Die Krise im Wohngebäudeschutz: Steigende Beschwerden und Marktveränderungen

2024 war ein turbulentes Jahr für den Versicherungsmarkt: Besonders in der Gebäudeversicherung stiegen die Beschwerden drastisch. Was das für Makler bedeutet und wie Sie sich auf die Veränderungen vorbereiten können, erfahren Sie in unserem neuesten Artikel.

Im Versicherungsbereich kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen Kunden und Anbietern. Sei es aufgrund teilweiser Schadenregulierungen oder verzögerter Reaktionen auf Kundenanfragen – diese Fälle sind keine Seltenheit. Doch im Jahr 2024 stieg die Zahl der Beschwerden deutlich an. Der Versicherungsombudsmann verzeichnete insgesamt einen Anstieg von etwa 20 % bei den Beschwerden über Versicherer, und auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte mit einer größeren Zahl von Fällen zu kämpfen.

8 Versicherer mit hoher Beschwerdequote

Besonders betroffen war die Gebäudeversicherung. Die Schlichtungsstellen und die Aufsichtsbehörden verzeichneten jeweils etwa ein Drittel mehr Beschwerden als im Vorjahr – von 1.523 auf 2.047 bei der Schlichtungsstelle und von 300 auf 408 bei der BaFin. Im Jahr 2024 entfielen die BaFin-Beschwerden auf 65 Versicherer – zehn mehr als im Jahr 2023. Diese 65 Gebäudeversicherer verwalten zusammen rund 18 Millionen Verträge, was zu einer durchschnittlichen Beschwerdequote von 2,27 Fällen auf 100.000 Policen führt.

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