Privater Cyberschutz: Warum viele Tarife im Rating durchfallen

Ransomware-Angriffe, Identitätsdiebstahl, Cybermobbing – das Internet bietet längst nicht mehr nur Komfort, sondern auch reale Bedrohungen für Privatpersonen. Die Nachfrage nach privaten Cyberversicherungen wächst zwar langsam, doch das Angebot bleibt hinter den Erwartungen zurück. Das aktuelle Rating von Franke und Bornberg belegt: Kein einziger Tarif schafft es auf die Bestnote – einige scheitern sogar kläglich. Was bedeutet das für Makler und ihre Beratungspraxis?

Private Cyberpolicen im Test: Ernüchternde Bilanz

Beim aktuellen F+B-Rating hat kein einziger Tarif für private Cyberversicherungen die Bestnote erhalten. Vier Produkte wurden gar mit „ungenügend“ bewertet. „Viel Entwicklung sehen wir in der Tat nicht“, konstatiert Christian Monke, Leiter Ratings Gesundheit und Private Risiken bei Franke und Bornberg.

Zwar ist mit der Debeka ein starker Neuzugang im Markt, doch mit insgesamt 14 Anbietern bleibt das Teilnehmerfeld überschaubar. Viele Schwächen sind bekannt – und bestehen weiterhin.

Top-Produkte – mit kleinen, aber folgenschweren Mängeln

Die besten Tarife im Markt – etwa von VGH oder Debeka – erreichen im Rating „FF+“, also lediglich ein „Gut“. Warum? Monke sieht vor allem bei der Leistungshöhe Nachholbedarf: „Wenn beispielsweise 15.000 Euro Absicherung für Online-Käufe gefordert sind, bieten das nur wenige Tarife. Und wenn doch, fehlt es häufig an anderer Stelle – etwa beim Haftpflicht- oder Rechtsschutzbereich.“ Für eine Top-Bewertung braucht es beides: umfassenden Schutz in ausreichender Höhe. Diese Kombination ist bislang Mangelware.

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