Kritik am AVAD-Verfahren nimmt zu

Im letzten Jahr allein wurden über 58.000 neue Zusammenarbeiten zwischen Versicherer und Vermittler bei der Auskunftsstelle über Versicherungs-/Bausparkassenaussendienst und Versicherungsmakler in Deutschland (AVAD) registriert. Doch mit der bloßen Meldung ist es nicht getan. So sind die Versicherer von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) aufgefordert, das AVAD-Verfahren in Gänze einzuhalten. Und zu dem Verfahren gehören auch die sogenannten Auskünfte. In diesen teilen Versicherer und Bausparkassen die Beendigung einer Zusammenarbeit mit einem Vermittler mit und benennen dabei auch sogenannte Negativmerkmale. Dazu gehören beispielsweise ungeordnete Vermögensverhältnisse oder sogar Betrugsvorwürfe. Recherchen zeigen nun, dass derlei Meldungen in Teilen ungerechtfertigt hinterlegt werden. Und so nimmt die Kritik am AVAD-Verfahren deutlich zu.