Trends 2026: Kfz-Policen bleiben bei Maklern vorn, Cyberversicherung rutscht ab

Die jetzt veröffentlichten „Asscompact Trends II/2026“ der BBG Betriebsberatungs GmbH zeigen: Im ersten Quartal 2026 lief der Absatz von Kraftfahrtpolicen bei unabhängigen Vermittlern erneut am besten. Mehr als drei Viertel der befragten Makler bewerteten das Kfz-Geschäft laut Studie als „sehr gut“ oder „gut“, nur etwa jeder 70. sprach von einem schwachen Verlauf. Damit bleibt die Kraftfahrzeugsparte auf Rang eins der Produkthitparade – auch nach dem Vorquartal, in dem der Wechselstichtag den Markt zusätzlich angeschoben hatte, wie das Versicherungsjournal am 6. März 2026 berichtete. Befragt wurden zwischen Ende März und Mitte April 2026 insgesamt 256 Versicherungsvermittler per standardisierter Onlinebefragung. Der Markt wirkt damit an der Spitze stabil, aber nicht statisch: Direkt hinter Kfz schoben sich Investmentfonds von Platz sechs auf Rang zwei, ebenfalls mit rund drei Vierteln positiver Bewertungen. Es folgen Privathaftpflicht, Hausrat und Wohngebäudeversicherung – drei klassische Privatkundensparten, die zwar keine lauten Schlagzeilen produzieren, im Makleralltag aber weiter verlässlich Geschäft bringen.

Vermögensverwaltung springt nach vorn, Cyber verliert Boden

Auffällig ist der Satz nach oben beim Segment Vermögensverwaltung: Laut Asscompact Trends II/2026 kletterte es von Platz 28 auf Rang sieben und gehört damit zu den deutlichsten Gewinnern der aktuellen Erhebung. Ebenfalls über der Marke von 50 Prozent positiver Bewertungen lagen Berufsunfähigkeitsversicherung und privater Rechtsschutz. Dahinter folgen Risikoleben und private Krankenzusatzversicherung mit jeweils knapp unter der Hälfte positiver Einschätzungen. Die Altersstruktur der Befragten setzt dabei einen eigenen Akzent: Rund 88 Prozent der Teilnehmer sind männlich, im Schnitt 58,8 Jahre alt und verfügen über 30,7 Jahre Branchenerfahrung. Mehr als drei Viertel haben die 50 überschritten, fast die Hälfte ist über 60. Das ist viel Erfahrung – aber auch ein Hinweis darauf, dass die Vertriebsperspektive stark von einer reifen Maklergeneration geprägt ist. Während Vermögensverwaltung Rückenwind bekam, sorgte die Cyberversicherung nicht für Jubelsprünge: Sie fiel laut Studie von Rang 20 auf Platz 33. Auch Bankenkredite rutschten von 16 auf 27 ab, betriebliche Krankenversicherung und Tierkrankenversicherung verloren jeweils sieben Plätze.

Indexpolicen tragen die Rote Laterne

Am unteren Ende der Rangliste sammeln sich erneut Sparten, die im Vertrieb schwerer zu greifen sind. Schlusslicht sind indexgebundene Lebens- und Rentenversicherungen: Nur jeder 25. Befragte bewertete den Absatz als „sehr gut“ oder „gut“, während 44 Prozent von einem „sehr schlechten“ oder „schlechten“ Verlauf sprachen. Auf der vorletzten Position liegt die Vertrauensschadenversicherung, die laut Asscompact-Auswertung sogar bei 50 Prozent negativen Bewertungen landete; positiv äußerte sich nur etwa jeder 15. Vermittler. Ebenfalls schwach liefen Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Gruppenunfallversicherung und Riester-Vorsorge. Gerade Riester bleibt damit ein Beispiel für die Kluft zwischen politischem Vorsorgeanspruch und vertrieblicher Realität: viel Reformbedarf in der Theorie, wenig Schwung im Maklergeschäft. Insgesamt verzeichneten zwölf Produktgattungen Rangveränderungen von mindestens fünf Positionen, weniger als in mehreren Vorquartalen.

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