Cyberrisiken 2026: Beazley-Report zeigt gefährliche Selbstüberschätzung deutscher Unternehmen

Cyberrisiken bleiben laut „Risk & Resilience Report: Cyber Threats & technologische Entwicklungen 2026“ des Versicherers Beazley die größte Bedrohung für deutsche Unternehmen – bei gleichzeitig wachsendem Vertrauen in die eigene Widerstandsfähigkeit. 32 Prozent der Führungskräfte nennen Cyberrisiken als Top-Risiko, bei Unternehmen mit über 100 Millionen Euro Umsatz sind es 36 Prozent. Rund ein Viertel sieht Gefahren für geistiges Eigentum als kritisch an, ähnlich viele nennen disruptive Technologien. Die Sorge vor veralteter IT liegt bei 18 Prozent und ist rückläufig.

Hohe Zuversicht trotz wachsender Bedrohungslage

Trotz der angespannten Lage zeigen sich 75 Prozent der Befragten überzeugt, einen Cyberangriff finanziell vollständig bewältigen zu können; 80 Prozent halten ihr Unternehmen für gut vorbereitet. Diese Zuversicht steht laut Beazley-Experten jedoch im Kontrast zur tatsächlichen Cyber-Resilienz.

Systemische Risiken nehmen zu

Gesine Froese, Regional Manager Cyber Risks DACH bei Beazley, warnt mit Verweis auf Vorfälle aus 2025: „Mit zunehmender Vernetzung und dem Einsatz von KI breiten sich Störungen schneller über Lieferketten aus und sind schwerer einzudämmen.“ Gleichzeitig planen nur 28 Prozent der Unternehmen höhere Investitionen in Cybersicherheit.

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