Provinzial NordWest wächst stärker als die Branche

Erneut sehr gutes Konzernergebnis erzielt / Substanz gestärkt / Kostenquoten weiter gesenkt / Kräftiger Beitragsanstieg in der Lebensversicherung / Westfälische Provinzial baut starke Marktposition weiter aus / Strategische Weiter-entwicklung des Konzerns auf gutem Weg

PRESSEMITTEILUNG – Münster, 26. Juni 2014. Die Provinzial NordWest Versicherungsgruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013 zurück.

Mit einem Anstieg der Beitragseinnahmen um 6,7 % auf 3.191,3 (Vorjahr: 2.990,7) Mio. Euro wuchs die zweitgrößte öffentliche Versicherungsgruppe deutlich stärker als der Markt. „Mit unserem guten Wachstum und einem stabilen Jahresüberschuss von 130 (136) Mio. Euro sind wir sehr gut positioniert“, erläuterte Vorstandsvorsitzender Ulrich Rüther. Er betonte, dass es der Provinzial NordWest in den vergangenen Jahren gelungen ist, bei sinkenden Kostenquoten und stabilen Erträgen die gute Unternehmenssubstanz kontinuierlich weiter zu stärken.

Eigenkapitalbasis erneut gestärkt

Der erfolgreiche Geschäftsverlauf ermöglichte es, die Eigenkapitalbasis des Konzerns weiter auszubauen. Diese erhöhte sich um 4,7 % auf 1.325,5 (1.266,1) Mio. Euro. „Damit hat sich das Eigenkapital seit der Konzerngründung 2005 mehr als verdoppelt“, verdeutlichte Rüther. Die Solvabilitätsquote verbesserte sich auf 178,5 (175,7) %. „Im Hinblick auf die künftigen Eigenmittelanforderungen unter Solvency II sind wir gut aufgestellt“, erläuterte Rüther. Für die Kapitalanlagen in Höhe von über 21 Mrd. Euro konnte trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase mit 4,2 (4,4) % erneut eine Nettoverzinsung auf hohem Niveau erzielt werden.

Entwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung

Die Beitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung stiegen im selbst abge-schlossenen Versicherungsgeschäft um 3,3 %. Aufgrund schwerer Sturm- und Hagel-ereignisse im gesamten Geschäftsgebiet erhöhte sich der Bruttoschadenaufwand 2013 um 14,7 % auf 1.272,8 (1.109,8) Mio. Euro. „Diese Schadenbelastung konnten wir dank einer sehr hohen Ertragskraft unseres Versicherungsportfolios und dank einer maßgeschneiderten Rückversicherungspolitik weitestgehend abfedern“, erklärte Rüther.

Westfälische Provinzial baut starke Marktposition weiter aus

Die Westfälische Provinzial erzielte mit einem Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 107,4 (103,2) Mio. Euro ein hervorragendes Jahresergebnis und steht trotz hoher Schaden-aufwendungen glänzend dar. Die starke Position als regionaler Marktführer wurde mit einem Beitragszuwachs von 3,0 % im selbst abgeschlossenen Geschäft gesichert. Wachstumstreiber waren vor allem die Kraftfahrtversicherung mit einem Zuwachs von 5,7 %, aber auch die Unfallversicherung mit einem Beitragsplus von 3,7 % sowie die Verbundene Wohngebäudeversicherung mit einer Steigerung von 3,6 %.

Als Folge schwerer Sturm- und Hagelereignisse im Sommer vergangenen Jahres stiegen die Bruttoschadenaufwendungen des Gesamtgeschäftes um 8,2 % auf 755,5 (698,4) Mio. Euro. Eine passgenaue Rückversicherungsstrategie und rückläufige Kosten kompensierten die erhöhte Schadenbelastung. Die Kostenquote konnte auf 24,3 (25,2) % gesenkt werden. Damit konnte der Kostenvorsprung zum Markt ausgebaut werden, der eine Kostenquote von voraussichtlich rund 26 % erwartet. „Im Rahmen unserer substanzorientierten Geschäftsstrategie sind wir auch 2013 profitabel gewachsen. „Hinsichtlich der Ertragskraft unseres versicherungstechnischen Portfolios liegen wir weiter deutlich über Marktniveau“, bilanzierte Ulrich Rüther.

Der Vorstandsvorsitzende erläuterte, dass das Unternehmen auch in Zukunft auf den erfolgreichen Vertriebswege-Mix von Geschäftsstellen, Sparkassen und ausgewählten Maklerverbindungen setze: „Wir haben differenzierende Wachstumsstrategien entwickelt, die die besonderen Rahmenbedingungen des jeweiligen Vertriebsweges in den Vordergrund stellen.“

Die Kunden honorierten die konsequente Ausrichtung des Unternehmens als Serviceversicherer. Die Westfälische Provinzial wurde Testsieger einer kürzlich im Auftrag des Handelsblattes erstellten Studie zur Wohngebäudeversicherung. Bewertet wurden die zehn größten Wohngebäudeversicherer. Auf dem Prüfstand standen die Kriterien Leistung, Service und die Anzahl der Beschwerden.

Lebensversicherung: Beitragseinnahmen kräftig gesteigert

Bei der Provinzial NordWest Lebensversicherung erhöhten sich 2013 die gebuchten Bei-tragseinnahmen um 11,4 % auf 1.463,9 (1.314,3) Mio. Euro. Der Anstieg lag damit deutlich über dem Marktwachstum von 4,0 %. Grund für das kräftige Beitragswachstum war das gute Neugeschäft.

Bei der Zusammensetzung des Neugeschäftes entfielen 47 % auf biometrische Produkte (Absicherung von Berufsunfähigkeit, Todesfall und Pflegefallabsicherung) sowie fonds-gebundene Produkte. Stark nachgefragt wurde die unter dem Namen „Garant“ angebotene Produktlinie: Die Provinzial NordWest Lebensversicherung hat frühzeitig im Rahmen der anhaltenden Niedrigzinsphase neue Produktkonzepte entwickelt. Diese sogenannten Hybridprodukte, die eine Beitragsgarantie mit individuell wählbaren Renditechancen kom-binieren, werden bei der Provinzial NordWest bereits seit 2010 angeboten. „Mit Blick auf alle kapitalbildenden Versicherungen kam 2013 jeder dritte Neuvertrag aus dieser Produktfamilie. Dieser Zuspruch von Kunden und Vertriebspartnern für eine innovative Produktlinie freut uns sehr“, erläuterte Rüther. Focus Money zeichnete die „GarantRente Vario“ 2013 als beste Privatrente mit der Note „Sehr gut“ aus. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen konnte mit 4,1 (4,3) % auf einem hohen Niveau gehalten werden.

Auch 2014 entwickelt sich das Neugeschäft in der Lebensversicherung sehr positiv: So verzeichnete die Provinzial NordWest Lebensversicherung in den ersten fünf Monaten des Jahres sowohl im Neugeschäft gegen laufende Beiträge als auch im Geschäftssegment der Einmalbeiträge jeweils ein kräftiges, über dem Marktdurchschnitt liegendes Wachstum.

Strategische Weiterentwicklung des Konzerns auf gutem Weg

Nach der Gründung des Provinzial NordWest Konzerns 2005 wurden zunächst die Querschnittsfunktionen Finanzen, Kapitalanlage, Risikomanagement und IT gebündelt. In den vergangenen Jahren stand die konzernweite Vereinheitlichung von Produkten und Prozessen im Fokus, um Sach- und Personalkosten einzusparen. So konnten bereits 37 Mio. Euro von den bis 2015 angestrebten jährlichen 40. Mio. Euro Kosteneinsparungen realisiert werden. „Der Konzern ist hier auf einem guten Weg und wird seine Bemühungen konsequent fortsetzen“, erläuterte Rüther.

Für die nächsten Jahre wurden wesentliche Handlungsfelder herausgearbeitet. Besondere Schwerpunkte sollen in zwei Themenfeldern liegen: zum einen das Vorantreiben der digitalen Strategie mit regionalem Blick. „Unser Erfolgsfaktor regionale Nähe soll um den Faktor digitale Nähe ergänzt werden“, erklärte Rüther. Im Projekt „Digitalisierung“
würden die bisherigen Aktivitäten gebündelt sowie neue Strategien und Bausteine entwickelt, um das erfolgreiche Geschäftsmodell der Provinzial noch stärker auf das sich wandelnde Kundenverhalten auszurichten.

Zum anderen sei eine weitere Vereinheitlichung konzerninterner Strukturen geplant. Ziel sei es unter der Devise „Stark in den Regionen, schlank in den Konzernstrukturen“ entscheidende Weichen für die Zukunft zu stellen. In diesem Zusammenhang kündigte Rüther die Prüfung verschiedener Modelle an. Die regionalen Standorte und Strukturen werden dabei erhalten bleiben.

Provinzial NordWest: Auf einen Blick

Konzernergebnis: 130 Mio. Euro Jahresüberschuss nach Steuern

Beitragseinnahmen: 3.191 Mio. Euro

Eigenkapital: 1.326 Mio. Euro

Kapitalanlagen: 21 Mrd. Euro

Versicherungsverträge: 9,6 Mio

Mitarbeiter im Innen- und Außendienst: rd. 6.200

Auszubildende: 474

Zur Provinzial NordWest Versicherungsgruppe gehören die Westfälische Provinzial Versicherung AG, die Provinzial Nord Brandkasse AG, die Hamburger Feuerkasse Versicherungs-AG und die Provinzial NordWest Lebensversicherung AG.