Bilanz 2016: gut beraten wächst weiter auf hohem Niveau

Strukturelle Kontinuität in allen Bereichen. Jetzt Weiterentwicklung zur zentralen Plattform für IDD-Nachweis.

PRESSEMITTEILUNG – München: Die Jahresbilanz 2016 der freiwilligen Brancheninitiative gut beraten liegt seit heute vor: auf hohem Niveau sind danach die Anzahl der Weiterbildungskonten und damit die Summe der teilnehmenden Versicherungsvermittler auf nunmehr 123.046 Teilnehmer zum 31. Dezember 2016 gestiegen.

Seit Jahresbeginn 2016 ist mit knapp 10.000 (9.839) neu eingerichteten Weiterbildungskonten die Zahl der teilnehmenden Versicherungsvermittler um 8,7 Prozent gewachsen. „Das belegt erneut das große Vertrauen in die Qualität unserer Initiative und deren Infrastruktur“, erklärte Dr. Katharina Höhn, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) e.V.

2016 erarbeiteten sich die Vermittler insgesamt 4.2 90.426 Weiterbildungspunkte. Das sind pro Versicherungsvermittler durchschnittlich 35 Weiterbildungspunkte, die einer zeitlichen Investition in Weiterbildung von etwas mehr als 26 Stunden (26,12 Std.) entsprechen. „Wir bewegen wir uns weiterhin eindeutig im Zielkorridor von gut beraten, der innerhalb von fünf Jahren insgesamt 200 Weiterbildungspunkte pro Versicherungsvermittler einfordert, und weit oberhalb der Anforderungen, die der Gesetzgeber im Rahmen der IDD-Umsetzung vorsieht“, betonte Höhn, gut beraten verdiene das Prädikat „hohe Kontinuität“.

Das gelte, so das Geschäftsführende Vorstandsmitglied weiter, auch für die Struktur der Teilnehmer: Die Altersstruktur der teilnehmenden Versicherungsvermittler blieb 2016 nahezu unverändert; sie entspricht mit durchschnittlich 45 Jahren dem gewichteten Durchschnitt aller registrierten Vermittler in Deutschland. Die Beteiligungsquoten der aktiven Vermittler entsprachen im gesamten Jahresverlauf den realen Vermittlerprofilen: 55.133 Ausschließlichkeitsvermittler sowie 33.286 Vermittler im angestellten Außendienstmachen allein 72 Prozent der Teilnehmer aus. Der Anteil der Frauen hat sich 2016 um einen Prozentpunkt auf 22 Prozent erhöht, der der Männer entsprechend auf 78 Prozent
reduziert.

Deutlichere Veränderungen gab es im letzten Jahr bei den dokumentierten Lernarten und Lerninhalten. Zwar werden Präsenzveranstaltungen weiterhin eindeutig favorisiert, deren Anteil an allen von der Initiative anerkannten Weiterbildungsformen ist allerdings von 66 Prozent zum Ende des Jahres 2015 auf 60 Prozent (151.325 Teilnahmen) am 31. Dezember 2016 zurückgegangen. Die zweithäufigst
e Lernform – das selbstgesteuerte E-Learning – hat dagegen im gleich en Zeitraum um 6 Prozentpunkte auf 28 Prozent (70.952 Teilnahmen) zugelegt. Beim Blick auf die vermittelten Inhalte
steht die Verbesserung der Fachkompetenz weiter im Fokus der Nachfrage: Bis zum Ende des Jahres 2016 vermittelten 74 Prozent (gegen über 79 Prozent zum 31.12.2015) der Weiterbildungsmaßnahmen Fachwissen und fachbezogene Fertigkeiten. Mit 26 Prozent – ein Zuwachs von 5 Prozentpunkten im Vergleich zum Jahresende 2015 – nachgefragt wird Weiterbildung zur Stärkung der Beratungskompetenz.

„Am Beispiel der Lerninhalte und Lernformen zeigt sich“, so Höhn, „dass die Auswertungen zu
gut beraten die zunehmenden Digitalisierungsanstrengungen der Branche auch in Bildungsfragen abbilden.“

Die Bilanz für 2016 war für Gerald Archangeli, Vizepräsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute und Vorsitzender des Trägerausschusses der Initiative, gleichzeitig Anlass, die Perspektiven von gut beraten zu erläutern: „Jetzt arbeiten wir daran, die Regelungen in gut beraten zu integrieren, die der deutsche Gesetzgeber zur Umsetzung der anstehenden EU-Vertriebsrichtlinie
(IDD) erlassen wird. Wir werden die Initiative zur zentralen Plattform für alle Zielgruppen weiterentwickeln, die zukünftig gemäß IDD ihre Weiterbildung nachweisen müssen. Sie können damit gleichzeitig von den höchs ten Ansprüchen an Datenschutz und Datensicherheit im Rahmen der BSI-zertifizierte n Trusted German Insurance Cloud (TGIC) profitieren.“ Spätestens 2018, so Archangeli
weiter, werde der IDD-Weiterbildungsnachweis für Vermittler fester Bestandteil von gut beraten sein.

„Kurzum“, so Archangeli, „die Weiterbildungsdatenbank von gut beraten wird allen nach IDD zur Weiterbildung Verpflichteten als Nachweis-Instrument zur Verfügung stehen. Dazu wird zukünftig der Nachweis über die Erfüllung der gesetzlichen Mindestanforderungen ebenso gehören wie das Zertifikat nach den höheren Qualitätsstandards der freiwilligen Brancheninitiative von gut beraten.“

Die detaillierten Grafiken zu den oben genannten Zahlen sowie weitere aktuelle Daten zur Initiative
gut beraten mit dem Stand 31. Dezember 2016 stehen unter www.gutberaten.de/statistik.html zum Download (pdf oder jpg) bereit.

Mit der Initiative gut beraten verfolgen die Initiatoren das Ziel, den Stellenwert der Weiterbildung in der Versicherungswirtschaft insgesamt und für die weitere Professionalisierung der Vermittlertätigkeit im Besonderen zu erhöhen. Deren Engagement wird nun über die erreichten Weiterbildungspunkte auch sichtbar.