Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“: „Deutliches Plus bei Pflege-Bahr“

Zahl der geförderten Zusatzversicherungen ist 2015 um fast ein Viertel gewachsen

PRESSEMITTEILUNG – München. Die Zahl staatlich geförderter Pflegeversicherungen ist im vergangenen Jahr kräftig gestiegen. Das Plus bei sogenannten Pflege-Bahr-Policen betrug 22,4 Prozent auf 683 500 Verträge, wie ein Sprecher des PKV-Verbands der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“ sagte (Ausgabe vom 18.6.). Damit läuft dieses Vorsorgeprodukt erheblich besser als beispielsweise die gleichfalls staatlich geförderte Riester-Rente, die zuletzt stagniert ist.

Allerdings hat sich bei Pflege-Bahr der Anstieg gegenüber 2014 verlangsamt, als der Zuwachs 55,3 Prozent betragen hatte. Zugleich wurde das Ziel von einer Million Verträgen erneut verfehlt, das Verbandschef Uwe Laue bereits für 2014 ausgegeben hatte.

Der Pflege-Bahr, die offiziell „geförderte ergänzende Pflegeversicherung“ heißt, startete 2013 unter dem damaligen Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Er soll die gesetzliche Pflegeversicherung ergänzen. Jeder Versicherte erhält fünf Euro Förderung pro Monat. Weil die maximalen Auszahlungen sehr gering sind, ist eine Kombination mit einem ungeförderten privaten Zusatzvertrag empfehlenswert.

Ein Verbandssprecher betonte gegenüber €uro am Sonntag, dass es seit Start des Pflege-Bahr doppelt so viele private Pflegepolicen abgeschlossen wurden wie in den ersten 14 Jahren der gesetzlichen Pflegeversicherung. „Der Pflege-Bahr trägt erkennbar dazu bei, dass immer mehr Menschen sich mit der Notwendigkeit von zusätzlicher Eigenvorsorge auseinandersetzen.“ Der PKV-Verband gibt seine Jahreszahlen am kommenden Donnerstag offiziell bekannt.

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