FIDA-Verordnung: Was Vermittler jetzt wissen müssen
Die Diskussion um die „Financial Data Access Regulation“ (FIDA) hat an Fahrt aufgenommen. Nach teils heftiger Kritik am ursprünglichen Entwurf hat die EU-Kommission mit einem sogenannten Non-Paper reagiert – einem informellen Diskussionspapier, das als Verhandlungsgrundlage dient. Es soll den Weg ebnen für eine vereinfachte, praxistaugliche Version der Verordnung, deren Ziel es ist, den Zugang zu Finanzdaten zu standardisieren und damit Innovationen in der Finanz- und Versicherungsberatung zu fördern.
FIDA zielt darauf ab, eine Infrastruktur für den sicheren, standardisierten Zugang zu Kundenfinanzdaten zu schaffen – selbstverständlich nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Kunden. Das Vorbild ist PSD2 im Bankensektor. Neu ist: Nicht nur Banken, sondern auch Versicherungen, Investmenthäuser, Makler und andere Vermittler könnten sowohl Datenlieferant als auch Datennutzer werden.
Das Non-Paper: Vereinfachung statt Regulierungsexzess?
Nach der ersten Trilogrunde wurde klar: Der Entwurf sei zu komplex. Die EU-Kommission verpflichtete sich, innerhalb von vier Wochen eine überarbeitete Fassung zu liefern – das Non-Paper. Es berücksichtigt unter anderem Kritikpunkte wie:
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die unverhältnismäßige Belastung mittelständischer Unternehmen mit bis zu 50 Mio. Euro Umsatz
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die fragwürdige Einbeziehung von Vermittlern als „Datenhalter“
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die Notwendigkeit praxistauglicher technischer Standards, etwa auf Basis bestehender BiPRO-Normen
FRIDA und andere Vermittlerverbände begrüßen die inhaltlichen Nachbesserungen ausdrücklich.
Der politische Fahrplan: Noch alles offen
Trotz Gerüchten über einen möglichen Stopp bleibt FIDA fester Bestandteil des Arbeitsprogramms der EU-Kommission. Die finale Verabschiedung ist für die zweite Jahreshälfte 2025 geplant. Die Interessenslage innerhalb Europas ist dabei heterogen: Während einige Marktteilnehmer das Projekt stoppen wollen, setzen andere auf eine konstruktive Weiterentwicklung – Letztere scheinen derzeit die Oberhand zu gewinnen.
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