Euro: „Generali-Chef setzt auf Telematik in der Autoversicherung“

Mario Greco: „Wir sind sehr interessiert“ / „Faszinierende Möglichkeiten“ auch durch Sammeln von Gesundheitsdaten / Interview mit Wirtschaftsmagazin „Euro“

PRESSEMITTEILUNG – „Euro“ – München. Mario Greco, Vorstandschef des italienischen Versicherungskonzerns Generali, setzt große Hoffnungen auf sogenannte Telematik-Tarife in der Autoversicherung. „Wir sind sehr interessiert an Telematik-Lösungen, da sie sehr fair sind. Der beste Weg, ein Auto zu versichern, ist, zu wissen, was das Auto macht“, sagte Greco im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin “Euro“ (Erscheinungstag 22. Juli).

Bei Telematik-Tarifen wird die Prämienhöhe aus Menge und Art der Fahrzeugnutzung errechnet, beispielsweise aus Laufleistung, Geschwindigkeit und Bremsverhalten. In einigen Ländern gibt es bereits eine breite Palette solcher Tarife am Markt, in Deutschland sind sie zumeist noch im Versuchsstadium.

Zum Sammeln von Gesundheitsdaten via Fitness-App sagte Greco, dies biete „faszinierende Möglichkeiten“. Allerdings sei dies nur für einen „deutlich kleineren Teil“ des Generali-Geschäfts relevant als die Telematik-Auswertungen. Nach früheren Mitteilungen will Generali im ersten Halbjahr 2016 in der Kranken- oder Risikolebensversicherung Tarife einführen, bei denen über spezielle Programme Daten gesammelt und gesunde Lebensführung finanziell belohnt wird. Dies hatte in Deutschland zu heftigen Protesten unter anderem von Datenschützern geführt.

Die Generali Group ist der drittgrößte Versicherer Europas. In Deutschland liegt der Konzern auf Rang vier.