Helvetia steigert Gewinn kräftig und wächst dynamisch

PRESSEMITTEILUNG – Die Helvetia Gruppe verzeichnete im ersten Halbjahr 2015 eine sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung – auch dank der erfolgreichen Akquisitionen von Nationale Suisse und Basler Österreich im vergangenen Jahr. Das Ergebnis aus Geschäftstätigkeit stieg um 12 Prozent auf CHF 221 Mio. Das Geschäftsvolumen legte um 15 Prozent (in Originalwährung) auf CHF 5‘294 Mio. zu. Die Kapitalausstattung zeigt sich weiterhin solide mit einer Solvenz I von 200 Prozent. Ebenso liegt die SST-Quote unverändert in der Bandbreite von 150 bis 200 Prozent.

Die wichtigsten Kennzahlen für das erste Halbjahr 2015 im Überblick:

  • Ergebnis aus Geschäftstätigkeit* nach Steuern: CHF 220.9 Mio. (1. Halbjahr 2014: CHF 196.9 Mio.; +12.2 Prozent)
  • IFRS-Ergebnis nach Steuern (inkl. Akquisitionseffekte): CHF 161.8 Mio. (1. Halbjahr 2014: CHF 196.9 Mio.; -17.8 Prozent)
  • Geschäftsvolumen: CHF 5 293.6 Mio. (2014: CHF 4 812.7 Mio.; +15.1 Prozent in Originalwährung)
  • Solvenz I: 200 Prozent (2014: 216 Prozent)
  • Combined Ratio (netto): 92.4 Prozent (1. Halbjahr 2014: 94.0 Prozent)
  • Eigenkapital (ohne Vorzugspapiere): CHF 4 391.4 Mio. (2014: CHF 4 963.1 Mio.)

Weitere Kennzahlen inklusive Kommentare finden Sie im Anhang.

Zusätzliche Vorbemerkungen: Das IFRS-Periodenergebnis von Helvetia ist nach den Akquisitionen durch temporäre Sondereffekte erheblich verzerrt. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2017 stellt Helvetia daher das sogenannte «Ergebnis aus Geschäftstätigkeit» in den Vordergrund, das diese temporären Effekte eliminiert und daher die operative Entwicklung der neuen Helvetia Gruppe widerspiegelt. Im Zuge der Akquisitionen hat Helvetia ihre Organisationsstruktur angepasst und verfügt nun über die Marktbereiche «Schweiz», «Europa» und «Specialty Markets» sowie über Gruppen-Funktionen («Corporate»). Im ersten Semester 2015 berichtet Helvetia erstmals entlang der darauf abgestimmten IFRS-Segmente, fokussiert in der Rechnungslegung aber auch wie bisher auf die Geschäftsbereiche «Nicht-Leben», «Leben» und «Übrige Tätigkeiten».

Helvetia weist für das erste Halbjahr 2015 eine starke Geschäftsentwicklung aus, die massgeblich durch die erfolgreichen Akquisitionen von Nationale Suisse und Basler Österreich im Vorjahr geprägt wurde. Stefan Loacker, CEO der Helvetia Gruppe, zeigt sich sehr erfreut: «Insgesamt blickt Helvetia auf ein ebenso intensives wie erfolgreiches erstes Halbjahr 2015 zurück. Die Integration der neuen Unternehmensteile kommt sehr gut voran. Mit den erreichten Resultaten sind wir finanziell und strategisch voll auf Kurs.»

Kräftiger Gewinnanstieg dank besserer Technik und Zukäufen

Die Versicherungsgruppe erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2015 ein Ergebnis aus Geschäftstätigkeit* von CHF 220.9 Mio. nach Steuern. Dies entspricht einem Plus von 12.2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das temporär massgeblich von buchhalterischen Akquisitionseffekten beeinflusste IFRS-Ergebnis belief sich auf CHF 161.8 Mio. (Vorjahr: CHF 196.9 Mio.).

Insbesondere das Nicht-Lebengeschäft trug mit einem Gewinnanstieg von 45.6 Prozent zur Ergebnissteigerung bei. Dank einem besseren versicherungstechnischen Verlauf und dem akquisitionsbedingt höheren Volumen konnte ein Gewinn aus Geschäftstätigkeit von CHF 158.2 Mio. erwirtschaftet werden. Die Netto Combined Ratio verbesserte sich bedingt durch einen tiefen Schaden- und einen stabilen Kostensatz auf 92.4 Prozent (Vorjahr: 94.0 Prozent). Damit wurde versicherungstechnisch der beste Wert der letzten fünf Jahre erzielt. Alle Ländermärkte erreichten zudem eine Combined Ratio unter 100 Prozent.

Auch im Geschäftsbereich Leben wurde das Ergebnis aus Geschäftstätigkeit in einem schwierigen Anlageumfeld um 18 Prozent auf CHF 84.9 Mio. gesteigert. Neben einem stabilen Risikoergebnis resultiert die Verbesserung hauptsächlich aus den im Vorjahresvergleich geringer ausfallenden Aufwendungen für zinsbedingte Nachreservierungen.

Einzig das Ergebnis des Bereichs Übrige Tätigkeiten fiel mit CHF -22.2 Mio. unter den Vorjahreswert. Diese Entwicklung ist in erster Linie auf das tiefere Ergebnis der Gruppenrückversicherung sowie akquisitionsbedingte Zusatzeffekte zurückzuführen.

Nach Segmenten stammte der grösste Ergebnisbeitrag einmal mehr aus dem Heimmarkt Schweiz, wo der Gewinn um 45.8 Prozent auf CHF 169.1 Mio. anstieg. Aber auch die Marktbereiche Europa (CHF 53.6 Mio., +4.8 Prozent) und Specialty Markets (CHF 20.1 Mio., +46.0 Prozent) konnten deutlich zulegen.

Dynamisches Wachstum getrieben von Akquisitionen

Im ersten Halbjahr 2015 verzeichnete Helvetia als Folge der Übernahmen einen Anstieg des Geschäftsvolumens in Originalwährung um 15.1 Prozent auf CHF 5’293.6 Mio. Kräftige Wachstumsimpulse setzte das lukrative Nicht-Lebengeschäft, das in Originalwährung um rund 50 Prozent zulegte. Das Geschäftsvolumen in der Lebensversicherung lag aufgrund der Drosselung des traditionellen Geschäfts in Originalwährung um 3.4 Prozent unter dem Vorjahreswert, entwickelte sich bei den anlagegebundenen Produkten jedoch positiv.

Geographisch betrachtet erzielte Helvetia im Marktbereich Schweiz mit +15.3 Prozent den grössten Zuwachs. Auch der Marktbereich Europa konnte in Originalwährung um 9.7 Prozent zulegen; in CHF ausgedrückt sank das Geschäftsvolumen dagegen um 5.9 Prozent als Folge der Aufhebung des Euro-Mindestkurses. Im Marktbereich Specialty Markets generierte Helvetia mit einem Wachstum von +36.7 Prozent in Originalwährung im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls ein signifikant höheres Volumen. Dieses war massgeblich getrieben durch die Erstkonsolidierung des Portfolios von Nationale Suisse.

Anlageergebnis von Zinsumfeld und Währungseffekten beeinflusst

Das Ergebnis aus Finanzanlagen und Liegenschaften der Gruppe betrug CHF 521.7 Mio. und blieb, bedingt durch die negative Wechselkursentwicklung, unter dem Vorjahr (CHF 582.1 Mio.). Die direkten Erträge gingen von CHF 510.1 Mio. leicht auf CHF 503.2 Mio. zurück. Die direkte Rendite nahm um etwa 40 Basispunkte auf annualisierte 2.3 Prozent ab. Diese Entwicklung ist in erster Linie auf die extrem tiefen Renditen auf Neu- und Wiederanlagen in festverzinsliche Wertpapiere zurückzuführen.

Weiterhin solide Kapitalausstattung

Helvetia verfügt weiterhin über eine solide Kapitalposition mit einer Solvenz-I-Quote von 200 Prozent per 30. Juni 2015 und einer SST-Quote in der Bandbreite von 150 bis 200 Prozent per Jahresende 2014. Allerdings ging das Eigenkapital von CHF 4’963.1 Mio. per Ende 2014 auf CHF 4‘391.4 Mio. zurück. Hauptgründe hierfür waren im Vorjahresvergleich geringere nicht realisierte Gewinne und Verluste, Währungseffekte bei der Umrechnung des Eigenkapitals der europäischen Markteinheiten sowie die Veränderung der Vorsorgeverpflichtungen in der Schweiz. Die annualisierte Eigenkapitalrendite auf Basis des Halbjahresergebnisses aus Geschäftstätigkeit betrug 8.6 Prozent.

Integration voll auf Kurs

Helvetia verbuchte im ersten Halbjahr 2015 wichtige Erfolge in der Integration von Nationale Suisse und Basler Österreich: Die gemeinsame Führungsorganisation ist in allen Markteinheiten etabliert. Im zweiten Quartal hat Helvetia die rechtliche und finanzielle Übernahme von Nationale Suisse abgeschlossen, die operativen Rechtseinheiten in der Schweiz sind fusioniert. In Österreich fand die Fusion von Helvetia und der Basler im August statt. Seit 1. Mai 2015 ist in der Schweiz die integrierte Produktepalette mit attraktiven Versicherungs- und Vorsorgelösungen unter der Marke Helvetia eingeführt. Der gemeinsame Verkaufsstart unter einer Marke ist auch in Deutschland und Österreich bereits umgesetzt. Italien und Spanien werden ab der zweiten Jahreshälfte gestaffelt folgen. Die rechtlichen Fusionen in diesen beiden Markteinheiten und in Deutschland sind bis Ende 2016 vorgesehen. Aufgrund von Personal- und Sachkosteneinsparungen wurden bereits erste Synergien in Höhe von CHF 15 Mio. realisiert, womit mehr als die Hälfte des Synergieziels für 2015 erreicht ist. Insgesamt ist die Integration damit voll auf Kurs.

*Das Ergebnis aus Geschäftstätigkeit ist bereinigt um Integrationskosten sowie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Abschreibungen aufgrund von Neubewertungen von verzinslichen Wertpapieren zu Marktwerten und anderen einmaligen Effekten aus den Akquisitionen. Das Ergebnis aus Geschäftstätigkeit ist keine IFRS-Kennzahl, es ist jedoch von den IFRS-Zahlen abgeleitet.