Versicherungsforen Leipzig: Dauerbrenner Digitalisierung – Messekongress „IT für Versicherungen“ geht in die achte Runde

PRESSEMITTEILUNG – [Leipzig, 1. Dezember 2016] Digitalisierung ist und bleibt aktuell das größte Thema in der Versicherungs-IT. Das zeigte sich auch auf dem 8. Messekongress „IT für Versicherungen“ der Versicherungsforen Leipzig am 29. und 30. November 2016. Über 360 Teilnehmer diskutierten in mehr als 45 Vorträgen über die aktuellen Herausforderungen, die die Digitalisierung den Versicherern stellt, und wie diesen begegnet werden kann.

Dass aufgrund gesetzlicher Rahmenbedingungen, knappen Budgets und technologischem Fortschritt der Anpassungsdruck auf die IT-Systeme wächst, ist mittlerweile fast ein alter Hut. Auch die sich fortschreitend ändernden Kundenanforderungen führen weiterhin zu vermehrten Anforderungen. Kunden erwarten heute gleichbleibende Servicequalität und die stabile Performance, die sie beispielsweise aus dem E-Commerce-Bereich gewohnt sind. Der Kunde wird damit auch für die Versicherungswirtschaft zum Treiber des digitalen Wandels.

Heutzutage werden in vielen Häusern Effizienz und Stabilität der IT als selbstverständlich angesehen. Dass IT aber auch Businessenabler ist und damit zum Geschäftserfolg beiträgt, wird in den Fachbereichen häufig vergessen. Für die IT-Abteilungen der Versicherer reiht sich die Digitalisierung damit in eine scheinbar nicht enden wollende Reihe an Aufgaben, die es in den kommenden Jahren zu lösen gibt.

Die Frage, was unter dem Begriff „Digitalisierung“ zu verstehen ist, stellte Dirk Böhme (ERGO Direkt Versicherungen) in seiner Keynote. Er betonte, dass Digitalisierung übergeordnet den Wandel und die Entstehung neuer Geschäftsmodelle meint, die Versicherungsbranche in diesem Bereich jedoch noch ganz am Anfang stehe. Obwohl alle davon reden, gibt es doch wenig konkrete Ideen, wie neue Geschäftsmodelle für die Assekuranz aussehen könnten. Bei einer Veränderung innerhalb einer Organisation sei jedoch Pflicht, den Mitarbeitern klarzumachen, warum man bestimmte Dinge transformieren möchte. Nur so können Unsicherheiten eliminiert werden. Steuerung über die richtigen Ziele und KPIs sowie die Entwicklung von Minimum Viable Products bilden dann die Kür.

In einer weiteren Keynote berichtete Dr. Thomas Niemöller (Westfälische Provinzial Versicherung) wie in seinem Haus mit der digitalen Transformation umgegangen wird. Da nicht alle Probleme auf einen Schlag gelöst werden können, gilt der Ansatz Kontinuität (Alte Systeme renovieren und migrieren), Innovation (Neues bauen) und Disruption (Neue Geschäftsmodelle verfolgen). Über eine Ordnung der folgenden Prozessschritte (z. B. Zielformulierung, Ist-Analyse usw.) kann dann der richtige Weg für eine erfolgreiche Lösung der Herausforderungen definiert werden.

Die Notwendigkeit zur Digitalisierung wird schon seit über 20 Jahren gepredigt. Aktuell ist sie jedoch mal wieder ein großer Hype. Dies war eine der zentralen Thesen von Prof. Gunter Dueck, anerkannter Querdenker in Sachen IT und ehemaliger CTO von IBM Deutschland. Er prangerte an, dass zwar alle über die großen Buzzwords Digitalisierung, Industrie 4.0 oder digitale Transformation reden, aber nicht wirklich viel dafür getan wird. Vor allem Versicherer seien viel zu unflexibel und könnten nicht agil handeln. Gleichwohl bieten Entwicklungen wie Internet of Things seiner Meinung nach viele Möglichkeiten für die Branche. Es gilt hier jedoch, die richtigen Fragen zu stellen und kreativ und offen für neue Geschäftsmodelle zu sein. Insgesamt ermutigte er die Versicherungswirtschaft zu mehr Herzblut und Begeisterung, da man damit in vielen Belangen schon ein gutes Stück weiter kommen könne.

Erfahrungsberichte beim diesjährigen Messekongress kamen unter anderem aus den Häusern Provinzial NordWest, der E + S Rück, der Versicherungskammer Bayern, der Talanx, der Generali und der Lebensversicherung von 1871.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.assekuranz-messekongress.de/it

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