Arag zieht sich aus der Kfz-Versicherung zurück – Das müssen Makler jetzt wissen

Die Arag Allgemeine Versicherungs-AG beendet endgültig ihr Engagement in der Kfz-Versicherung. Zum 31. Dezember 2025 werden sämtliche noch bestehenden Kfz-Verträge gekündigt. Diese Entscheidung teilte das Unternehmen seinen Kunden schriftlich mit – ein Schreiben, das auch der procontra-Redaktion vorliegt.

Der Versicherer begründet diesen Schritt mit einer stärkeren Fokussierung auf die eigenen Kernkompetenzen. Dazu zählen Rechtsschutz, Sportversicherung, Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen. Die Kfz-Sparte wurde demnach nicht mehr als strategisch relevantes Geschäftsfeld betrachtet.

Historie des Rückzugs: Ein schleichender Abschied seit 2010

Bereits seit dem Jahr 2010 vertreibt die Arag keine Kfz-Neuverträge mehr. Damals wurde eine Kooperation mit der Helvetia Deutschland als sogenannte „Ventillösung“ für die Ausschließlichkeitsorganisation eingerichtet. Diese Kooperation erlaubt es den AO-Vermittlern weiterhin, Kfz-Produkte anzubieten – allerdings von einem anderen Anbieter. Laut einem Unternehmenssprecher umfasst der aktuelle Bestand nur noch rund 1.000 Verträge. „Aufgrund dieser kleinen Bestandsgröße ist ein weiterer wirtschaftlicher Betrieb und auch eine Übertragung auf einen anderen Versicherer nicht sinnvoll“, so der Sprecher gegenüber procontra. Seit Jahren schrumpfe das Portfolio kontinuierlich.

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