Degenia – Nach 16 Jahren erfolgreicher Kfz.-Sondereinstufung: Die „lady“ wird „fair“

PRESSEMITTEILUNG – Bad Kreuznach, Itzehoe, 11. August 2014: Im Herbst des Jahres 1998 wurde im rheinhessischen Wörrstadt eine nach wie vor besonders für Frauen hervorragend geeignete „Produktidee“ geboren. Wobei die „Geburt“ oft relativ leicht – die Umsetzung meistens viel schwieriger ist.

Die damals extra für die Vermarktung dieser Kfz.-Sondereinstufung gegründete und ins Handelsregister eingetragene GbR hieß „VKS-Assekuranz“ und war die Vorläufergesellschaft der heutigen degenia Versicherungsdienst AG in Bad Kreuznach.
Entwickelt wurde die Idee aus der praktischen Erfahrung vieler Versicherungsmakler bei der Beratung speziell von Frauen, die nach erfolgreicher Scheidung von ihrem Ex bei der erstmaligen Versicherung ihres PKW entsetzt feststellen mussten, dass Sie – obwohl sie die „Familienkutsche“ über Jahre unfallfrei (mit-)gefahren haben – von ihrer langjährigen Pkw.-Versicherung plötzlich wie Fahranfängerbehandelt, d.h. mit ca. 140% der Prämie eingestuft wurden:

Der Mann behält den SF-Rabatt, die Frau die Kinder war damals unser einprägsamer Slogan“ erinnert sich Ortwin Spies, Prokurist der degenia. „Dieser Spruch kam insbesondere auch in der Maklerschaft sehr gut. Wir analysierten den damaligen Kfz.-Versicherungsmarkt, die Abhängigkeit von Schadenhöhe und –häufigkeit vom Geschlecht der Fahrer/innen und waren begeistert über die zur Jahrtausendwende hin jährlich steigende Zahl der Scheidungen. „Nachwachsender Rohstoff“ sagten wir damals scherzhaft – und schon war ein fest umrissenes, klassisches „Zielgruppen-Konzept“ geboren“.

Was noch fehlte war der Risikoträger, der bereit war, bei der Ersteinstufung auf einen Teil der Prämie zu verzichten, denn die SF-Einstufung richtete sich damals (auch heute noch!) nach der Dauer des Führerscheinbesitzes der geschieden oder getrennt lebenden VN. Sie musste zusätzlich älter als 25 sein, die letzten zwei Jahre keinen Unfall verursacht haben und bereits VN des Risikoträgers bzw. der VKS/degenia sein/werden sowie das Kfz. allein nutzen. Dass sich diese positive Risikoauslese bis heute bewährt hat zeigen die alljährlich durchweg positiv verlaufenen Schadenquoten bei der Itzehoer Versicherung, die von Beginn an der Risikoträger „der ersten Stunde“ war.

Andere namhafte Versicherer im K-Bereich, von A wie Allianz bis Z wie Zurich, um hier beispielhaft nur zwei zu nennen, lehnten kalt lächelnd ab und wünschten uns „greenhorns“ aus der rheinhessischen Provinz alles Gute und viel Glück – was im Rückblick schon auf eine gewisse „Betriebsblindheit“ schließen lässt: „Frauen können doch kein Auto fahren, lasst uns bloß mit den geschiedenen alleinerziehenden Müttern in Frieden, die können i.d.R. ja nicht mal die Prämie zahlen“, waren noch die höflicheren Absagen der i.d.R. männlichen Verantwortlichen bei den Versicherern.

Ganz anders die Reaktion im Hause der Itzehoer Versicherungen. Hier wurden wir relativ schnell zu einem Gedankenaustausch mit dem Vorstandsvorsitzenden, Herrn Wolfgang Bitter, nach Schleswig-Holstein, eingeladen. Vielleicht, weil Itzehoe ebenso Provinz ist wie Wörrstadt bzw. Bad Kreuznach.

Vorstand und Maklerbetreuer der Itzehoer hatten aber recht schnell das Marketingpotential dieser Idee erkannt. Dieses „Produkt“ sollte der Türöffner für den damals neu zu entwickelnden Maklervertrieb werden. Wir kamen also genau zur rechten Zeit zum richtigen Ort mit der richtigen Strategie: So trug auch der Zufall zum Erfolg der „lady“ bei! Manchmal muss der Tüchtige auch Glück haben.

Mit einer intensiven PR-Kampagne in den Jahren 1999 bis 2002 begann die Anzahl der policierten Anträge zu wachsen. Von „BILD der Frau“ bis zu „TINA“ und „Süddeutscher Zeitung“ schrieben begeisterte, weil oft selbst betroffene Redakteurinnen, über die „Gute Idee“ aus Wörrstadt.

So erzeugten wir dank einer Millionenauflage bei den Printmedien bundesweit Nachfrage über Versicherungsmakler („Kennen Sie schon lady mobil, das soll eine günstige Versicherung für Frauen bei der Itzehoer sein? Ist die Itzehoer wirklich eine deutsche Versicherung?“).

Auch in Richtung Makler waren wir von Anfang an aktiv. Im Oktober 1999 war unsere „Premiere“ auf der DKM in Dortmund, als sie noch eine wirkliche Deckungskonzept-Messe war – und nicht wie zuletzt ein Rummelplatz für finanzkräftige Selbstdarsteller mit Hang zum Größenwahn.

Wer sich heute noch daran erinnert: Wir hatten im Flurbereich entlang der Fensterfront in den Messhallen (d.h. gar nicht im eigentlichen Messegeschehen) einen Tisch, 1x1m, mit vier Stühlen, die im Angebot der bbg enthalten waren, zur Prospektablage. In der Mitte des Tisches stand ein großes Bonbonglas mit Gummibären – eigentlich für die zukünftigen VP gedacht -das größtenteils von Herrn Winterling (heute ein guter Freund des Hauses) geleert wurde. Was mich persönlich damals überraschte war der Andrang an unserem Tisch. Wo bei unseren bedauernswerten Nachbarn, die sich ebenfalls nur einen Tisch im Flurbereich leisten konnten oder wollten, gähnende Leere herrschte, bildete sich bei uns kurz nach dem morgendlichen Einlass eine richtige Menschenschlange von VM´s, die neugierig darauf waren, unsere „lady“ bzw. deren „Erfinder“ näher kennenzulernen.

Auch den damals berühmt-berüchtigten Fax-Dienst setzten wir als Marketing-Instrument ein und ließen so vielen Tausenden von VMs die frohe Botschaft über die neue Sondereinstufung am deutschen Versicherungsmarkt zukommen – nicht ganz legal, zugegebenermaßen.

Und seitdem erfreut „lady mobil“ die weiblichen und in Ausnahmefällen auch männlichen Versicherungsnehmer und deren Makler. Im Laufe der Zeit bot auch die Itzehoer Versicherung ihrer AO diese Einstufung an, was ja auch naheliegend war und unsere Zustimmung fand. Hier hieß dieser Tarif von Beginn an „fair mobil“. Und mit der Zeit verwischten sich die Fronten. Immer öfter wurden beide Bezeichnungen auf den verschiedensten Schriftstücken parallel verwendet – was manchmal auch zu einigen Verwirrungen führte.

Damit ist ab sofort Schluss: Spätestens ab dem 1. September 2014 wird es nur noch „fair mobil“ geben. Ansonsten ist alles gleich geblieben – seit ca. 16 Jahren! Eine in der deutschen Assekuranz einmalige Geschichte, dass eine Kfz.-Sondereinstufung so lange „lebt“. Und mit der Hilfe unserer Vermittler und der Itzehoer Versicherung wird sie noch lange „weiterleben“, so unsere Hoffnung für die Zukunft: Mit ein bisschen Wehmut und voller Stolz sagen wir „Tschüß, kleine lady – mit Dir fing schließlich alles an – und mach´s gut fair mobil, denn mit Dir geht es jetzt weiter“.

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