VSAV – „Finanzberatung 2025: 100.000 volldigitalisierte Spezialisten und eine schlankere Angebotswelt“

  • VSAV stellt zehn Zukunfts-Thesen zur Entwicklung der Finanzdienstleistungsbranche auf
  • Verbraucherschutz bleibt noch hinter den Marktentwicklungen zurück

PRESSEMITTEILUNG – Schwaigern, 26. Oktober 2015: Die Vereinigung zum Schutz für Anlage- und Versicherungsvermittler e.V. (VSAV) sieht den Markt für die Vermittlung und Beratung bei Finanzdienstleistungen anno 2025 noch deutlich kritisch. Denn abgesehen von einer ausgeprägten Schrumpfkur wird bis dahin hinsichtlich Transparenz und Verbraucherschutz noch vieles auf der Strecke bleiben – obwohl Vermittler und Berater bereit sein werden, über Aus- und Fortbildung ihren Teil zu mehr Beratungsqualität beizutragen. Positive Effekte erwartet der VSAV durch den stark anschwellenden Digitalisierungstrend und damit einhergehend durch die erforderliche Spezialisierung der Vermittler und Berater auf fachliche Kerngebiete und auf klar definierte Zielgruppen.

Der VSAV-Beirat, der sich aus Spezialisten verschiedener Fachrichtungen zusammensetzt, hat für das Thesenpapier über mehrere Wochen die notwendigen Informationen zusammengetragen und gemeinschaftlich verabschiedet. Die zehn Thesen lauten:

These 1: Zahl der Vermittler sinkt bis 2025 auf etwa 100.000

These 2: Ohne Anpassung an digitalisierte Prozesse wird 2025 kein Berater existieren können

These 3: Eine höhere Spezialisierung der Vermittler wird unerlässlich sein

These 4: Die Bedeutung der Qualifikation wird stark zugenommen haben

These 5: Es werden sich mehr Netzwerke gebildet haben

These 6: Beratung und Vermittlung gegen Honorar wird nur wenig an Bedeutung gewonnen haben

These 7: Vollständige Transparenz wird auch 2025 nicht erreicht sein

These 8: Strengere Gesetze und mehr Verbraucherschutz in 2025

These 9: Klassische Lebensversicherungen werden durch neue Produkte abgelöst sein

These 10: Anbietermarkt und Produktangebote werden übersichtlicher

VSAV-Vorstand Ralf Werner Barth: „Die Umwälzungen im Markt werden aufgrund regulatorischer Vorgaben noch lange fortdauern und für alle Vermittler und Berater deutlich spürbar sein. Leider werden diese Veränderungen nicht vollständig bei den Verbrauchern ankommen.“ Denn Die Finanzlobby wird weiter gegen eine vollständige Transparenz agieren. Um sich in diesem anhaltend schwierigen Marktumfeld behaupten zu können, müssten die Vermittler verstärkt nach Wegen zu Zusammenschlüssen suchen und sich konsequent fortbilden. Die Beratung gegen Honorar würde ihren Platz finden, dies aber vornehmlich im gut verdienenden Kundensegment.

Über die Vereinigung zum Schutz für Anlage- und Versicherungsvermittler e.V.:

Der VSAV ist ein unabhängiger Verein mit der Zielsetzung, die fachlichen, beruflichen und unternehmerischen Kompetenzen der Mitglieder zu fördern. Diese Ziele erreicht der Verein durch die Identifizierung und Minimierung der Risiken der Mitglieder sowie durch die Bündelung und Vernetzung der dafür vorhandenen Kompetenzen im Markt. So trägt der VSAV auch dazu bei, dass sich die Qualität der im Markt tätigen Vermittler systematisch weiter verbessert.

Dem im Jahr 2004 gegründeten und im März 2005 eingetragenen Verein gehören heute über 900 Mitglieder und Unternehmer an, die sich aus den Berufsgruppen der Versicherungsvermittler, Finanzdienstleister, Steuerberater, Rechtsanwälte und mittelständischen Unternehmen zusammensetzen. Mit ca. 60 Netzwerkpartnern stehen den Mitgliedern Experten und Dienstleister rund um die beruflichen Aufgaben und Belange zur Verfügung. Vorstandsvorsitzender und Gründer ist Ralf Werner Barth, der seit 1985 als Ideengeber, Produktentwickler, Versicherungsmakler und Unternehmensberater tätig ist.

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