Tragödie oder Komödie? bAV mit Happy End! – Towers Watson bAV-Konferenz 2015

PRESSEMITTEILUNG – Unter dem Motto „Tragödie oder Komödie? bAV mit Happy End!“ hat Towers Watson am 15. Oktober 2015 über 250 HR-, Finanz- und bAV-Verantwortliche zur bAV-Konferenz nach Frankfurt eingeladen. Die Veranstaltung, die bereits zum neunten Mal ausgerichtet wurde, widmete sich den zahlreichen Herausforderungen, vor denen Unternehmen aller Größenordnungen bei der betrieblichen Altersversorgung (bAV) stehen.

Referenten namhafter Unternehmen wie Axa, Deutsche Bank, Deutsche Lufthansa, MAN, Mars, METRO und Vodafone stellten ihre Gestaltungsoptionen für die bAV vor. Ergänzt wurden die Kunden-Workshops um Vorträge, eine Podiumsdiskussion und eine Key-Note, zu der in diesem Jahr der renommierte Wirtschaftsprofessor Dr. Axel Ockenfels eingeladen war.

„Die gegenwärtige Diskussion um die bAV trägt sowohl tragische als auch komödiantische Züge“, erklärte Dr. Thomas Jasper, Leiter Retirement Solutions bei Towers Watson Deutschland, das Motto der diesjährigen Konferenz. „Eines ist jedoch gewiss: das Happy End!“

bAV: Verbreitung nach britischem Vorbild

So gab es ein klares Votum für eine flächendeckende Verbreitung der bAV: 48 Prozent der Konferenzteilnehmer sprachen sich per TED-Umfrage für die Einführung eines „Auto-Enrolment“ nach britischem Vorbild aus. „Aus Beispielen in Deutschland wissen wir, dass mit Opting-Out-Lösungen eine Verbreitungsquote von über 90 Prozent erreichbar ist“, sagte Dr. Jasper.

Im Raum standen allerdings auch aktuelle Herausforderungen für Pensionseinrichtungen, allen voran die Niedrigzinsphase. Dass niemand von den niedrigen Zinsen profitiert, weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer und auch nicht der Staat, bestätigten 46 Prozent der Konferenzteilnehmer per TED.

Kritisch wurde auch die Methode zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen nach HGB und IFRS bewertet: 75,6 Prozent der Konferenzgäste warnten vor Existenzdruck. Dazu Dr. Jasper: „Die geplante Neuregelung des Rechnungszinses nach HGB ist extrem wichtig. Sie verhindert, dass die beispiellose Niedrigzinsphase in der Abbildung der Pensionsverpflichtungen zu bilanziellen Verwerfungen bis hin zu existenziellen Fragen der einzelnen Unternehmen führt.“

bAV: Niedrigzins als Herausforderung

Dr. Michael Karst, Director Legal/Tax bei Towers Watson, diskutierte mit den Panelmitgliedern Tobias Mock, Managing Director bei Standard & Poor’s Rating Services, Henry Wuppermann, Vice President Corporate Finance bei E.ON, und Dr. Claus Buhleier, Assurance Partner bei Deloitte & Touche, über die Bewertung von Pensionsverpflichtungen nach IFRS und HGB sowie die Berücksichtigung im Rating. Wie Rating-Agenturen auf Pensionsverpflichtungen schauen, erläuterte Mock: „Pensionsverpflichtungen sind eine sehr bedeutende Größe in den Bilanzen der Unternehmen, daher müssen sie sorgsam gemanagt werden.“ Rating-Verschlechterungen allein durch die Niedrigzinsphase gab es seiner Ansicht nach nur wenige.

bAV: Digitalisierung auf dem Vormarsch

„Unternehmen sollten auch in die Kommunikation der bAV investieren und ihre Mitarbeiter bei der Entscheidung über die Eigenvorsorge im Rahmen der bAV unterstützen. Das dürfte die Wertschätzung und damit die Effektivität eines Pensionsplans weiter steigern“, sagte Dr. Jaspers mit Blick auf die neue Studie „Administration in der bAV“, die Towers Watson auf der bAV-Konferenz am 15. Oktober vorgestellt hat.

Tatsächlich gibt es bei der Kommunikation von bAV-Angeboten noch Luft nach oben. Mehr als zwei Drittel aller HR-Verantwortlichen, so die aktuelle Studie, sind der Ansicht, dass noch nicht alle Effizienzpotenziale voll ausgeschöpft sind. Dabei sind gerade im technologischen Bereich der bAV-Kommunikation Neuerungen besonders wichtig. Eigentlich sollten Apps, die die Mitarbeiter über ihre persönlichen Pensionspläne informieren, längst Standard sein – sind es aber nicht. „Das beste bAV-Angebot ist vergebene Müh, wenn die Mitarbeiter das Angebot nicht kennen und schätzen“, sagte Dr. Michael Paulweber, Leiter des Geschäftsbereichs Technology and Administration Solutions und Co-Autor der Studie.

Über Towers Watson

Towers Watson, eine der führenden Unternehmensberatungen weltweit, unterstützt ihre Kunden, den Unternehmenserfolg durch ein effektives HR-, Finanz- und Risikomanagement zu steigern. Mit rund 16.000 Mitarbeitern weltweit entwickelt das Unternehmen Lösungen in den Bereichen betriebliche Altersversorgung und Nebenleistungen, Personal- und Vergütungsmanagement sowie Risiko- und Finanzmanagement, einschließlich der Beratung von Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen.