Anti-Renten-Wahlkampf, 78% für automatische bAV, bei der Rente nicht mit Renditen locken, für wen lohnt sich Rürup?, Gehalt von Vertriebsangestellten, digitale Vertriebstools verbesserungswürdig, Allianz setzt auf Bankenvertrieb, Einbrüche rückläufig, Lebenserwartung steigend, Axa, Swiss Re, Scor und MLP veröffentlichen Bilanzen, Rechtssprechungen

Thema des Tages

Keine Rentendiskussion im Wahlkampf Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) fordert, die Rente nicht zum Wahlkampfthema zu machen. Stattdessen sollten die Parteien eine Reformkommission gründen, die nach der Wahl Vorschläge für eine Renten-Reform erarbeitet. Diese könnte der Bundestag dann bis 2021 beschließen. Von „populistischen Vorschlägen, die dann doch nicht umgesetzt werden“, hält das DIA nichts. Vor allem die neuen Berichte über die wachsende Lebenserwartung – plus drei bis vier Jahre bis 2030 – machen eine Renten-Reform notwendig. Pfefferminzia Versicherungsbote DIA

Altersvorsorge

78% sind für ein Opting-Out 78% der deutschen Arbeitnehmer sprechen sich für eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) aus, bei der die Entgeltumwandlung automatisch mit der Unterschrift auf dem Arbeitsvertrag beginnt. Über die bAV wissen viele nicht Bescheid. Deshalb empfiehlt die Wirtschafts- und Beratungsgesellschaft PwC eine Vorsorge-App: 33% der Befragten sagen, eine solche App würde sie motivieren, sich mit der bAV zu beschäftigen. Pfefferminzia.de PwC

„Rendite ist kein Entscheidungskriterium“ Vermittler und Versicherer sollten sich selbst einen Gefallen tun – und darauf verzichten, bei einer Rentenversicherung vor allem mit Renditen zu locken. Stattdessen sollte man Kunden für den wahren Wert der Altersvorsorge sensibilisieren: der Absicherung eines langen Lebens, meint Makler Philip Wenzel. VersicherungsJournal

Wann sich die Rürup-Rente lohnt Vor allem Selbstständige, Freiberufler und Gutverdiener sollten über einen Rürup-Vertrag nachdenken. Aufgrund der beträchtlichen Steuerersparnisse sei die Rürup-Rente eine Alternative für alle, die keinen staatlich geförderten Riester-Vertrag oder keine Betriebsrente abschließen können, so die Stiftung Warentest. Impulse

Vertrieb

Wer verdient wie viel? 56.812 Euro inklusive Sonderzahlungen erhalten Vertriebsangestellte im Mittel, wie eine Umfrage des VersicherungsJournals unter 1.000 Lesern und Leserinnen zeigt. Frauen verdienen im Mittel 49.000 Euro, Männer dagegen 59.890 Euro. Welche Faktoren den Verdienst beeinflussen: VersicherungsJournal Fonds Professionell Online

Digitale Vertriebstools oft mangelhaft Lediglich ein Drittel der Vertreter bewertet die digitale Unterstützung durch ihren Versicherer mit „ausgezeichnet“ oder „sehr gut“. Ein weiteres Drittel findet sie immerhin noch „gut“. Ein Drittel bezeichnet sie allerdings als „mittelmäßig“ oder sogar „schlecht“. So eine aktuelle Studie von YouGov und InnoValue. Procontra-online

Mehr Bankenvertrieb bei der Allianz Der Vertriebskanal ‚Bankfiliale‘ sei für die Allianz „ein wichtiges Wachstumsfeld“, so Manfred Knof, Chef der Allianz Deutschland. Zu Streitigkeiten um Kunden werde es aber nicht kommen, „denn das ist Geschäft, das wir andernfalls nicht machen würden.“ Fonds Professionell Online


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Die Bayerische: Neue All Risk-Deckung in der Gewerbeversicherung

Nicht nur im Privatkundenbereich, sondern nun auch für gewerbliche Kunden setzt die Bayerische neue Maßstäbe: Die Gewerbepolice des Versicherers dokumentiert die zunehmende Kompetenz im Komposit-Bereich und wurde zudem als All Risk-Deckung konzipiert. Kein Wunder, dass der Tarif schon auf der DKM auf viel Interesse stieß.

Infos, Unterlagen, Vertriebstipps und einen Online-Rechner finden Vermittler unter www.diebayerische.de


Zahlen des Tages

52.578

Einbruchsfälle registrierte die Polizei 2016 in Nordrhein-Westfalen, der Einbruchshochburg Deutschlands. 2015 waren es noch 62.362 Fälle, also 15,7% mehr. Rückläufige Zahlen melden auch Hessen, Niedersachsen, Saarland und Hamburg. Frankfurter Allgemeine

86

Jahre beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung deutscher Frauen, die ab 2030 geboren werden. Männer werden in Zukunft etwa 82 Jahre alt, wie ein Team um den Mediziner Vasilis Kontis vom Imperial College London berechnete. Zeit Online

206.800

Patientinnen und Patienten wurden im Jahr 2015 wegen einer Arthrose des Knie- oder Hüftgelenkes vollstationär in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen mit mehr als 100 Betten in Deutschland behandelt, so das Statistische Bundesamt. Destatis

Zitat des Tages

Meine These ist, dass viele Versicherer ihrem Vertrieb einfach nicht zutrauen, die angesichts des Marktumfelds richtigen Produkte auch erfolgreich zu verkaufen. Die Branche geht den einfacheren Weg und treibt Vermittler immer noch in Richtung Garantieprodukte“, sagt Christian Nuschele, Vertriebschef der Standard Life. Pfefferminzia


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Unternehmen ziehen Bilanz

Axa steigert Überschuss um 4% 5,8 Milliarden Euro Überschuss erzielte die Axa 2016.  Der Umsatz stieg erstmals in der Konzerngeschichte auf über 100 Milliarden Euro. Dabei glich der Versicherungszweig die rückläufigen Geschäfte in der Vermögensverwaltung aus. Die Dividende pro Aktie soll um 6 Cent auf 1,16 Euro erhöht werden. finanzen.net

Swiss Re mit sinkendem Gewinn 3,56 Milliarden Dollar verdiente der Schweizer Rückversicherer im vergangenen Jahr – 22,6% weniger als noch 2015. Schuld daran sind hohe Schadenzahlungen aufgrund von Naturkatastrophen. Und der Preiskampf im Schaden- und Unfallgeschäft. Die Dividende je Aktie steigen dennoch um 0,25 Franken auf 4,85 Franken. Handelsblatt Swiss Re (Pressemitteilung als PDF)

Scor verbucht Rückgänge Um -6,1% auf 603 Millionen Euro sank der Gewinn des französischen Rückversicherers Scor. 2015 verdiente er noch 642 Millionen Euro. Während der Umsatz, verglichen mit dem Vorjahr, um 9,3% abfiel, stiegen die gebuchten Bruttoprämien um etwa 3%. Die Dividende werden um 10% auf 1,65 Euro erhöht. Wo Scor 2016 wuchs oder schwächelte: Versicherungswirtschaft heute

MLP steigert Umsatz Der Umsatz wuchs, verglichen mit 2016, im vergangenen Jahr um etwa 10% auf 610 Millionen Euro. Vor allem mit Sachversicherungen verdiente MLP deutlich mehr. Doch der Aufwand für das Kostensenkungs-Programm drückt das Konzernergebnis dennoch um 5,1 Millionen Euro auf 14,7 Millionen Euro. Die Dividende je Aktie sinkt um 12 Cent auf 8 Cent. Versicherungsbote MLP (Pressemitteilung)

Krankenkassen mit Finanzplus 1,4 Milliarden Euro Überschuss machten die gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr. Die Finanzreserve stieg von 14,5 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf 15,9 Milliarden Euro. Gründe für das Plus: die wachsende Konjunktur, höhere Löhne und viele Beschäftigte. Explosiv steigende Zusatzbeiträge im kommenden Jahr werden damit unwahrscheinlich. Cash.Online GVK-Spitzenverband (Pressemitteilung)

Name

Benjamin Rösch ist ab 1. März im Vorstand der Deutschen Kautionskasse. Als CIO übernimmt er die Bereiche IT und Administration, Geschäftsprozesse, Online-Vertrieb und Online-Marketing sowie Datenschutz. Deutsche Kautionskasse (Pressemitteilung)

Recht und Gesetz

Erste Stellungnahme von Wüstenrot In einem ersten Statement begrüßt die Wüstenrot Bausparkasse AG das Rechtsurteil: Der Bundesgerichtshof entschied nun, dass Altverträge kündbar sind, wenn sie seit Jahren nur noch zum Sparen genutzt werden. Wie sich das Urteil im Detail auswirken wird, will die Wüstenrot erst nach Erhalt der schriftlichen Begründugn bekanntgeben. Tagesbriefing (Pressemitteilung Wüstenrot)

Tagegeld für Schwangere Werdende Mütter, die selbstständig tätig und privat krankenversichert sind, haben in Zukunft in Phasen des Mutterschutzes Anspruch auf Krankentagegeld. Dies ergibt sich aus dem Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG), das der Bundestag beschlossen hat und das bereits im März dieses Jahres in Kraft treten soll. Procontra-online

Bargeldklausel bei Hausrat rechtens Eine Versicherung muss ihre Kunden nicht eigens darauf hinweisen, dass bei einem Wohnungseinbruch nur Bargeld bis 1.100 Euro versichert ist, sofern es nicht im Tresor liegt. Damit wies nun das Oldenburger Oberlandesgericht die Klage eines Versicherungskunden zurück. Procontra-online

BaFin legt East-West-Assekuranz still Die East-West-Assekuranz AG darf ab sofort keine Versicherungsverträge mehr abschließen. Bestehende Verträge sollen so bald wie möglich beendet werden. Denn laut der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erfüllt das Unternehmen die Mindestkapitalanforderungen nicht. ProContra

Zu guter Letzt

Außer Spesen nichts gewesen Der Chef sowie der Stellvertreter der kommunalen Busversicherer HDN und HDNA in Bochum wurden vom Aufsichtsrat fristlos entlassen. Bei der Kündigung soll es um Reisekosten, Spesenabrechnungen und Misswirtschaft gehen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.