Milliarden Euro weitere Ausschüttungen an die Versicherten. Einige Kassen hätten noch „erhebliches Potential“, sagte er in einem Interview mit der Mittelbayrischen Zeitung. Zusätzlich sollten die Kassen „ihre Präventionsausgaben mehr als verdoppeln, für betriebliche Gesundheitsförderung sogar verdreifachen“. Versicherungsbote Mittelbayerische

Argumente für die Altersvorsorge Fachjournalist Manfred Poweleit zeigt laut Versicherungsmagazin in seinem aktuellen MAP-Fax anhand der Geburtsstatistik, wie wichtig die Altersvorsorge ist: Die Zahl der Geburten habe sich fast halbiert, der Druck auf die gesetzliche Rentenversicherung steigt, überzeugende Konzepte fehlen. Wer nicht bis 70 arbeiten will, müsse daher erheblich sparen. Versicherungsmagazin MAP-Report

Versicherungsmarkt

Riester-Rente „floppt“ Erstmals seit dem Beginn im Jahr 2001 wurden weniger Riester-Rentenverträge zur privaten Altersvorsorge abgeschlossen. „Es ist eine gewisse Marktsättigung eingetreten“, kommentierte ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums die aktuellen Zahlen – und räumte Reformbedarf ein. „Die Riester-Rente floppt“, kommentierte Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag. Die SPD will nach einem Wahlsieg bei Riester-Produkten für eine „deutliche Verbesserung der Kostentransparenz und der Effizienz sorgen“. Das geht laut Cash.online aus einer Stellungnahme zu den Wahlprüfsteinen des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) hervor. Handelsblatt Cash.online DIA (Pressemitteilung)

Fondsanbieter unterstützen Versicherer Für den Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) ist die Vermittlung von Investmentfonds-Anteilen durch Angestellte eines Versicherers kein „versicherungsfremdes Geschäft“. Das geht aus einer Stellungnahme für die BaFin hervor, die dem VersicherungsJournal vorliegt. Stattdessen wird ein „milderes gleich geeignetes Mittel als ein Verbot“ vorgeschlagen. Das könnten Sachkundenachweise und Klärung des Haftungsrisikos sein. Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V. (BVK) unterstützt ebenfalls diesen Vorschlag. VersicherungsJournal

Praktiker-Pleite kostet Versicherer 50 Millionen Euro Kreditversicherer müssen für die Pleite des Baumarktes mit bis zu 50 Millionen Euro gerade stehen, meldet die Süddeutsche Zeitung. Betroffen sei vor allem Marktführer Euler-Hermes. Süddeutsche

Bewusstsein für D&O-Policen wächst Das Haftungsrisiko sei in den vergangenen fünf Jahren gestiegen, meinen 72 Prozent der Geschäftsführer laut „VOV Studie 2012: Managerhaftung & D&O-Versicherung“. Aber nur 15 Prozent würden eine solche Versicherung abschließen, wenn sie selbst die Beiträge zahlen müssten, berichtet das VersicherungsJournal und bringt weitere Fakten zum D&O-Markt. VersicherungsJournal  


Am Mittwoch wieder neu: „Sprechstunde beim Assekuranzdoc“

Aufgemerkt und hingesurft: Der @Assekuranzdoc alias Dr. Peter Schmidt bloggt jeden Mittwoch in seiner „Sprechstunde beim Assekuranzdoc“ über ein aktuelles Thema der Versicherungswirtschaft.


Unternehmen

Risikolebensversicherung von Asstel flexibler Bei den neuen Risikolebensversicherungstarife des Direktversicherers der Gothaer können Kunden zwischen drei Stufen der Absicherung – Basis, Plus und Komfort – wählen. Besonderer Clou bei allen Tarifstufen: Dank Easy-Start-Option können Versicherte die Risikolebensversicherung erstmalig auch mit einer Beitragsstaffel abschließen. Asstel (Pressemitteilung)

InterRisk verbessert Hausratsversicherungen Die InterRisk verbessert eine Reihe Bedingungen in den Hausratkonzepten L, XL und XXL. InterRisk (Pressemitteilung)

Uniqa legt Grundfähigkeitsversicherung auf Die Uniqa Group hat mit „Leben & Vorsehen“ ein neues Vorsorgeprodukt für den Verlust der Grundfähigkeiten sehen, sprechen oder hören geschaffen. Je nach Schwere werden entweder 50 oder 100 Prozent der vereinbarten Pension monatlich ausbezahlt. Es können damit auch Studenten, Lehrlinge, Hausfrauen oder Selbständige vorsorgen. Uniqa (Pressemitteilung)

Generali erweitert Leistung der Kfz-Versicherung Das Leistungsportfolio sei bei stabilen Beiträgen nochmals erweitert worden. Eine der wichtigsten Neuerungen ist der Wertminderungs-Ausgleich im Zusatzbaustein Vollkasko Premium: Kunden erhalten damit bei einem Unfall, Vandalismus oder Zusammenstoß mit einem Tier nicht nur die Reparaturkosten erstattet, sondern Generali kommt auch für einen niedrigeren Wiederverkaufswert auf. Generali (Pressemitteilung)

Vfm steigert Provisionserlöse Die Provisionserlöse für das vergangene Geschäftsjahr belaufen sich auf 19,1 Mio. EUR (Vorjahr 14,5 Mio. EUR). Bei diesem Betrag handelt es sich um reine Courtage- bzw. Provisionserlöse aller an den vfm-Verbund angeschlossenen Vermittler. Knapp 55% der Provisionserlöse werden aus Kompositgeschäft erzielt. vfm (Pressemitteilung)


Namen

Axel Kleinlein steht vor einem Comeback als Chef des Bundes der Versicherten (BdV), meldet nun auch procontra. Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 14. September würde es zum „Showdown“ kommen. Die Hintergründe zum Rauswurf Kleinleins beleuchtete Tagesbriefing-Redaktionsleiter bereits im März im Tagesblogprocontra

Ulrich Zander, Vizepräsident des BVK Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V., bleibt auch weiterhin Schatzmeister des europäischen Versicherungsvermittlerverbandes BIPAR. bocquel-news.de

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Tweet des Tages

Surftipp

Warum nach der Flut, die Kündigung droht Obwohl die Versicherungswirtschaft nach der Flutkatastrophe in Deutschland kulant reguliert, müssen die Kunden von Wohngebäudepolicen mit Preissteigerungen rechnen. Grund: Die Schaden-/Kostenquote bei einigen Versicherern stimmt schon seit Jahren nicht. Die Welt

Marketing und Soziale Medien

V-aktuell optimiert Online-Kundenzeitungen V-aktuell unterstützt Versicherungsvermittler mit individuellen Print-, PDF- und Online-Kundenzeitungen, ihre Kommunikationsziele zu erreichen. Rechtzeitig zur Ausgabe „Herbst/Winter 2013“ wurden die Online-Kundenzeitungen jetzt weiterentwickelt. V-aktuell (Muster)

Zahl des Tages

30.200

Versicherte im Basistarif zählte der PKV-Verband zum Jahresende 2012, meldet das VersicherungsJournal und analysiert die Entwicklung. VersicherungsJournal

Zitat des Tages

„Viele Kunden informieren sich online über Produkte, wollen dann aber doch lieber bei einem Vertreter abschließen, weil sie sich einerseits an diesen im Schadensfall wenden können und andererseits eine gute Beratung schätzen“, sagt Allianz-Chef Michael Diekmann im großen Interview mit der Wirtschaftswoche.

Zu guter Letzt

„Das ganze Gebäude steht kurz vor dem Kollaps…, einziger möglicher Überlebender der fabelhafte Fab“, prophezeite Investmentbanker Fabrice Toure über die Folgen der Schrott-Papiere seines ehemaligen Arbeitgebers Goldman-Sachs. Das Toure heil aus der Finanzkrise rauskommt, ist allerdings unwahrscheinlich – seit gestern steht „Fabulous Fab“ in den USA vor Gericht. WirtschaftsWoche


 

Aktuell im Tagesblog

8 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Die Riester-Rente floppt? Manche Politiker sind schon lustig! So lange die Politik es zulässt, das mit Steuermitteln finanzierte Institutionen mit fragwürdigen mathematischen Berechnungen und Auswertungen im Bereich der Riester-Rente die Verbraucher weiter mit Hilfe der Medien verunsichern, so lange muss man sich nicht wundern, dass weniger Personen diese Förderung nutzen.

  2. Fragwürdige mathemat. Berechnungen? Nun ja, so kann man es auch verharmlosen! Die Riester _ R Ente ist heisse Luft, ein Stück Hoffnung auf Papeir, was in 10 , 20 , 30 Jahren nichts mehr Wert sein wird. Makler, die dieses Produkt noch empfehlen, müssen sich fragen lassen, ob sie noch auf der Seite der Kunden stehen und vor allem, ob Sie das Produkt auch empfehlen würden, wenn es dafür keine Courtage gäbe!!
    Hier nur noch mal in Kürze die Kritikpunkte am Riester – Produkt, aber auch an der Privatisierung der Vorsorge. Die ja mit dem Argument begonnen wurde, die gesetzliche Rente könne keine ausreichende Rente mehr finanzieren und die private kapitalgedeckte Vorsorge sei besser als die umlagefinanzierte Rente. Ein Nachweis für diese Behauptung wurde nie erbracht!
    Die Nachteile:
    Wesentliche Nachteile:

    1.Nachgelagerte Besteuerung ;
    2.Anrechnung an Grundsicherung nach § 41 Abs.2 i.V. §§ 82 ff. des SGB XII; Quelle: Antwortschreiben Bundesministerium f. Arbeit u. Soziales IVb5-96-Stopp/07 vom 20.11.2007)
    3.Keine dynamische Anpassung der Förderung, obwohl durch Steigerung des Gehaltes Sie als Kunde immer mehr selbst zahlen müssen;
    4.Kundengelder sind nicht sicher, siehe Punkt 1 oben- Lohnt sich riestern …; siehe §§ 153, 163, 169, VAG § 89, Satzung Protektor;
    5.Berufsfalle (Wechsel des Status von Angestellten zu Selbständigen und umgekehrt wird nicht berücksichtigt)
    6.alle Nachteile einer privaten Rentenversicherung (Verwendung von Sterbetafeln) treffen auch auf Riester -R ente zu;
    7.Enormer Verwaltungsaufwand durch Datenaustausch mit Zentralstelle, hohe Verwaltungskosten, hohe Abschlußkosten; nicht bekannte Kosten nach Renteneintritt;
    8.Es gibt trotz „staatlicher Förderung“ keinerlei Kontrolle über die Anbieter, etwa über die Form der Geldanlage;
    9.Ihr Kapital ist nicht frei verfügbar, wenn Sie die Förderung behalten wollen;
    10.Eingeschränkter Todesfallschutz; (Ehepartner und „kindergeldberechtigte Kinder“ )
    11.Die Kapitalgarantie bezieht sich nur auf einen Tag vor Rentenbeginn, nicht aber auf die Ansparphase und den Wechsel des Anbieters;
    12.Gläserner Bürger – Sie müssen alle Gehaltsveränderungen melden; Bürokratischer hoher Aufwand ;
    13.In der Auszahlphase ist die Rente pfändbar; in der Ansparphase sind Beiträge pfändbar, welche (noch) nicht gefördert wurden, wie das Urteil des Amtsgerichtes München 12.12.2011 (Az. 273 C 8790/11) belegt;
    14.Sie versichern zwangsweise eine Leibrente ab dem 85. Lebensjahr, also eine lebenslange Rente, was insbesondere bei Bank-,Fonds-, Bauspar-Riestern zu enormen Kosten für die Einmalprämie der Leibrente von ca. 40 % ( Sterbetafel 2004) des Kapitals bei Rentenbeginn führt,

    E. Stopp Versicherungsmakler

  3. Zu Ihren Nachteilen:

    1.) Nachgelagerte Versteuerung: Ja, richtig, idR mit einem niedrigeren Steuersatz, als man ihn während der Sparphase hatte, in der man den Beitrag steuerloch zum Abzug bringe konnte.
    2.) Anrechnung auf Grundsicherung: Richtig, so wie alle Einkünfte im Alter. Das ist auch völlig korrekt, denn ich habe mal gelernt, dass das deutsche Sozialsystem dafür da ist, Notfälle aufzufangen, nicht, dass es ein Versorgungsziel ist. Ich kenne einige Personen die z.B. Hartz IV beziehen. Die wären froh, hätten sie Einnahmen, um das nicht mehr zu müssen.
    3.) Das ist falsch, was Sie behaupten. Wer mehr verdient, hat einen höheren Steuersatz und damit auch einen höheren steuerlichen Effekt (siehe 1.) ). Sie vergessen die steuerliche Forderung, sind damit aber mit einigen Verbraucherschützern in „guter“ Gesellschaft
    4.) Nennen Sie mir mal eine Anlage, bei der Sie 100% ige Sicherheit haben! Vermutlich kommen Sie jetzt mit dem Kopfkissen und den Sparstrumpf, da sind Sie dann wieder in der Gesellschaft von 3.) . Achja, wenn Sie §89 VAG erwähnen, dann schauen Sie sich auch mal die folgenden §§ an, was wann wie viel gekürzt werden dürfte.
    5.) Warum sollte ein Wechsel vom Angestellten zum Selbstständigen nicht berücksichtigt werden? Sowohl die Beitragsfreistellung, als auch das ungeförderte Weitersparen stehen jederzeit zur Verfügung. Ich bin aber bei Ihnen, sollten Sie mit Ihrem Punkt meinen, dass auch Selbstständige direkten Förderanspruch haben sollten. Walter Riester hat das übrigens auch immer geplant gehabt.
    6.) Sterbetafel: Die lebenslange Rentenzahlung ist ein biometrisches Risiko, dass nur durch Rentenversicherer getragen werden kann (wenn man nicht gerade Multimillionär ist). Und Risiken müssen kalkuliert werden, dazu dienen Sterbetafeln. Übrigens gibt es die auch für Risikolebensversicherungen und Krankenversicherungen.
    7.) Hohe Verwaltungskosten: Interessant ist ja, das immer wieder behauptet wird, Riester-Renten hätten pauschal höhere Kosten, als Privatrenten. Erstelllen Sie mal eine Gegenüberstellung aller Abieter, die einen vergleichbaren Tarif in der 2. und der 3. Schicht anbieten und beweisen Sie Ihre Aussagen, anstatt nur Behauptungen aufzustellen.
    8.) Das konkretisieren Sie mal bitte
    9.) Keine freie Kapitlverfügbarkeit: Ersten ist das pauschal nicht richtig, Sie wissen genau, dass bis zu 30% förderunschädlich kapitalisiert werden können. Ausserdem ist das Ziel der Riester-Rente eine lebenslange Rentenzahlung. Die Riester-Rente ist kein Sparvertrag, um sich zum Zeitpunkt x irgend etwas kaufen zu können. Wer das nicht möchte, muss ja nicht riestern und hat in der 3. Schicht passende Alternativen zur Verfügung.
    10.) Eingeschränkter Hinterbliebenenbegriff: Ja, richtig, ähnlich wie in der bAV. Es geht hier um die lebenslange Rentenzahlung des Sparers, nicht primär, obwohl möglich, um eine Witwen(r)- und Waisenabsicherung. Dafür gibt es Alternativen wie z.B. eine Risikoleben.
    11.) Wer weiß, wie man den Anbieter richtig wechselt, hat die volle (mindestens) Beitragsgarantie auch in diesem Fall bei Rentenbeginn.
    12.) Gläserner Bürger, weil man sein Eigenbeitrag dem Gehalt (zumindest bis € 52.250.-) melden muss? Klar, weder Rentenversicherungsträger noch das Finanzamt wissen etwas von Ihrem veränderten Einkommen 😉
    13.) Richtig. Übrigens erfreulich, dass Sie einer der wenigen sind, die das Pfändungsthema korrekt darstellen. Wo ist aber die Relevanz? Sind Kapitalerträge und/oder z.B. Mieterträge nicht pfändbar?
    14.) Korrekt, deshalb sind diese Riester-Tarifarten nur in den wenigsten Fällen sinnvoll. Toll, das wir da übereinstimmen.

    Viele Grüße

    Joachim Haid
    Versicherungsmakler, der seinen Mandanten selbstverständlich auch die Riester-Rente anbietet.

  4. Herr Haid, es sind nicht meine Nachteile, sondern die Nachteile der Riester – R Ente, bezogen auf alle Produktvarianten, die es von Riester – R Enten gibt !!
    Zu 1. Niedriger Steuersatz im Rentenbezug? Reine Spekulation, oder kennen Sie den Steuersatz im Jahr 2030 ? Und den Freibetrag, bis zu dem keine Steuer erhoben werden?
    ZU2. Anrechnung an Grundsicherung, richtig. Aber ich habe noch nicht einen einzigen Mandanten gehabt, der mir einer bestehenden Riester R Ente zu mir und diesen Umstand kannte. Als Makler sehe ich es als meine Pflicht an, den Kunden diesen Umstand schriftlich mitzuteilen. Die meisten Kunden- vor allem im Osten bei mind. 20 % weniger Lohn, langen Zeiten von Kurzarbeit , Arbeitslosigkeit – fallen in die Grundsicherung.
    ZU3. Ihr Ansatz ist falsch !!! Weil der Steuervorteil begrenzt ist! Die Förderung von 154 € , sowie der Kinderzulage ändern , erhöhen sich nicht.
    Zu 4 Kundengeldsicherheit. Es ist sicher , das nichts sicher ist. Wenn Sie zu diesem Punkt nichts anderes zu sagen haben, dann sollten Sie einfach schweigen und das Produkt nicht empfehlen. Wie die bisherigen Ergebnisse aller privaten LV / Rentenversicherungen zeigen, haben ca. 80 – 90 % aller Kunden ein Minus in Ihrem Vertrag, das auch nach 10 – 12 Jahren. Da es keine Kundengeldsicherheit gibt, die Renditeaussichten mager bis negativ sind, ist der Beweis, dass kapitalgedeckt eben keinesfalls besser als Umlagefinanziert ist. Die Riester R Ente ist das Geschenk an die Arbeitgeber nach Wegfall der steuerfreien KLV. Keine eigenen Beiträge und ständiges Absinken des Beitragssatzes zur gesetzl. Rentenversicherung und somit Kürzung der staatlichen Rente. Das ist von Menschen, Lobbysten. Politikern, Abgeordneten gemacht, die sich selbst fürstlich aus der Staatskasse bedienen. Die Riester Rente mit Ihren Kürzungsfaktoren in der Rentenformel ist daher auch politisch eine Fehlkonstruktion zum Nachteil aller Pflichtversicherten.
    Zu 5 Schade, dass das nicht begriffen haben. Ihr Problem. Es gibt die Berufsfalle, weil man Riester Vertrag nicht in Rürup und den Rürup Vertrag nicht Riester –Vertrag umwandeln kann. Man bechte, Neuvertrag= Neue Abschlusskosten.
    Zu 6 Renten-Versicherungen –Sterbetafeln und deren Gewinne beim Anbieter. Eine völlig falsche Konstruktion durch den Gesetzgeber, als Geschenk an den GDV. Eine Zwangs- Biometrische-. Absicherung, den Rentenbezug nach 85 Jahren zu versichern. Weder der Wähler, noch der Kunde wurde gefragt , ob er das will. Beide bezahlen es aber, sehr teuer !!
    ZU 7. Ist nicht meine Aufgabe. Das diese Kosten wesentlich höher sind, wird Ihnen jeder Innendienstmitarbeiter einer Versicherung bestätigen können.
    Zu 8. Auch nicht meine Aufgabe. Ob vom Kundengeld grieschiche Staatsanleihen oder bei Fonds ( DWS ) Kriegsgeräte , Bomben finanziert werden, erfährt der Kunde niemals, er wird auch nicht gefragt. Dazu gibt es dutzende Beispiele, gerade bei DWS Fonds.
    Zu 9 Das Ziel wurde weder vom Wähler, noch vom Kunden vorgegeben, noch gewünscht, noch verlangt- eine Lebenslange Rente. Es ist ein staatliche Zwangsmaßnahme. Aus dem Nettolohn Geld abzweigen. Grungesetzwidrig. Und es ist der eigentliche Grund der Riester R Ente: Freie Verfügung über die Kundengelder durch das Komplott zwischen Staat, Banken und Versicherungen zum Nachteil der Bürger. Als nun bald 51 Bundesstaat der USA wird das Spargeld der Deutschen in den USA sicher gern gesehen.
    Zu 10 Risiko – Leben ? Wieder Kosten aus dem Netto-Lohn des Pflichtversicherten- als hätte der unbegrenzte Einnahmen.
    ZU 11 Unsinn, weil die Garantie auf die Beiträge nur an einem Tag gilt, dem Rentenbezug. Und weil die Anbieter sicher kreativ genug sind, sich den Wechsel von einem Anbieter zum anderen bezahlen zu lassen.
    Zu 12 Gläserner Bürger. Weil jeder Beteiligten nun weiss, dass Sie riestern und dies dann bei Grundsicherung, sonstiegn Sozialleistungen angerechnet wird. Und der Staat genau sieht, wer riestert, wie viel riestert und was er dann noch an Rentenkürzung durchführen kann, sieh Anrechnung Grundsicherung.
    Zu 13. Pfändung: Die Relevanz ist, weil es alle Medien, Anbieter !!!! und auch viele Makler falsch darstellen. Die Relevanz im Osten ist erheblich und es gehört der Vollständigkeit zur Ausstellung der Nachteile hinzu.
    Zu14. Ja, eben eine biometrische Fehlkonstruktion der Riester R Ente insgesamt, weil sie versichert, was keiner will, was keiner braucht, was nie ein Kunde gefragt wurde: Sie wollen als das Risiko absichern, wesentlich älter als 85 Jahre zu werden? Toll. Da habe ich das passende Produkt: Eine Riester – R – Ente !!!
    Das Schlimmste an der Riester R Ente sind die Lügen, die Volksverdummung, die absichtlich herbeigeführte Privatisierung der Vorsorge. Und wenn dann Makler auf den Oberlobbyisten Raffelhüschen verweisen, dann frage ich mich, ob diese Kollegen wirklich lesen können und sich schon mal mit dem SGB bzw. Staatliche Rente befasst haben? Aber wie meint AFW nach einer Makler-Umfrage: 42 % der Makler würden Schwarz-Gelb wählen. Ja, klar die Lobbyisten der Konzerne, der Banken und Versicherungen, der Stromkonzerne, des Profites und der Privatisierung.
    Und die Umsatzbringer für alle Arten von Vermittlern.
    Die Liste der Nachteile erhält jeder Interessent zum Thema Altersvorsorge von mir schriftlich- bisher hat danach keiner mehr eine Riester R Ente gewollt und das ist gut so- für die Kunden. Ich verzichte auf diese Courtage und kann meinen Mandanten immer in die Augen sehen.
    Wussten Sie , dass die SPD als Partei bei jedem Riester Abschluss ein Überweisung auf Ihr Parteikonto erhält?

    Buchempfehlung: H. Balodis / D. Hühne
    „ Die Vorsorge Lüge Wie Politik und Rentenversicherungen uns in die Altersarmut treiben. „ Econ Verlag
    E.S. Versicherungsmakler Der seinen Mandanten von Rürup und Riester R Enten abrät.
    Es ist nichts anderes als eine Wette.

  5. Korrektur bzw. Ergänzung zu meinem Kommentar:
    “ Da es keine Kundengeldsicherheit gibt, die Renditeaussichten mager bis negativ sind, ist der Beweis, dass kapitalgedeckt eben besser als Umlagefinanziert sei, nicht erbracht. Muss es heissen !

  6. Herr Stopp, wir können hier gerne diskutieren, aber nur, wenn Sie auf der fachlichen Ebene bleiben. Aussagen wie „schade, dass Sie es nicht verstanden haben, Ihr Problem“ sind nicht wirklich professionell.

    Natürlich kenne ich die Steuergesetzgebung im Jahr 2030 nicht. Eine Beratung ist immer nur auf Basis der aktuellen Gesetzeslage möglich und diese zeigt, dass idR der Steuersatz im Alter niedriger ist, als während des Berufslebens.

    Das Sie Ihre Mandanten darauf hinweisen, dass die Riester-Rente der Grundsicherung angerechnet wird, ist doch super. Diesen Hinweis müssen Sie natürlich bei allen Anlageformen bringen. Wenn das einer der Gründe für Sie ist, weshalb Ihre Mandanten keine Riester-Rente machen, vermute ich, dass Sie lediglich Sachmakler sind?

    Der Steuervorteil ist durch die Steuerprogression und den maximalen Steuersatz begrenzt, richtig. Dennoch ist es Fakt, dass jemand mit € 50.000.- zu versteuerndem Einkommen einen höheren Steuervorteil aus der Riester-Rente hat als jemand mit € 30.000.- zu versteuerndem Einkommen.

    Gerade bei der Riester-Rente ist es in vielen Fällen eben nicht so, dass die Kunden nach 10 Jahren noch im Minus sind. Ich habe, selbst wenn man die Beitragszahlung ohne Förderung berücksichtigt, viele Fälle auf dem Tisch gehabt, bei denen die Kunden im Plus sind – trotz Abschluss- und Verwaltungskosten. Betrachtet man dann, dass die Eigenbeiträge auf Grund von Zulagen und Steuervorteilen deutlich niedrigerer waren, ergibt sich häufig ein noch positiveres Bild.

    Mir ist durchaus bekannt, dass eine Riester-Rente nicht in eine Rürup-Rente portiert werden kann. Dennoch hat der Selbstständige, der vorher sozipflichtig beschäftigt war, die von mir beschriebenen Möglichkeiten. Wie erwähnt, würde ich es aber auch sehr begrüßen, wenn Selbstständige und Freiberufler direkten Förderanspruch hätten.

    Es geht nicht um die Absicherung der Rentenzahlung ab dem 85. Lebensjahr, sondern um lebenslange Rentenzahlungen ab Rentenbeginn. Wenn ein Kunde dies nicht wünscht, ist eine Rentenlösung für ihn nicht das richtige. Dann hat er diverse Alternativen zur Verfügung. Im Umkehrschluss ist dies aber kein Grund, pauschal negativ zur Riester-Rente eingestellt zu sein. Welche Art von „Geschenk“ eine Sterbetafel für den GDV sein soll, erschließt sich mir nicht.

    Ihre Aussage, dass der Nachweis Ihrer pauschalen Behauptung nicht Ihre Aufgabe ist, halte ich für unprofessionell. Entweder man kann eine Behauptung beweisen, oder man hält sich mit entsprechenden Aussagen zurück.

    Interessant finde ich es auch, wenn Sie eine Aussage treffen (keine Kontrolle der Anbieter) und meine Nachfrage, dies zu konkretisieren mit „nicht meine Aufgabe“ beantworten. Einverstanden, dann diskutieren wir über diesen Punkt eben nicht.

    Bei den restlichen Ausführungen drehen Sie sich im Kreis und ich finde keine neuen, oder konkretisierten Aussagen, zu denen ich nicht bereits etwas geschrieben habe.

    Eine Frage habe ich zum Schluss aber noch an Sie:

    Sie kritisieren sehr viel, das ist Ihr gutes Recht. Aber wer kritisiert, muss auf der anderen Seite auch sinnvolle Alternativen bieten. Was sind denn die Alternativen, die Sie anbieten?

  7. Die Riester R Ente hat eklatante Schwächen, wie die nicht vorhandene Kundengeldsicherheit, auf dieses schwerwiegende Problem sind Sie nicht eingegangen. Eine positive Rendite für den Kunden ist ein reiner Glücksfall, den ich persönlich noch nicht gesehen habe.
    Ebenso haben Sie die Antwort auf die Frage vergessen: Würden Sie die Riester R Ente auch verkaufen, wenn es dafür keine Courtage gäbe?
    Auch was die Grundsicherung angeht, so verkennen Sie die Bedeutung der Anrechnung bei der Riester R Ente. Jedes andere Produkt kann der Kunde vor dem Rentenbeginn kündigen, die Riester nicht, sofern er die Zulagen erhalten will.
    Es gehört sicher Mut dazu, dem Kunden zu sagen, die Rentenversicherungen sind keine Lösung für den Kunden, für seine Altersvorsorge, weil der Makler damit natürlich Courtage einbüsst. Haben Sie Ihre Mandanten schon mal gefragt, ob sie eine lebenslange Rente überhaupt brauchen, also das Risiko älter als 85 zu werden überhaupt versichern wollen? Auf Ihrer Homepage und Ihrem Webe-Film für die Riester R Ente ist davon nichts zu hören.
    Und es ist nicht meine Aufgabe, Alternativen zur Altersvorsorge zu kreieren, dafür werden ganze Heerschaaren von Politikern, Abgeordneten und Lobbyisten sehr gut ( über ) bezahlt. Die Riester R Ente ist eine Fehlkonstruktion, weil sie vor allem denen nicht hilft, die Hilfe am nötigsten bräuchten. Die Riester R Ente ist eine Wette, auf ein langes Leben ( über 90 bis 95 Jahre) , die die meisten Kunden verlieren werden. Die Verträge sind in 20, 30, 40 Jahren nichts mehr wert, aber da sind Sie vermutlich nicht mehr haftbar für Ihre Beratung zu machen?
    Es ist auch nicht richtig, dass ich nichts zur Kundengeldverwendung geschrieben habe. Gern kann ich Ihnen diverse Meldungen zur Verwendung von Riestergeldern bei DWS Fonds zur Waffenproduktion zusenden.
    Riester ist nichts anders als das Geschenk an die Arbeitgeber, die Anbieter und den Staat.
    Alternativen gibt es genügend, aber diese haben nichts mit Provision / Courtage zu tun, deshalb sehen es viele Vermittler auch nicht als Alternative an.
    Der Ansatz der Riester Rente ist falsch: Die gesetzliche Rente könne eine auskömmliche Rente ( nach SGB sieh Grundsicherung) nicht mehr leisten. Das ist eine Behauptung, die nie bewiesen wurde. Es ist nur Lobbyarbeit der Privatisierer.
    Nur noch ein Wort zum Punkt Professionell: Was nicht Makler –Professionell ist, ist wohl eher Ihre Ansicht, sich nur um die Produkte zu kümmern, die richtig Courtage einbringen. Auf Ihrer Homepage ist nichts von PHV; anderen Sachversicherungen … zu lesen. Sie stellen sich als Riester –Doktor da, sind es aber nicht. Können es auch nicht sein. Weil der Gesetzgeber den Rahmen vorgibt, denn weder der Anbieter noch Sie ändern können. Von welchen Einnahmen ein Makler lebt, ist ganz allein sein Sache. Meine Kunden erfahren die Nachteile der Privaten Vorsorge, alle , ungeschminkt ! Wem der Kunde dann glaubt, welcher Meinung er dann folgt, ist seine Entscheidung.
    Alternativen gibt es :
    Alle zahlen von allem in die Rentenkasse ein! Die Beitragsbemessungsgrenze muss weg, zumindest schrittweise erhöht werden. Der Beitragssatz muss um 1-2 % erhöht werden, es muss bei der paritätischen Zahlung durch AG und AN bleiben. Und die Fremdleistungen müssen durch Steuer, nicht aus der Rentenkasse finanziert werden. Es muss einen Mindestlohn ab 10 € geben, damit stiegen die Beitragseinnahmen der Rentenkasse. Dumpinglöhne, Zeitarbeit, Hartz IV das muss alles weg.
    Und kommen Sie mir nun nicht mit dem Scheinargument, es sei nicht finanzierbar. Rechnen Sie mal die Millionen für Kriegsgeräte (Drohne), die Milliarden für Bankenrettung ( Soffin, ESM , ..) zusammen, davon können Sie über Jahre eine höhere gesetzliche Rente finanzieren, ab 850 € aufwärts. Siehe ARD Story. Die Banken ausser Kontrolle. 74 Milliarden an die Banken!!!
    Ganz nebenbei sei erwähnt, kein Kunde wird gezwungen mit mir ein Makler-Mandat einzugehen. Meine Vorbehalte gegenüber Rürup –und Riester R Enten kann jeder auf meiner Homepage lesen. Viele Kunden kommen aber gerade deswegen zu mir !! Und Sachversicherungen sind ein gutes, für beide Seiten lohnendes Geschäft, dabei erfahren meine Kunden auch die Höhe der Courtage. Fair-Makler ist eben nicht nur ein Name, sondern Inhalt, Firmenphilosophie. E. Stopp Versicherungsmakler

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