Niedriglohn in Deutschland niedriger als anderswo, Arbeiten bis 67, Allianz Perspektive und Tchibo

Thema des Tages

Jeder Vierte im Niedriglohn Laut IAB-Institut (gehört zur Bundesagentur für Arbeit) verdienen sieben Millionen oder knapp ein Viertel der Deutschen weniger als 9,54 Euro pro Stunde. Dies ist die „Niedriglohn-Schwelle“: sobald zwei Drittel des so genannten „Median“-Lohns  von 14,31 Euro unterschritten werden: Eine Hälfte der Menschen verdient mehr; die andere Hälfte verdient weniger. Zum Vergleich: Bei unserem Nachbarn Dänemark liegt die Niedriglohnschwelle um mehr als sechs Euro höher: Bei 15,80 Euro/Stunde! Spiegel

Gesellschaft & Politik

BDA: Alle sollen bis 67 arbeiten Der Bundesverband der Arbeitgeber (BDA) hält das Rentenalter 65 für langjährig Versicherte, die also 45 Beitragsjahre in der Gesetzlichen Rente zusammen haben, für ein „unsinniges Privileg! FAZ

Versicherungsmarkt

Klare Worte vom Assekuranzdoc „Für platte Polemik gegen zeitgemäße Konzepte ist einfach kein Platz“, schreibt Tagesbriefing-Kolumnist Dr. Peter Schmidt in seiner „Sprechstunde beim Assekuranzdoc“ – und schlägt unter der Überschrift „Deutsche zwischen Garantie und Gier“ eine Bresche für die neuen Altersvorsorgeprodukte ohne Garantiezins. Tipp: Lesen und mitdiskutieren im Tagesbriefing.

Allianz-Rente aus der Perspektive von Franke und Bornberg Der Analystencheck ergibt zur neuen Allianz-Rente „Perspektive“ („RSK“) in etwa das, was man von einer Klassik-Police ohne Zinsgarantie und ohne Garantie-Kosten erwartet: Einen Renditevorsprung, wenn das Zins-Ergebnis später oberhalb von 1,75 Prozent sein sollte. Franke und Bornberg-Chef Michael Franke bringt es auf den Punkt „Der Optimist wählt RSK, der Pessimist wählt RS2 [den Klassiker]“. Die Zahlen auf Versicherungsjournal.de

Krankenzusatz –  von wichtig bis überflüssig Die Fachjournalisten Anja Krüger gibt in der Aachener Zeitung einen Überblick über Krankenzusatz-Policen – was man versichern sollte, was man selbst tragen kann. Aachener Zeitung Vertriebstipp: Ein guter Beitrag für künftige Krankenzusatz-Kunden.

Billig-Zahnersatz: Tchibo ausgebremst Das Landgericht Düsseldorf hat in einem Eilverfahren entschieden, dass Tchibo seine „ZahnCard“-Werbung ändern muss. Zum Beispiel habe Tchibo „irreführend“ bei der Berechnung von Kostenersparnissen mit „Mondpreisen“ verglichen. Procontra

Unternehmen

Zurich unter Verdacht Wenn die New Yorker Versicherungsaufsicht einen Versicherer, hier die Zurich, zu seinem Verhalten gegen Iran-Sanktionen anschreibt, dann meist nicht ohne Grund. Bereits diese Tatsache, dass das „Department of Financial Services“ einen Brief mit Verhaltens-Abfragen an ein Unternehmen schickt, gefährdet (kurz gesagt) das Geschäft der Zurich in den USA. Welt.de

HDI: Bildungsgutscheine für Makler Makler können damit an internen Fortbildungen des HDI, aber auch bei externen Weiterbildungsanbietern, teilnehmen. Kurs

Protektor steht alleine da Der eigens für Versicherer-Pleiten gegründete Versicherer wird seinen Bestand, den der alten Mannheimer Leben, nicht los. Schuld ist der flaue Kapitalmarkt. Außerdem war die Mannheimer Leben nie – und auch niemals annähernd  – pleite. Sondern sie wurde nur vorsichtshalber „protektiert“: Versicherer und ihre Aufsicht sind vorsichtig(er) als Banken! Protektor hat zurzeit allerdings ein betriebswirtschaftlich erklärbares Fixkosten-Problem: Durch sinkende Bestände im „Run-Off“ kehrt sich die Kosten-Skala von Degression in Progression: Vulgo: Die Fixkosten, genauer die Verwaltungskosten, sind zu hoch: 6,3 statt 2,5 Prozent. Mehr Zahlen auf Procontra.

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Surftipps

Sonderwagnis heisst jetz HIS Die Älteren werden sich an die „Sonderwagnis-Datei“ erinnern. Diese heißt jetzt HIS (Hinweis und Informationssystem) und registriert: Sonderwagnisse. Denn an dem Fachbegriff selbst hat nicht nichts geändert. Wie das System im Zusammenhang mit KFZ-Schäden funktioniert, hat Rechtsanwalt Carsten R. Hoenig treffend beschrieben. Kanzlei-Hoenig

Zitat des Tages

„Ich werde heute alle Vorwürfe, die gegen die deutschen Nachrichtendienste erhoben worden sind, zweifelsfrei klären können“, sagte der CDU-Politiker und Kanzleramts-Minister Ronald Pofalla. Spiegel.de

Zu guter Letzt

Deutsche Bank will ihre Bilanz eindampfen Ab 2015 müssen die Großbanken ihre so genannte Leverage Ratio (LR), also das Verhältnis von Bilanzsumme zu Eigenkapital (EK) öffentlich ausweisen. Mit einer derzeitgen LR von 2,1 Prozent liegt Deutschlands größte Bank unter der Zielmarke von drei Prozent, die ab 2018 gelten soll. Die „billigste“ Lösung ist eine geringere Bilanzsumme: Je geringer die Bilanzsumme, desto größer die EK-Quote, mit der die „Deutsche“ zurzeit unter den 18 weltweit größten Banken auf Platz 17 liegt. Süddeutsche


 

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