Höhere Reparaturkosten bei Elektroautos belasten die Versicherungsbranche

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) hat herausgefunden, dass die Reparaturkosten für Elektroautos im Schadenfall 25 % höher sind als für Verbrenner. Dies liegt vor allem an den teuren Antriebsbatterien, langen Standzeiten und schlechten Diagnose- und Reparaturmöglichkeiten. Diese Faktoren führen zu deutlich höheren Gesamtkosten bei E-Autos, was vom GDV als problematisch angesehen wird.

Mobilitätswende und Versicherungsprämien unter Druck

Der GDV hat 38 Modelle von Elektroautos mit ähnlichen Verbrennermodellen verglichen und über drei Jahre hinweg deren Schadenshäufigkeit und -höhe analysiert. Obwohl E-Autos bis zu 20 % weniger Schäden melden, sind die Kosten im Schadensfall bis zu einem Viertel höher. Dieser Trend könnte laut GDV die Akzeptanz der Elektromobilität gefährden. Versicherer wie die VHV Allgemeine Versicherung und R+V Versicherung bestätigen diese Erkenntnisse und sehen eine mögliche Erhöhung der Kfz-Prämien als Folge der hohen Reparaturkosten. Die Neuzulassungen von E-Autos bleiben mit 14,6 % im Juni 2024 weiterhin hinter den Erwartungen zurück.

Forderung nach neuen Kriterien und Unterstützung für Werkstätten

Der GDV fordert mehr Unterstützung für Werkstätten, Abschleppunternehmen, Feuerwehren und Gutachter im Umgang mit beschädigten Elektroautos. Hersteller sollen Batterien besser vor Unfallschäden schützen und nach Unfällen aussagekräftige Diagnosedaten liefern, um Unsicherheiten und hohe Kosten zu vermeiden. Klare Kriterien und wirtschaftlich nachhaltige Anleitungen für die Reparatur oder den teilweisen Austausch beschädigter Batterien sollen die Situation verbessern. Die Kfz-Versicherer kämpfen derzeit mit hohen Kosten und erwarten ein weiteres schwieriges Jahr, was bereits zu drastischen Maßnahmen wie Prämienerhöhungen und dem Ende von Kooperationen geführt hat.

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