Fitch: Lebensegment der öffentlichen Versicherer unterdurchschnittlich

PRESSEMITTEILUNG – Fitch Ratings vermerkt in einer neuen Studie, dass das Lebensegment der öffentlichen Versicherer unterdurchschnittlich ist, während das Schaden/Unfallsegment fortwährend von operativer Stärke geprägt ist. Das Schaden-/Unfallsegment erzielte eine starke durchschnittliche Netto-Schaden-/Kostenquote von 96,6% in den Jahren 2011 bis 2015.

Die Geschäftsdurchmischung im Lebensegment ist unterdurchschnittlich. So lagen die fondsgebundenen Kapitalanlagen zum Jahresende 2015 bei 3,3% der Bilanzsumme, während sie im Markt 9,7% ausmachten. Auch die Beitragseinnahme aus der Berufsunfähigkeitsversicherung lag unter dem Marktschnitt. Als Folge ist die Diversifikation der Überschüsse aus Zins-, Risiko- und Kostenergebnis geringer als im Marktschnitt.

Die öffentlichen Versicherer stellen eine dritte Gattung von Versicherern in Deutschland dar, neben Aktiengesellschaften und Versicherungsvereinen. Die öffentlichen Versicherer sind Teil der Sparkassen-Finanzgruppe (SFG), für deren Sparkassen Fitch ein Emittentenausfallrating von A+ vergeben hat.

Im Bericht analysieren wir die Integration der öffentlichen Versicherer in die SFG, die Versicherer selbst sowie ihre wesentlichen Stärken und Schwächen.

Hauptaussagen des Berichts sind die beschränkten Konsolidierungsmöglichkeiten sowie die eingeschränkten Synergieeffekte von Fusionen, die starke versicherungstechnische Ertragslage im Schaden-/Unfallsegment trotz des hohen Wohngebäudeversicherungsanteils und die unterdurchschnittliche Resistenz gegenüber langanahaltend niedrigen Zinsen im Lebensegment.

Weitere Details können dem Bericht „German Public Sector Insurers – Non-Life Operations Profitable, Life Business Exposed to Low Investment Yields“, der auf www.fitchratings.com zum Abruf bereit steht, entnommen werden.