Wahlkampfhelfer Bürgerversicherung

Das duale Gesundheitssystem in Deutschland wird von einigen Interessenverbänden aufs Schärfste kritisiert. Das geschieht, mal mehr und mal weniger medial präsent, kontinuierlich. In diesem Wahljahr jedoch, kann solch ein emotionalisierendes Thema dazu gereichen, Wählergruppen um sich zu scharen. Die Bürgerversicherung wird also zum Wahlkampfhelfer. Doch bringt die Eingliederung der bislang Privatversicherten in die gesetzliche Krankenversicherung wirklich solch einen Mehrwert? Diese Frage wollte das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW Köln) anhand einer Studie nachgehen und kam dabei auf verblüffende Resultate. Demnach würde eine einheitliche Bürgerversicherung in der Tat niedrigere Beiträge für alle bedeuten. Dies allerdings lediglich in den ersten sechs Jahren.