Braucht es striktere Vorgaben in der Honorarberatung?

Die Honorarberatung wird von ihren Befürwortern sehr gern als das Allheilmittel für ein leistungs- und sachgerechtes Vergütungsmodell im Versicherungs- und Finanzvertrieb gesehen. Doch ist die Honorarberatung gegenüber einer abschlussorientierten Vermittlerprovision für den Kunden so viel besser? Leider stellen einige schwarze Schafe in der Herde der Honorarberater diese These auf eine harte Probe. So schilderte die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg einen besonders dreisten Fall, der für den Kunden finanziell zum Glück ohne Folgen blieb. Demnach sollte der Kunde bei einer veranschlagten Beratungsleistung von 80 Stunden zu einer Geldanlage von 49.000 Euro sage und schreibe ein Honorar von knapp 21.000 Euro bezahlen. Nun mag dies ein Einzelfall sein, jedoch sind es derartige Exzesse, welche die Honorarberatung in ihrer Gesamtheit in Misskredit bringen.