Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz: „Scharf: Im Frühjahr steigt das Hochwasser-Risiko – Umwelt-App warnt vor Naturgefahren“

PRESSEMITTEILUNG – In Zeiten des Klimawandels kommt das nächste Hochwasser mit Sicherheit. Gerade gegen Ende des Frühjahrs steigt das Hochwasserrisiko regelmäßig an. Hochwasserschutz ist deshalb eine entscheidende Zukunftsaufgabe.

Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf erinnerte an das Pfingsthochwasser 1999 sowie das verheerende Juni-Hochwasser 2013 und betonte in München: „Der Schutz der Menschen vor einem Hochwasser hat für mich besondere Bedeutung. Wir haben die Bilder der überfluteten Städte noch vor Augen. Die Schäden allein in Bayern beliefen sich 2013 auf 1,3 Milliarden Euro. Wir müssen alles dafür tun, dass sich eine solche Katastrophe nicht wiederholt.“ Die Säulen technischer Hochwasserschutz, natürlicher Hochwasserschutz und auch die zeitnahe Warnung vor einem drohenden Hochwasser müssen zum Schutz der Bürger ineinander greifen.

Damit sich die Bürger auch selbst bestmöglich vor Hochwassergefahren schützen können, stellt das Umweltministerium die kostenlose App „umweltinfo“ zur Verfügung. Die App informiert in Echtzeit und standortbezogen über den Wasserstand der Flußpegel und warnt den Nutzer vor aktuellen Hochwassergefahren. Umweltministerin Scharf warb dafür, die App zu nutzen: „Wir stärken die Bürger bei der Selbstverteidigung gegen Naturkatastrophen. Die Nutzer bekommen bei einem drohenden Hochwasser direkt eine Push-Meldung auf ihr Smartphone. Die App ist ein digitaler Bodyguard für die Hosentasche.“ Mit der App kann sich jeder Bürger in Bayern vor Naturgefahren wie Hochwasser, Ozon, Lawinen oder Unwetter warnen und individuell über seine Umweltsituation informieren lassen. Bayerns App „umweltinfo“ ist in der Kombination von Information und Warnung einmalig in Deutschland. Ihre Funktionen sollen zum Schutz der Menschen ständig erweitert werden.

In Bayern hat der Hochwasserschutz höchste Priorität. Insgesamt werden bis 2021 rund 3,4 Milliarden Euro in den Hochwasserschutz investiert. Scharf: „Das Geld ist zum Schutz der Menschen gut angelegt. Jeder investierte Euro verhindert 7 Euro an Schäden. Speziell entlang der Donau wollen wir die Unterlieger mit einer Kette von Flutpoldern schützen. Unsere Flüsse brauchen aber auch mehr Raum. Der natürliche Rückhalt soll in Zukunft eine noch größere Rolle spielen.“ Aktuell laufen in Bayern rund 250 Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser.

Die App ist kostenlos verfügbar und unter www.stmuv.bayern.de/service/mobil/.