Stuttgarter und SDK nach Zusammenschluss 2025: Beiträge steigen – Gesundheitskosten belasten Ergebnis

Nach dem Zusammenschluss im Juli 2025 haben die Stuttgarter Lebensversicherung a. G. und die Süddeutsche Krankenversicherung a. G. erstmals gemeinsam auf das Geschäftsjahr zurückgeblickt. Einen gemeinsamen Geschäftsbericht gibt es jedoch noch nicht: Beide Versicherer legten ihre Zahlen weiterhin getrennt vor. Zusammen summieren sich die gebuchten Bruttobeiträge auf 1,943 Milliarden Euro – damit rückt die Zwei-Milliarden-Marke in greifbare Nähe. Beide Häuser meldeten steigende Beitragseinnahmen und Fortschritte im Neugeschäft.

Lebensversicherung und bAV treiben Wachstum

Bei der Stuttgarter Lebensversicherung a. G. entwickelte sich 2025 besonders dynamisch. Die Beitragssumme im Neugeschäft stieg auf den Rekordwert von 2,27 Milliarden Euro. Auch die Bruttobeiträge legten von rund 692 Millionen auf 711,9 Millionen Euro zu, während das Eigenkapital auf 235,3 Millionen Euro wuchs. Eine zentrale Rolle spielt weiterhin die betriebliche Altersvorsorge. „Eine tragende Säule dieses Erfolges bleibt die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Der Anteil am gesamten Neugeschäft beträgt gut 26 Prozent“, erklärte Vorstandschef Guido Bader. Im Schaden- und Unfallbereich erhöhte die Stuttgarter Versicherung AG ihre Bruttobeiträge leicht auf 139,9 Millionen Euro. Die Combined Ratio lag bei 84,6 Prozent nach 81,0 Prozent im Vorjahr.

Krankenversicherung wächst – Kosten steigen deutlich

Auch die Süddeutsche Krankenversicherung a. G. steigerte ihre Beitragseinnahmen 2025 auf 1,066 Milliarden Euro. Im Vertrieb erreichte die Gesellschaft 2,57 Millionen Euro Monatsbeiträge und lag damit knapp unter dem Vorjahreswert von 2,66 Millionen Euro. Besonders stark entwickelte sich die Vollversicherung mit einem Produktionsplus von fast 15 Prozent. Der Versichertenbestand blieb stabil bei über 683.000 Personen. Gleichzeitig erhöhten sich die Leistungsausgaben im Gesundheitswesen um 11 Prozent auf 831,7 Millionen Euro. Dadurch sank das Geschäftsergebnis auf 51,1 Millionen Euro, nach 88,3 Millionen Euro im Vorjahr. „Mit unserem vertrieblichen Ergebnis sind wir zufrieden“, sagte Vorstandsvorsitzender Ulrich Mitzlaff und verwies zugleich auf den branchenweiten Anstieg der Leistungsausgaben. Für die Zukunft setzen beide Versicherer auf Synergien aus der Integration, etwa bei IT, Prozessen und einer gemeinsamen Plattform für die betriebliche Krankenversicherung.

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