Die anderen haben meinen guten Ruf zerstört!

 

Von Philip Wenzel

Jedes Jahr, wenn wieder evaluiert wurde, dass die Versicherungsbranche beim Großteil der Bevölkerung unbeliebt ist, rauchen die Köpfe, was zu tun wäre, um das zu ändern. Dabei ist die Lösung so einfach: Ich muss überhaupt nichts ändern. Die anderen sind schuld!

Die Makler, weil die immer das teuerste Produkt verkaufen, um mehr Courtage zu erhalten, die Vertreter, weil die immer am Bedarf vorbei alles verkaufen, was sie anbieten können und selbstverständlich die Versicherungsunternehmen, die ihre minderwertigen Produkte durch bunte Flyer zu verkaufen versuchen und im Schadenfall eh nie leisten.

Wenn ich das nun meinem Kunden erzähle, habe ich nur eine Sache erreicht: Ich habe mich als die Ausnahme in einer verkorksten Branche profiliert. Deswegen vertrauen die meisten Kunden ja auch genau Ihrem Makler/Vertreter und sonst keinem. Unterschiede zwischen Makler oder Vertreter, gebunden/ungebunden, mehrfach/einfach, interessieren den Kunden dabei nicht.

Wenn wir also unser Ansehen in der Bevölkerung anheben möchten, dann müssen wir eines bedenken:

Die anderen sind immer wir selbst!

Wer sich profilieren möchte, muss sich im Vergleich zu sich selbst verbessern und seine eigenen Standards anheben. So steigt dann auch mein Ansehen. Und damit das Ansehen der Branche.

 


Über den Autor

WenzelPhilip Wenzel ist bei der freche versicherungsmakler GmbH & Co. KG für die biometrischen Risiken zuständig. Schwerpunkte sind hierbei Bedingungs- und Leistungsanalyse der verschiedenen Tarife am Markt, die Erstellung von anschaulichen Preis-Leistungs-Vergleichen nach transparenten Kriterien sowie die Verbesserung der Beratungsprozessstrukturen. Webseite: www.freche-versichert.de

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Die Aussage stimmt ja auch. Verkäufer, die von Provisionen leben sind abhängig. Wer da was anderes erzählt, lügt ganz einfach. Ich habe noch keinen Versicherungsvertreter erlebt, der zB Cosmo anbietet weil die vielleicht günstiger ist.
    Beratet doch gegen Honorar, macht eine staatliche Ausbildung wie zB Fachwirt für Finanzberatung, bietet alle Gesellschaften an und nicht nur die mit persönlicher Beratung (dadurch werden die Direktversicherer für den Vergleich ausgeblendet).
    Ich habe schon Baufinanzierungen gesehen, die mit einer KLV ausfinanziert waren. Diese Kunden sind heute fast alle pleite. Aber der Versicherungsvertreter hat sich an der Finanzierung dumm und dämlich verdient.
    Die Versicherungsvertreter haben sich ihr eigenes Image geschaffen.

  2. Im Versicherungsgeschäft geht es um das Vertrauen, dem Kunden ist es egal ob ein Versicherungsmakler, ein Versicherungsberater, oder ein Vertreter einer Gesellschaft Ihn berät. Er wird bei dem den Vertrag abschließen, wo sein Bauchgefühl ihm das Gefühl gibt, diesem Menschen kann ich vertrauen.

    Aufgrund der Komplexität und Marktvielfalt im Bereich der Versicherungen, ist es aber für den Kunden fast unmöglich geworden, den für ihn passenden Anbieter selber herauszufinden. Im Alltag wird dem Nachbarn, Freunden, oder guten Bekannten vermutlich mehr fachliche Qualifikation für Versicherungstipps zugesprochen, als langjährig qualifizierten und geschulten Versicherungsfachleuten.

    Hier kann mit einer fundierten und transparenten Arbeitsweise Vertrauen aufgebaut werden.
    Nur mit dem Einsatz von hochwertiger neutraler Vergleichssoftware, die aktuelle Tarife und bestehende in der Vergangenheit abgeschlossene Versicherungen nach Leistung und Beitrag vergleichen kann, ist eine objektive und kundenorientierte Beratung möglich. Nach einer Gegenüberstellung und Auswertung, wird für den Kunden aus Vertrauen, die Gewissheit, ein für ihn passendes Versicherungs- oder Vorsorgeprodukt erworben zu haben.

  3. Den Ruf der Branche und jedes einzelnen ‚Markt-Teilnehmers‘ zu verbessern, ist relativ simpel.

    Lasst uns anfangen, selbst gute Nachrichten zu schreiben, statt uns selbst gegenseitig zu zerfleischen und uns selbst als den einzig wahren und fairen Vermittler zu positionieren gegen die bösen 1. Ausschließlichen 2. Mehrfachagenten 3. Strukkis 4. die, mit unvollständigem Impressum auf der Website 5. die mit ‚blöden‘ Fragen in Maklerforen 6. die Anfänger 7. die alten Säcke 8. die Bauchladenverkäufer 9 die Möchte-Gern-Spezialisten … die Liste ist so unendlich wie das All.

    Wir jammern so gerne über die Branche, statt sie zu bessern. Wir lästern gerne gegen Kollegen, statt sie zu stärken. Wir lachen über ‚dumme‘ Kunden, statt sie zu ‚entzücken‘ …

    Sind die meisten von uns wirklich so bescheuert, dass wir glauben, dieses Gejaule erfreut den Kunden und stärkt unser Geschäft? Sind wir wirklich so blöd, dass wir denken, dadurch wird sich unser Ruf verbessern? … werden Kunden wieder lieber zu uns kommen, als ‚ins Internet‘ gehen? … werden junge Leute einen Job rund um Versicherungen wählen und nicht bei Google und Audi Schlange stehen?

    Wie wäre es denn, wenn wir Finanzdienstleister selbst für positive Schlagzeilen sorgen und das Jammern und Lästern den Journalisten überlassen?

    Die 1.598 #FBMakler haben dazu eine Herbst-Aktion gestartet, der sich gerne jeder Finanzberater auf Facebook anschließen hier kann > http://on.fb.me/1oLp4na

    Für alle, die nicht auf Facebook sind: http://maklr.de/1lwQmCI

    Beste Grüße aus Berlin sendet

    – Hans Steup

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