Schwäbisch Hall: So viele Kunden wie noch nie

  • Bauspar-Neugeschäft steigt auf 35 Mrd. Euro
  • Baufinanzierungen weiter auf Wachstumskurs
  • 116.000 Bausparer hinzugewonnen
  • Insgesamt 7,5 Mio. Kunden

PRESSEMITTEILUNG – Die Bausparkasse Schwäbisch Hall hat ein erfolgreiches Jahr hinter
sich. Sowohl beim Bausparen als auch bei der Baufinanzierung stieg die
Zahl der Verträge und das vermittelte Volumen deutlich an. Nachdem
unterm Strich 116.000 Kunden hinzugewonnen werden konnten, kletterte
die Zahl der Bausparer auf rund 7,5 Mio. Auch das Auslandsgeschäft
verlief erfolgreich.

„Für die Bausparkasse Schwäbisch Hall war 2015 gemessen am Absatz ein
sehr erfreuliches Jahr. Auch betriebswirtschaftlich waren wir trotz der
Herausforderungen durch die Niedrigzinsen noch gut unterwegs“, erklärte
der Vorstandsvorsitzende Reinhard Klein auf der Jahres-Pressekonferenz
heute in Stuttgart.

Im klassischen Geschäftsfeld Bausparen schloss die größte deutsche Bausparkasse
im vergangenen Jahr 900.000 Bausparverträge über ein Volumen
von rund 35 Mrd. EUR ab. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr ein Plus
von 12,8 Prozent. Das Unternehmen erzielt damit das zweitbeste Ergebnis
seiner 85-jährigen Geschichte und liegt zum fünften Mal in Folge bei
deutlich mehr als 30 Mrd. EUR. Zum Erfolg mit beigetragen hat auch ein
Tarifwechsel im November. Schwäbisch Hall bietet seither Darlehenskonditionen beim Bausparen ab 1,4 Prozent. 2015 wuchs der Finanzdienstleister
erneut stärker als der Markt. Insgesamt betreut die Bausparkasse derzeit
mehr als 8,5 Mio. Verträge mit einer Gesamtbausparsumme von gut 286
Mrd. EUR.

Besonders erfreut zeigte sich Klein über den Zuwachs an Kunden: „Wir
haben 2015 unterm Strich 116.000 Kunden neu hinzugewonnen. Das
entspricht der Einwohnerzahl einer Stadt wie Heilbronn oder Ulm und zeigt
die anhaltende Attraktivität des Bausparens.“ In den zurückliegenden fünf
Jahren wuchs der Kundenbestand um 750.000 Bausparer auf jetzt 7,5
Millionen. Schwäbisch Hall hat damit so viele Kunden wie noch nie. Gerade
bei jungen Leuten ist Bausparen attraktiv: Im vergangenen Jahr schlossen
mehr als 240.000 Kunden unter 25 Jahren einen Vertrag bei Schwäbisch
Hall ab. Auch das Geschäft mit Wohn-Riester-Verträgen läuft unverändert
erfolgreich: 105.000 neue Verträge wurden hier abgeschlossen. Insgesamt
haben 600.000 Schwäbisch Hall-Kunden einen Wohn-Riester-Vertrag.

Die Baufinanzierung als zweites Geschäftsfeld stieg um 6,8 Prozent auf
14,4 Mrd. EUR. Dahinter stehen fast 350.000 Finanzierungsverträge. „Wir
profitieren von den positiven Marktbedingungen, der engen Zusammenarbeit
mit den genossenschaftlichen Banken und unserer Beratungskompetenz“, so
Klein. Das dritte Geschäftsfeld Weitere Vorsorge, das vermittelte
Versicherungs- und Vorsorgeprodukte umfasst, lag mit einem Volumen von
3,9 Mrd. EUR leicht über dem Vorjahr. Damit erreichte die Gesamtvertriebsleistung
ein Volumen von 51,1 Mrd. EUR (plus 12,1 Prozent). Das ist
ein neuer Rekordwert in der Unternehmensgeschichte.

Das Geschäft im Ausland verlief ebenfalls erfolgreich. Seit Jahren erwirtschaftet
Schwäbisch Hall etwa ein Fünftel des Konzernergebnisses im Ausland.
Die Beteiligungsgesellschaften in Osteuropa und in China schlossen
insgesamt 566.000 Bausparverträge über 9,4 Mrd. EUR ab, ein Zuwachs von 10,9 Prozent. Das kumulierte Vorsteuer-Ergebnis lag 2015 bei 147 Mio.
EUR nach 142 Mio. EUR im Vorjahr.

Derzeit beschäftigt Schwäbisch Hall bundesweit 7.328 Mitarbeiter. Im
Außendienst erhöhte sich die Zahl der Kundenberater um 68 auf 4.012. Im
Innendienst sind 3.316 Personen beschäftigt, 66 weniger als vor einem Jahr.
Hinzukommen 280 Auszubildende, Studenten an der dualen Hochschule und
Trainees (Vorjahr 298).

Das Ergebnis vor Steuern für die Bausparkasse inklusive der Tochterunternehmen
ging 2015 um 10 Prozent auf 341 Mio. EUR zurück. Der Zinsüberschuss
sank auf 918 Mio. EUR (Vorjahr: 943 Mio. EUR). Das traditionell
negative Provisionsergebnis belief sich auf -111 Mio. EUR; das sind
17 Mio. EUR mehr als 2014. Die im vergangenen Jahr angekündigten und
aufgelegten Programme zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung haben
die Verwaltungskosten um 45 auf 444 Mio. EUR sinken lassen.

Klein machte auf der Pressekonferenz keinen Hehl daraus, dass der derzeit
künstlich niedrig gehaltene Marktzins kein Ergebnis mehr von Angebot und
Nachfrage ist, sondern faktisch ein von der EZB festgelegter Preis, der die
Marktmechanismen aushebelt. „Der faire Marktpreis für 10-jährige Papiere
des Bundes müsste gemessen an der wirtschaftlichen Lage bei mindestens
zwei Prozent liegen. Ein Preis, mit dem wir gut wirtschaften könnten und
der auch den Marktgegebenheiten entsprechen würde.“ Momentan liegt die
Rendite 10-jähriger Bundesanleihen bei etwa 0,5 Prozent. Auf das niedrige
Zinsniveau hat Schwäbisch Hall bereits mit dem neuen Tarifprogramm, das
niedrigere Darlehenszinsen bietet, mit Kosteneinsparungen und weiteren
strategischen Maßnahmen reagiert. „Diese Maßnahmen werden einen Ergebnisrückgang
in 2016 deutlich mildern. Sie werden ihn aber nicht verhindern
können“, so Klein.

„Wir gehen kostenbewusst vor, aber wir sparen nicht bei Investitionen, denn
wir wollen unsere Zukunft nicht beschneiden“, so Klein weiter. Schwäbisch
Hall investiert in den nächsten Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag in
die Runderneuerung der zwar leistungsfähigen, aber in die Jahre gekommenen
IT-Landschaft. Die Digitalisierung des Kerngeschäfts und der Wertschöpfungskette
vom Auftragseingang bis zur Vertragsabwicklung sollen
konsequent vorangetrieben werden, um den Kundennutzen durch schnellere
Abläufe spürbar zu erhöhen. Außerdem liegt der Fokus auf der laufenden
Verbesserung der Beratungsqualität und der Schärfung des Produktportfolios.
Das neue Bausparkassen-Gesetz erhöht den Handlungsspielraum und
erweitert die Anlage- und Refinanzierungsmöglichkeiten.

Beim Geschäftsausblick bleibt Schwäbisch Hall optimistisch und erwartet
für 2016 ein Gesamtvertriebsergebnis von mehr als 48 Mrd. EUR, davon ein
Bauspar-Neugeschäft von voraussichtlich mehr als 30 Mrd. EUR.
„Wohneigentum als Anlage-Alternative und Instrument der Altersvorsorge
bleibt im Blickfeld der Kunden. Nach den Beschlüssen auf der Klimakonferenz
in Paris wird das Thema Energieeffizienz von Gebäuden noch
stärker in den Fokus rücken. Bausparen kann dabei ein Motor für die
Energiewende im Gebäudebestand sein“, erklärte Klein. Außerdem wird das
altersgerechte Wohnen in den nächsten Jahren eines der beherrschenden
Themen bleiben.

Seit der Währungsreform 1948 hat Schwäbisch Hall bundesweit rund 8,7
Mio. Maßnahmen über eine Gesamtsumme von 322 Mrd. EUR finanziert.

In Kooperation mit der
INTER Versicherungsgruppe