Deutliche Steigerung bei PKV-Beiträgen durch Corona

Auch in diesem Januar stand die alljährliche hauptsächliche Beitragsanpassung (BAP) in der privaten Krankenversicherung an. Mit einer Steigerung um durchschnittlich 4,9 Prozent fiel diese deutlich kräftiger aus als noch in den Jahren zuvor. Dies gab das Statistische Bundesamt zu Beginn der Woche bekannt. Grundlage für die Auswertung bildet dabei der aktuelle Mikrozensus, bei dem im Laufe des Kalenderjahres rund 810.000 Personen aus etwa 370.000 Haushalten stellvertretend für die Gesamtbevölkerung befragt werden. Blickt man auf den Vergleich der Monate März 2020 und 2021 fällt die Erhöhung mit 5,1 Prozent sogar noch stärker aus. Als mögliche Ursachen für diese überdurchschnittlichen Beitragssprünge benannten die Statistiker die gestiegenen Gesundheitsausgaben, die deutlich spürbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie die gleichbleibend niedrigen Zinsen. Der PKV-Verband monierte die Auswertung und kommentierte die Beitragsanpassungen postwendend in einer Stellungnahme.