Industriekunden im Fokus: Wie Allianz Commercial mit konsolidierten Maklerhäusern umgeht: Wie Wohngebäudeversicherer mit versiegelten Flächen umgehen

Die Konsolidierungswelle im Maklermarkt erreicht spürbar den industriellen Sektor – Allianz Commercial setzt dabei auf eine klare Doppelstrategie: Nähe zum Kunden und technologische Integration. Gordan Stanojevic, Regional Head of Distribution, bestätigt im Gespräch, dass man weiterhin bevorzugt mit mittelgroßen bis großen Maklerhäusern zusammenarbeitet – national wie international. Besonders im MidCorp-Segment sei der persönliche Kontakt trotz wachsender Strukturen weiterhin entscheidend. „Gerade bei mittelständischen Industriekunden ist die lokale Nähe unverzichtbar“, betont Stanojevic. Gleichzeitig gehe man gezielt in die Kooperation mit Plattformlösungen, um Daten effizienter zu managen und Prozesse für alle Seiten transparenter zu gestalten. Die Erfahrungen aus Ländern wie Großbritannien oder den USA – wo die Marktkonzentration deutlich fortgeschrittener ist – dienen Allianz Commercial als Indikator, nicht aber als Blaupause: „Die deutsche Maklerschaft tickt mittelständisch, inhabergeprägt – das lässt sich nicht einfach übertragen“, so Stanojevic.

Technologie als Brücke – aber kein Ersatz für Beziehungspflege

Während Maklergruppen wachsen, wachsen auch ihre Herausforderungen: IT-Plattformen harmonisieren, Kundenportfolios zusammenführen, Fachpersonal halten. Allianz Commercial sieht darin eine Chance, die eigene Plattformstrategie zu schärfen. Die Plattform myAllianzCommercial.com adressiert internationale Programme bereits gezielt – eine Schnittstelle zu Makler- und Kundenplattformen sei der nächste logische Schritt. Gleichzeitig wird an einer Reduktion von Ansprechpartnern und einem einheitlichen Vertriebsauftritt gearbeitet. „Wir bündeln unsere Key-Account-Kompetenz, um auf Augenhöhe mit konsolidierten Maklerhäusern agieren zu können“, so Stanojevic. Ziel sei es, die persönliche Betreuung trotz wachsender Struktur nicht zu verlieren, sondern sogar effizienter zu gestalten. Ein Balanceakt zwischen Automatisierung und Menschlichkeit – und genau darin sieht Allianz Commercial derzeit einen Marktvorteil.

Klimarisiken & Machtverlagerung: Warum Underwriting neu gedacht werden muss

Die Kräfteverhältnisse im Markt verändern sich: Konsolidierung bedeutet auch Machtkonzentration. Doch ein Oligopol sieht Stanojevic in Deutschland nicht kommen – zu vielfältig sei die Maklerschaft, zu stark das individuelle Kundenverhältnis. Herausforderungen sieht der Vertriebsexperte vielmehr in der Risikolandschaft selbst: Klimawandel, Naturkatastrophen, digitale Angriffe – all das erfordere ein intelligenteres Underwriting, präzise Kundendaten und transparente Risikoteilung. „Es geht nicht nur um Absicherung, sondern um aktive Prävention“, mahnt Stanojevic. Dass künftig gewisse Risiken unversicherbar sein könnten, sei ein realistisches Szenario – dem jedoch nur durch partnerschaftliches Risikomanagement entgegengewirkt werden könne. Versicherer, Makler, Kunden – alle drei Seiten seien gefordert, um langfristig Schutz bieten zu können. Allianz Commercial jedenfalls sieht sich dafür gut gerüstet.

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