Anschluss an niedrige Zinsen: ein Fahrplan mit fünf Stationen für die nächste Finanzierungsrunde

Hier finden Sie die Pressemitteilung, das druckfähige Bild und das Foto von Susanne Wolf.

1. Warmup: Wer kann jetzt mit einer Anschlussfinanzierung sparen?


Läuft das bestehende Darlehen in den nächsten zwölf Monaten aus, lassen sich die derzeit niedrigen Zinsen problemlos für die weitere Finanzierung nutzen. Doch auch Immobilienbesitzer, deren Finanzierung schon länger als zehn Jahre läuft, können von den günstigen Konditionen profitieren – selbst wenn damals eine wesentlich längere Zinsbindung vereinbart wurde. Hier kommt das Sonderkündigungsrecht zum Tragen, bei dem keine Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt werden muss.
„Es ist wichtig zu wissen, dass die Zehn-Jahres-Frist nicht mit dem Abschluss des Kreditvertrags beginnt, sondern erst mit der vollständigen Auszahlung der Darlehenssumme“, sagt Susanne Wolf, Spezialistin für Baufinanzierung in Lübeck. „Vor allem, wenn ein Haus gebaut wurde, liegt dazwischen oft eine längere Zeit. Zudem muss der Kreditnehmer eine sechsmonatige Kündigungsfrist beachten“, so Wolf weiter. All jene, deren Finanzierung noch bis zu fünf Jahre läuft, haben ebenfalls die Möglichkeit, sich das jetzige Zinsniveau für die Anschlussfinanzierung in der weiten Zukunft festschreiben zu lassen.

2. Training: Aktiv werden und Routen checken – welche Arten der Anschlussfinanzierung gibt es?


Bild Pressemitteilung Anschlussfinanzierung Mai 2017Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten für die nächste Finanzierungsrunde. Die bequemste ist, bei derselben Bank zu bleiben und mit ihr eine sogenannte Prolongation abzuschließen. In der Regel kommt die Hausbank drei Monate vor Ende der Zinsbindung mit einem entsprechenden Angebot auf ihre Kunden zu – das ist allerdings oftmals nicht das beste. Viele Immobilienbesitzer entscheiden sich daher für ein anderes Kreditinstitut und schulden ihr Darlehen um.
Eine besondere und oft noch unbekannte Option der Anschlussfinanzierung ist das Forward-Darlehen. Damit lassen sich die derzeitigen Zinsen bis zu 66 Monate im Voraus sichern. Der Darlehensbetrag wird hier nicht direkt nach Vertragsabschluss ausgezahlt, sondern erst nach einer bestimmten Vorlaufzeit. Mit dieser sogenannten Forward-Periode sichern sich Kreditnehmer gegen steigende Zinsen ab, sie zahlen allerdings auch einen Aufschlag.
„Für ein Forward-Darlehen, das in einem Jahr ausgezahlt werden soll, beträgt der Zinsaufschlag beispielsweise aktuell knapp 0,2 Prozentpunkte, mit einer Auszahlung in 66 Monaten kommt knapp ein Prozentprozent dazu“, hält Susanne Wolf fest. „Eine Alternative für diejenigen, deren Zinsbindung nur noch etwa ein Jahr läuft, ist ein Darlehen mit späterer Auszahlung. Einige Institute berechnen dafür keine Bereitstellungszinsen. In der Regel bieten die Banken diese Option für maximal zwölf Monate an“, so die Spezialistin für Baufinanzierung weiter.

3. Der passende Copilot: Welche Bank passt zu mir?


Die Verlängerung des Baudarlehens bei der Hausbank hat Vorteile: Der Ansprechpartner dort ist bereits bekannt, das Angebot kommt automatisch per Post und die Unterlagen aus der Erstfinanzierung sind auch bereits hinterlegt. Aber meistens bietet sie nicht den günstigsten erhältlichen Zins an.
Der Wechsel zu einer anderen Bank ist zwar mit etwas mehr Papierkram verbunden, die Suche nach dem besten Angebot erleichtern jedoch Kreditvermittler wie Dr. Klein. Sie können abhängig von den persönlichen Bedingungen und Vorstellungen aus mehreren hundert Banken schnell die jeweils passende Finanzierungslösung ermitteln.

4. Auf dem Prüfstand: Rechnet sich das überhaupt?


Eine Anschlussfinanzierung lohnt sich in der Regel schon ab einer Zinsersparnis von einigen hundert Euro. Die Summe entspricht den Kosten, die für die Umschreibung der Grundschuld für das neue Kreditinstitut entstehen. Gut zu wissen: Einige Banken übernehmen die Kosten dafür. Gehört das gewählte Institut dazu, geht die Rechnung noch schneller.
Ein Beispiel: Bei einer Kreditsumme von 100.000 Euro spart der Darlehensnehmer über die Gesamtlaufzeit mehr als 4.000 Euro, wenn der effektive Jahreszins für sein neues Darlehen 0,23 Prozent günstiger ist als der für die Erstfinanzierung.

5. Boxenstopp: Die Gestaltung der Finanzierung


In der Regel hat sich die Lebenssituation in den letzten fünf bis fünfzehn Jahren verändert – und damit auch die Bedürfnisse des Immobilienbesitzers. Deshalb macht es Sinn, die Anschlussfinanzierung darauf anzupassen. Gab es eine Gehaltserhöhung? Kann damit eine höhere Monatsrate geleistet werden und dadurch eine schnellere Rückzahlung? Oder ist es an der Zeit, die Rate zu senken, um mal wieder in den Urlaub zu fahren? Welche Tilgung ist ratsam?
Auch hier empfiehlt es sich, das Gespräch mit einem Spezialisten zu führen. Er kennt Tipps, berechnet verschiedene Alternativen und berät darüber hinaus auch zu Tilgungshöhe, Monatsrate oder Zinsbindungsfrist. Vielleicht lassen sich auch die Bedingungen für Sondertilgungen und flexible Tilgungssätze verbessern.
Quelle: PRESSEMITTEILUNG

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