GDV: „Autoversicherer starten automatisches Notruf-System“

PRESSEMITTEILUNG – Die deutschen Kfz-Versicherer nehmen am Montag (4. April) ihren Unfallmeldedienst in Betrieb. Das neue Notruf-System meldet einen Unfall automatisch an eine Notrufzentrale, die im Fall eines schweren Unfalls sofort Rettungsmaßnahmen einleitet. Dadurch können Rettungskräfte in vielen Fällen deutlich schneller am Unfallort sein und Verletzte früher versorgen als bisher.

Der Unfallmeldedienst kann in nahezu allen Autos nachgerüstet werden – in Neuwagen ebenso wie in Gebrauchtwagen. Kernstück ist ein mit Beschleunigungssensoren ausgestatteter Stecker für die 12-Volt-Buchse („Zigarettenanzünder“). Registriert der Stecker einen Unfall, sendet er diese Information an eine Unfallmelde-App auf dem Smartphone des Autofahrers, die den Unfall an eine Notrufzentrale meldet.

Technik von Bosch und IBM

Technisch betrieben wird der Unfallmeldedienst von der GDV Dienstleistungs-GmbH & Co. KG (GDV DL), Anbieter des neuen Dienstes sind die teilnehmenden Kfz-Versicherer. Zur Markteinführung stehen rund eine halbe Million Unfallmeldestecker zur Verfügung. Interessierte Versicherungskunden können den Stecker und die App direkt bei ihrer Versicherung erhalten.

Bei der Entwicklung des Unfallmeldedienstes hat die Versicherungswirtschaft eng mit Bosch und IBM zusammengearbeitet. Bosch entwickelte den Unfallmeldestecker, IBM programmierte die Unfallmelde-App und schuf die notwendige IT- und Kommunikationsinfrastruktur.

Schnelle Hilfe auch bei Blechschäden und Pannen

Der Unfallmeldedienst hilft den Autofahrern nicht nur bei einem schweren Unfall, sondern auch bei Blech- und Bagatellschäden oder Pannen. Registriert der Stecker nur einen leichten Aufprall oder löst der Autofahrer einen manuellen Pannenruf aus, nimmt der jeweilige Kfz-Versicherer den Unfall auf und organisiert Hilfe.