R+V steigert Beiträge 2025 um 8,6 Prozent auf 22,8 Milliarden Euro

Die R+V Versicherung hat ihre Beitragseinnahmen im Geschäftsjahr 2025 konzernweit um 8,6 Prozent auf 22,8 Milliarden Euro gesteigert; im deutschen Erstversicherungsgeschäft legte sie um 9,3 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro zu. Das teilte Vorstandschef Norbert Rollinger mit. Man habe damit „einen großen Schritt“ in Richtung des strategischen Beitragsziels von 25 Milliarden Euro bis 2030 gemacht, das im Rahmen der Strategie „NextLevel“ definiert ist, so Rollinger. Treiber des Wachstums sei die enge Zusammenarbeit innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe gewesen. Zugleich bekräftigte der Vorstandschef den Anspruch, das Vertriebspotenzial bei Volks- und Raiffeisenbanken noch stärker auszuschöpfen – ein Hebel, der bereits in den Vorjahren betont wurde und nun weiter an Bedeutung gewinnen soll.

Lebensversicherung mit starkem Einmalbeitrag – Schadenquote wieder profitabel

In der Lebens- und Pensionsversicherung stiegen die Beiträge um 12,1 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro; damit wuchs die R+V laut Unternehmensangaben deutlich stärker als der Markt, der um 6,7 Prozent zulegte. Maßgeblich war das Einmalbeitragsgeschäft, das um 28,8 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro ausgebaut wurde – über dem Marktschnitt von 16,9 Prozent. Das Geschäft gegen laufende Beiträge erhöhte sich moderat um 2,1 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro, während der Markt hier mit 0,1 Prozent nahezu stagnierte. In der Schaden- und Unfallversicherung kletterten die Beiträge um 6,7 Prozent auf 8 Milliarden Euro. In der Kfz-Versicherung, in der sich die R+V als Nummer drei hinter HUK-Coburg und Allianz positioniert, stiegen die Einnahmen um 9,6 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Trotz anhaltend hoher Reparatur- und Ersatzteilkosten sank die Schaden- und Kostenquote von 103 auf 96 Prozent – zurück im profitablen Bereich. Wachstum zeigte auch die Krankenversicherung mit einem Plus von 7,6 Prozent auf über eine Milliarde Euro; die Zahl der Versicherten erhöhte sich um 6,5 Prozent auf 1,9 Millionen.

Ausblick 2026: Wachstum ja – aber nur mit Reformen

International steuerte die italienische Tochter Assimoco 1,9 Milliarden Euro zum Beitragsvolumen bei, ein Plus von 21,5 Prozent, getragen unter anderem von Kooperationen mit Cassa Centrale Banca und ICCREA. In der aktiven Rückversicherung blieb der Umsatz mit 3,4 Milliarden Euro stabil, Wechselkurseffekte – insbesondere beim US-Dollar – wirkten bremsend. Den vollständigen IFRS-Konzernabschluss will die R+V am 13. April 2026 vorlegen. Für 2026 erwartet das Unternehmen weiteres Wachstum in allen Sparten. Voraussetzung seien jedoch „die richtigen Rahmenbedingungen“, wie Rollinger betont. Trotz milliardenschwerer staatlicher Programme fehle der deutschen Wirtschaft spürbarer Auftrieb; es brauche mutige Reformen zur Stärkung des Standorts. Wachstum im Vertrieb, solide Combined Ratio und strategische Bankkooperationen – das ist die eine Seite. Die andere: Ohne wirtschaftspolitische Impulse könnte selbst ein gut positionierter Versicherer an Grenzen stoßen.

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