Swiss Re erzielt in den ersten neun Monaten 2016 einen guten Gewinn von 3,0 Mrd. USD; startet Aktienrückkaufprogramm

  • Gutes Ergebnis der Gruppe von 3,0 Mrd. USD dank solidem Underwriting und starkem Anlageergebnis; alle Geschäftseinheiten trugen positiv zum Resultat bei
  • Property & Casualty Reinsurance erzielt 1,5 Mrd. USD Gewinn und 16,1% Eigenkapitalrendite (ROE)
  • Life & Health Reinsurance erwirtschaftet 635 Mio. USD Gewinn und 12,5% ROE
  • Corporate Solutions weist Gewinn von 150 Mio. USD und 8,6% ROE aus
  • Life Capital erzielt 726 Mio. USD Gewinn und generiert liquide Mittel von brutto 364 Mio. USD sowie 14,5% ROE
  • Swiss Re startet öffentliches Aktienrückkaufprogramm am 4. November 2016

PRESSEMITTEILUNG – Zürich: Swiss Re weist für die ersten neun Monate 2016 einen Gewinn von 3,0 Mrd. USD aus, trotz schwierigem Marktumfeld. Alle Geschäftseinheiten trugen positiv zu diesem guten Ergebnis bei. Der Gewinn von Property & Casualty Reinsurance lag in den ersten neun Monaten 2016 dank solidem Underwriting bei 1,5 Mrd. USD. Life & Health Reinsurance erzielte einen Gewinn von 635 Mio. USD und zeigte eine anhaltend gute Performance. Corporate Solutions verzeichnete nach profitabler Geschäftsentwicklung einen Gewinn von 150 Mio. USD. Life Capital erzielte dank Kapitalanlagen und zugrunde liegendem Wachstum einen Gewinn von 726 Mio. USD. Swiss Re startet ihr öffentliches Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 1,0 Mrd. CHF am 4. November 2016.

Christian Mumenthaler, Group Chief Executive Officer von Swiss Re: «In einem für die gesamte Branche weiterhin sehr anspruchsvollen Umfeld haben wir in den ersten neun Monaten dieses Jahres gute Ergebnisse erzielt. Unsere Resultate belegen einmal mehr, dass wir dank unserer UnderwritingDisziplin und unserer differenzierten Marktstellung für langfristigen Erfolg gut positioniert sind. Wir konzentrieren uns auch weiterhin auf profitables Wachstum. Darüber hinaus adressieren wir aber auch Deckungslücken in Regionen, in denen Menschen noch immer nicht versichert sind. Man denke nur an die tragischen Erdbeben in Italien – einem Land, in dem durchschnittlich nur knapp über 1% der Wohnhäuser gegen Erdbeben versichert sind. Diese Art Deckungslücken gilt es zu schliessen, wobei uns Innovation und Technologie helfen werden.»

Gute Konzernergebnisse in den ersten neun Monaten 2016 trotz schwierigem Marktumfeld

Swiss Re weist für die ersten neun Monate einen guten Gewinn von 3,0 Mrd. USD aus, gegenüber 3,7 Mrd. USD im gleichen Zeitraum 2015. Wesentlich zum Ergebnis beigetragen haben grosse und massgeschneiderte Transaktionen sowie ein gutes Anlageergebnis. Das Resultat wurde allerdings teilweise von grossen Naturkatastrophen-Schäden und dem schwierigen Marktumfeld beeinträchtigt.

Die annualisierte Eigenkapitalrendite (ROE) der Gruppe belief sich in den ersten neun Monaten auf 11,6% (9M 2015: 14,5%) bei einem Ergebnis je Aktie (EPS) von 9.15 USD oder 8.97 CHF, gegenüber 10.69 USD oder 10.19 CHF im Vorjahreszeitraum.

Die verdienten Prämien und Honorareinnahmen der Gruppe erhöhten sich um 9,6% auf 24,7 Mrd. USD (gegenüber 22,6 Mrd. USD). Bei konstanten Wechselkursen stiegen die Prämien und Honorareinnahmen um 11,8%, vor allem aufgrund grosser und massgeschneiderter Transaktionen in ausgewählten Märkten und Geschäftssparten. Der Schaden-Kosten-Satz lag in den ersten neun Monaten bei 94,8% (gegenüber 85,7%).

Die annualisierte Rendite auf Kapitalanlagen (ROI) der Gruppe war mit 3,6% weiterhin gut (gegenüber 3,8%). Die Nettoerträge aus Kapitalanlagen beliefen sich auf 2,8 Mrd. USD (gegenüber 2,7 Mrd. USD), unterstützt durch eine erhöhte Kapitalbasis aufgrund grosser Transaktionen und Akquisitionen.

Das Eigenkapital stieg von 32,4 Mrd. USD Ende Dezember 2015 auf 37,4 Mrd. USD per 30. September 2016. Der Buchwert je Aktie belief sich Ende September 2016 auf 112.90 USD oder 109.40 CHF, verglichen mit 95.98 USD oder 96.04 CHF Ende Dezember 2015. Die Gruppe ist weiterhin gut kapitalisiert und die SST-Quote liegt deutlich über der Risikotoleranzgrenze von Swiss Re.

P&C Re erzielt gutes Ergebnis mit 1,5 Mrd. USD Gewinn; 16,1% ROE

Der Gewinn von P&C Re sank in den ersten neun Monaten aufgrund höherer Naturkatastrophenschäden vor allem im zweiten Quartal und einer weniger günstigen Vorjahresentwicklung auf 1,5 Mrd. USD (gegenüber 2,3 Mrd. USD im Vorjahreszeitraum). Die annualisierte Eigenkapitalrendite für die ersten neun Monate belief sich auf 16,1% (gegenüber 23,5%).

Die verdienten Nettoprämien erhöhten sich um 11,8% auf 12,7 Mrd. USD (gegenüber 11,4 Mrd. USD). Swiss Re betrieb diszipliniertes Underwriting; das Wachstum wurde durch grosse und massgeschneiderte Transaktionen in den USA und Europa generiert.

P&C Re verzeichnete für die ersten neun Monate einen Schaden-KostenSatz von 93,8% (gegenüber 84,5%); dazu beigetragen haben eine höhere Schadenbelastung, einschliesslich der Waldbrände in Fort McMurray, Kanada, und eine Reihe von landwirtschaftlichen Schäden in Europa sowie rückläufige Marktkonditionen und eine negative Schadenentwicklung im Vergleich zum Vorjahr.

L&H Re weist 635 Mio. USD Gewinn aus; 12,5% ROE

Der Gewinn von L&H Re sank für die ersten neun Monate auf 635 Mio. USD gegenüber 781 Mio. USD für denselben Zeitraum in 2015, der von günstigen Wertberichtigungen profitierte. Die Eigenkapitalrendite lag bei 12,5% (gegenüber 17,4%) und somit über dem Ziel von Swiss Re von 10–12%.

Die verdienten Prämien und Honorareinnahmen konnten in den ersten neun Monaten um 8,7% auf 8,5 Mrd. USD (gegenüber 7,8 Mrd. USD) gesteigert werden. Dieses Wachstum konnte aufgrund gesteigerter Prämien aus Neugeschäft in allen Regionen sowie grossen Bestandstransaktionen, besonders in den USA, erzielt werden.

Corporate Solutions mit 150 Mio. USD Gewinn; 8,6% ROE

Corporate Solutions wies in den ersten neun Monaten 2016 einen Gewinn von 150 Mio. USD aus (gegenüber 337 Mio. USD im Vorjahreszeitraum). Das Ergebnis 2016 wurde durch grosse Man-made-Schäden im HUKGeschäft belastet. Dieser Effekt wurde allerdings durch eine günstige Geschäftsentwicklung in den meisten anderen Sparten sowie durch Erträge aus Kapitalanlagen ausgeglichen. Die Eigenkapitalrendite betrug 8,6% (gegenüber 19,4%).

Die verdienten Prämien stiegen in den ersten neun Monaten 2016 um 2,9% auf 2,6 Mrd. USD, bedingt durch die im ersten Quartal 2016 vollzogene Akquisition von IHC Risk Solutions. Der Schaden-Kosten-Satz stieg in den ersten neun Monaten auf 99,3% (gegenüber 91,2%).

Durch das kürzlich angekündigte Joint Venture mit Bradesco Seguros S.A., das noch von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden muss, wird in Brasilien ein führender Industrieversicherer entstehen. Zudem hat Corporate Solutions eine Lizenz in Hongkong erhalten, die es erlaubt, in Hongkong und Taiwan eine breite Palette von Versicherungsprodukten anzubieten.

Life Capital erzielt gute Performance mit 726 Mio. USD Gewinn; 14,5% ROE

Die am 1. Januar 2016 neu formierte Geschäftseinheit Life Capital verwaltet geschlossene und offene Lebens- und Krankenversicherungsbestände von Swiss Re, einschliesslich das bestehende Admin Re®-Geschäft sowie das Lebenserstversicherungs- und das Krankenversicherungsgeschäft. Vergleichende Finanzinformationen wurden angepasst, um den Einschluss des ehemals von L&H Re gemanagten Lebenserstversicherungs- und Krankenversicherungsgeschäfts abzubilden.

In den ersten neun Monaten 2016 wies Life Capital einen Gewinn von 726 Mio. USD aus (Vorjahreszeitraum: 273 Mio. USD). Das Ergebnis schliesst für 2016 den Beitrag von Guardian Financial Services mit ein, deren Übernahme Anfang Januar vollzogen wurde. Der Gewinn stieg aufgrund der Anlageperformance, vor allem aus dem Guardian-Portefeuille, und dem soliden operativen Geschäftsergebnis. Die Eigenkapitalrendite betrug in den ersten neun Monaten dank höherem Gewinn 14,5% (gegenüber 6,2%).

Die verdienten Prämien und Honorareinnahmen stiegen in den ersten neun Monaten auf 898 Mio. USD (gegenüber 825 Mio. USD).

Die generierten liquiden Mittel beliefen sich in den ersten neun Monaten 2016 auf 364 Mio. USD brutto (gegenüber 265 Mio. USD ein Jahr zuvor) – trotz der Belastung durch tiefere Zinssätze in Grossbritannien.

Gute Konzern-Performance im dritten Quartal

Die Gruppe wies für das dritte Quartal einen Gewinn von 1,2 Mrd. USD aus (Q3 2015: 1,4 Mrd. USD). Die Nettoerträge aus Kapitalanlagen beliefen sich für das Quartal auf 916 Mio. USD. Die Rendite auf Kapitalanlagen der Gruppe war mit 3,5% (gegenüber 3,2%) gut, vor allem dank Nettoerträgen aus Kapitalanlagen, insbesondere festverzinslichen Anlagen, Aktien und alternativen Anlagen, sowie realisierten Nettogewinnen aus Veräusserungen von festverzinslichen Wertschriften und Aktien.

Der Gewinn von P&C Re sank auf 678 Mio. USD (gegenüber 1,0 Mrd. USD) aufgrund einiger landwirtschaftlicher Schäden in Europa, weniger positiven Vorjahresentwicklungen und sich abschwächenden Marktbedingungen. Die Eigenkapitalrendite für das dritte Quartal belief sich auf 21,6%. Die verdienten Nettoprämien stiegen auf 4,6 Mrd. CHF. Der SchadenKosten-Satz lag bei 87,9% (gegenüber 77,7%).

L&H Re verzeichnete einen Gewinn von 218 Mio. USD (gegenüber 272 Mio. USD). Die Eigenkapitalrendite für das dritte Quartal sank von 18.8% auf 11,6%. Die verdienten Nettoprämien stiegen auf 2,8 Mrd. USD, vor allem aufgrund des Wachstums in Nord- und Südamerika sowie in Asien.

Corporate Solutions erzielte im dritten Quartal einen Gewinn von 95 Mio. USD (Q3 2015: 89 Mio. USD). Die Eigenkapitalrendite für das Quartal belief sich auf 16,5%. Die verdienten Nettoprämien erhöhten sich um 7,3% auf 854 Mio. USD. Der Schaden-Kosten-Satz stieg auf 94,7% (gegenüber 90,1%).

Life Capital erwirtschaftete einen Gewinn von 157 Mio. USD (gegenüber 23 Mio. USD), vor allem aufgrund günstiger Kapitalanlagen und höherer realisierter Gewinne. Die Eigenkapitalrendite für das dritte Quartal belief sich auf 7,8%. Die verdienten Prämien und Honorareinnahmen lagen bei 307 Mio. USD (gegenüber 262 Mio. USD). Für das Quartal konnte die Geschäftseinheit brutto 248 Mrd. USD liquide Mittel generieren.

David Cole, Group Chief Financial Officer von Swiss Re: «Obwohl der Markt weiterhin stark unter Druck ist, konnten wir im dritten Quartal dank Anlageertrag und solidem Underwriting einen guten Gewinn erzielen. Dies zeigt einmal mehr, wie wir uns mit einer sehr guten Kapitalisierung und hervorragenden Kundenbeziehungen erfolgreich differenzieren und entsprechend profitabel wachsen und Mehrwert schaffen können. Trotz des schwierigen Marktumfelds investieren wir weiterhin in unsere Geschäftseinheiten und in Forschung und Entwicklung. Beispiele hierfür sind der weitere Ausbau der Präsenz von Corporate Solutions oder die weitere Entwicklung der Geschäftseinheit Life Capital. Mehr Informationen hierzu werden am Investorentag am 2. Dezember 2016 bekanntgegeben.»

Swiss Re startet öffentliches Aktienrückkaufprogramm am 4. November 2016

Da alle erforderlichen Genehmigungen der Aufsichtsbehörden vorliegen, beginnt Swiss Re am 4. November 2016 mit ihrem Aktienrückkaufprogramm im Wert von bis zu 1,0 Mrd. CHF. Ziel ist, Kapital an die Aktionäre zurückzuführen, wenn Überschusskapital vorhanden ist und keine anderen Investitionsmöglichkeiten die internen Rentabilitätskriterien erfüllen. Den Aktienrückkauf hatten die Aktionäre von Swiss Re im April 2016 genehmigt.

Weitere Details zum Aktienrückkaufprogramm: www.swissre.com/investors/shares/share_buyback

Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit steigern

Die Vision von Swiss Re ist es, die Welt widerstandsfähiger zu machen und Risiken zu decken, die – trotz verfügbarer Versicherungsinstrumente – aktuell nicht versichert sind. Ein im August 2016 lanciertes innovatives Versicherungsprogramm in China illustriert eine solche Option: das Programm versichert Bauern in 28 Landkreisen der Provinz Heilongjiang gegen Überschwemmungen, übermässige Regenfälle, Dürren und tiefe Temperaturen. Durch die Nutzung von Satellitendaten bietet es raschere Auszahlungen als traditionelle Versicherungslösungen und sichert Millionen von Menschen ab, die zuvor noch nie von einer Versicherung profitiert haben. Im Oktober 2016 hat Swiss Re ein zweites parametrisches Programm für sieben Präfekturen in der Provinz Guangdong abgeschlossen.

Ähnliche Programme laufen bereits. Als Folge von Hurrikan Matthew, der in Ländern wie Haiti und Barbados einen breiten Streifen der Verwüstung hinterliess, hat die von Swiss Re rückversicherte Versicherungseinrichtung CCRIF SPC sofortige Auszahlungen an die betroffene Mitgliedstaaten getätigt.

Christian Mumenthaler, Group Chief Executive Officer von Swiss Re: «Tag für Tag entwickeln wir Transaktionen, die Menschen und Unternehmen schützen und innovative Produkte, welche die Grenzen der Versicherbarkeit erweitern. Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, müssen wir Zugang zu neuen Risiken identifizieren und uns zugleich für eine nachhaltige Zukunft einsetzen. Die Prämisse Nachhaltigkeit ist ein integrierter Bestandteil unseres Denkens und Handelns, ob bei wichtigen Entscheidungen, in unserem Underwriting oder wenn wir Investitionen tätigen. Zum dritten Mal in Folge und zum zehnten Mal seit 2004 wurde Swiss Re im Dow Jones Sustainability Index zum Branchen-Leader ernannt.»

Weitere Details unter: http://www.swissre.com/media/news_releases/

In Kooperation mit der
INTER Versicherungsgruppe