Versicherungswirtschaft wächst, Rentenlücke größer als gedacht, Pflege, PKV und Fußball-Weisheiten

[ninja-popup id=2583 autoopen=true]

Thema des Tages

GDV: Ausbau des Dreisäulen-Systems alternativlos

Auf dem Pressekolloquium des GDV-Verbands forderte GDV-Präsident Erdland den Ausbau der kapitalgedeckten Versorgung. Diese sei neben der Gesetzlichen Rentenversicherung „alternativlos.“ Auch fordert der GDV eine staatliche Regulierung, die der anhaltenden Niedrigzins-Phase gerecht wird – zum Beispiel bei den Bewertungsreserven. Leistungs-Ausdehnungen der Gesetzlichen Rentenversicherung, wie von einigen Politikern gefordert, lehnt Erdland ab. Insgesamt ist die Versicherungswirtschaft im vergangenen Jahr um zwei Prozent gewachsen und erlöst jährlich knapp 182 Milliarden Euro Beiträge. Die LV-Beiträge stiegen um 1,1 Prozent und in Kranken um 2,9 Prozent. Die größte Steigerung machten die Komposit-Sparten mit 3,7 Prozent. Künftig will sich die Branche bei ihrem Vertrieb an den Weiterbildungs-Regeln der Ärzteschaft orientieren und startet die Initiative „Gut beraten“. GDV Finanzen Gut beraten

Politik & Gesellschaft

Nachgerechnet: Wie sich DIA bei Erwerbsminderungsrente verhedderte

Tagesbriefing-Redaktionsleiter Markus Rieksmeier hat die Berechnung der Erwerbsminderungsrente durch das Deutsche Institut für Altersvorsorge nachvollzogen – und Fehler entdeckt. Seine Rechnung finden Sie im TagesBlog.

Gehälter der Kassenchefs sollen unter Ministeraufsicht

Die Gesundheitspolitiker der Regierungskoalition einigten sich laut der Süddeutschen Zeitung auf einen Gesetz-Entwurf für die Chefs von Krankenkassen und ähnlichen Organisationen wie der Kassenärztlichen Bundesvereinigun (KBV). Demnach werden die Gehälter der Chefs künftig vor Vertrags-Unterzeichnung durch die Aufsicht führende Behörde genehmigspflichtig. Aufsehen erregt hatte der Fall des Chefs der KBV, Andreas Köhler, dessen Gehalt mit einem Federstrich von 260.000 auf 350.000 Euro erhöht werden sollte. Süddeutsche Zeitung

Rentenlücke größer als gedacht

Die Ruhr-Universität Bochum hat für Fidelity Investments die Versorgung der Deutschen untersucht und kommt im Durchschnitt auf einen Renten-Fehlbetrag von 350 Euro – trotz privater Vorsorge. Dieser sei deutlich größer als gedacht und beruhe auf der Annahme, dass alle Altersbezüge zusammen genommen 70 Prozent des letzten Netto-Einkommens betragen sollen. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Wer nicht vorsorgt, dem fehlen im Schnitt 650 Euro im Monat. Focus

— Text-Anzeige —

BU-Risikoprüfung direkt beim Kunden! Unser Risikotool bietet schnelle Gesundheitsprüfung vor Ort und fallabschließende BU-Entscheidung mit Alternativangebot. Jetzt Video anschauen!
——

Versicherungsmarkt

PKV-Verband: 23 Millionen Zusatzversicherungen

Der Verband der Privaten Krankenversicherer bilanziert: In Deutschland waren im Jahr 2012 knapp 9 Millionen Menschen PKV-vollversichert. Im Saldo sind das etwa 20.000 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Zusatzversicherungen ist um 2,5 Prozent auf 23 Millionen gestiegen – vor zehn Jahren waren es nur 14 Millionen. Von volkswirtschaftlicher Bedeutung sind die Alterungsrückstellungen der PKV von zurzeit 180 Milliarden Euro. PKV.de (PDF)

Zweite “Pools and Finance”-Messe erfolgreich

3.200 Teilnehmer trafen sich in Frankfurt auf dem Marktplatz für Pools und der Finanzindustrie. Mit 132 Ausstellern und 48 Workshops gab es für Vermittler ausreichend Gelegenheit zur Information und zur Kommunikation. Cash 

Pflege: Persönliche Beratung wichtiger als Stiftung Warentest

Sören Hildinger von der Süddeutschen Krankenversicherung hat einen Gastbeitrag im Blog des Maklers Hoesch & Partner geschrieben. Er befasst sich mit der Pflegeversicherung und kommt zum Fazit: Pflege-Bahr ist eine wichtige Basisversorgung und Kunden können „ungnädig“ werden, wenn der Berater ihnen staatliche Förderungen vorenthält. Auch die ergänzende private Pflege-Versicherung entscheiden die Kunden anhand ihrer persönlichen Situation – „ganz sicherlich aber nicht die Stiftung Warentest“. Blog.Hoesch

Unternehmen

Warum die DVAG so gut funktioniert

Anlässlich der Bilanz der DVAG (1,2 Milliarden Umsatz und 180 Millionen Gewinn) und dem bevorstehenden 85. Geburtstag von DVAG-Gründer Reinfried Pohl hat das Manager-Magazin die Erfolgstreiber der DVAG beleuchtet. Zusammengefasst beruht der Unternehmenserfolg auf Professionalisierung, klaren Strukturen und Konsequenz in der Umsetzung. Die Professionalisierung begründet der Autor Klaus Werle mit den intensiven Ausbildungs-Aktivitäten der DVAG und der Einführung moderner Beratungs-Technologien. Manager Magazin 

Hannover Rück übernimmt britische Langlebigkeits-Risiken

Der Rückversicherer deckt weitere Pensionsverpflichtungen für britische Erstversicherer: Im Februar hatte die Hannover Rück für umgerechnet 2,32 Milliarden Euro [1 GBP = 1,16 EUR] Deckungen für die britische Legal & General übernommen. Jetzt zeichnete das Unternehmen weitere 1,16 Milliarden Pension-Verpflichtungen von Abbey Life und Rothesay Life. Alles zusammen gerechnet entspricht einer jährlichen Prämie von 150 Millionen Euro. Der Börsianer 

— Text-Anzeige —

Ihre Anzeige im Tagesbriefing! Erreichen Sie die Elite des Vertriebs. Täglich lesen rund 1.000 Entscheider aus der Versicherungswirtschaft Das Tagesbriefing: Makler, gebundene Vermittler, Innendienst und Manager. Wir machen Ihnen Top-Konditionen zum Einstieg! Fragen Sie uns hier!
——

Marketing und soziale Medien

Mehr Verkaufserfolg durch Cross-Selling

Die Erfahrungen großer Firmen zeigen: Bestehende Kunden neigen dazu, auch andere Produkte eines Hauses zu kaufen. Der Pferdefuß sei aber, dass die Marketing-Aufwendungen für das Cross-Selling so hoch seien, dass es die Mehreinnahmen auffresse. Harvard Business Manager
Vertriebstipp: Nur wenn man seine Kunden gut kennt, weiß man auch, welche weiteren Produkte sie benötigen – dann wird Cross-Selling zum Umsatzbringer.

Wüstenrot & Württembergische wird „Pressestelle 2013″

Der Verein der Versicherungsjournalisten VDJ hat das Kommunikationsteam der Wüstenrot & Württembergischen mit dem Preis „Pressestelle 2013“ ausgezeichnet. Bocquel-News

Recht

Urteil: bAV – Die „gespaltene“ Rentenformel gilt

Einige Versorgungsordnungen sehen für Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungs-Grenze (BBG) erheblich höhere Versorgungs-Leistungen vor. Das ist systematisch auch sinnvoll, weil oberhalb der BBG keine gesetzliche Versorgung greift. Allerdings kam es durch eine außerordentlich große Anhebung der BBG im Jahre 2003 von 4.600 auf 5.100 Euro zu erheblichen Einbußen der Anwärter und Rentner. Diese erklärte das Bundesarbeitsgericht nun abschließend für rechtens (BAG Az.: 3 AZR 475/11) Versicherungspraxis24 

Was geht und was geht nicht?

Die Arag Rechtschutzversicherung hat einmal zusammengestellt, was im nachbarschaftlichen Umgang zu beachten ist. Duschen oder eine laustarke Klospülung gehören auch nachts zum Leben dazu. Der Trägerin zumutbar hingegen ist es, die Stöckelschuhe in der Wohnung auszuziehen und die Ohren des Nachbarn zu schonen, wenn der Schallschutz ansonsten miserabel ist. (LG Hamburg, Az.: 316 S 14/09). Arag.de 

Namen

Martina Backes (ehemals Vorstand der Skandia Leben) wird Geschäftsführerin beim Versicherer-Beratungsunternehmen Aeiforia. Das Investment 

Rüdiger Frischmut geht zum LV-Zweitmarktspezialisten Life Bond Cash Online

Tweet des Tages

Zahl des Tages

Zwei Drittel

Aller Deutschen wollen, dass Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern zurück tritt, so eine Umfrage von YouGov im Auftrag der Bild. YoGov

Zitat des Tages

„Wer versucht, die Versicherung zu betrügen, muss heute viel eher damit rechnen, erwischt zu werden als noch vor ein paar Jahren, hier sehen wir uns gegenüber der Mehrzahl der ehrlichen Kunden in der Pflicht“, sagt Stephan Schweda vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. ProContra-Online

Zu guter Letzt

Ein ehemaliger Steuerfahnder erzählt, wie Steuerflucht zum Volkssport wurde. Die Welt 

 

Tipp: Ihnen gefällt das Tagesbriefing? Dann zeigen Sie es durch einen Klick auf „gefällt mir“ auf unserer
Facebook-Seite. Wir freuen uns!