Fitch bestätigt ‚AA-‚Finanzstärkerating der Provinzial NordWest; Ausblick stabil

PRESSEMITTEILUNG – Fitch Ratings, London/Frankfurt, 07 December 2016: Fitch Ratings hat das ‘AA-’ Finanzstärkerating (Insurer Financial Strength, IFS) der Westfälischen Provinzial Versicherung AG (WPV) und der Provinzial NordWest Lebensversicherung AG (PNWL) bestätigt. Der Ausblick der Ratings ist ‘stabil’.

SCHLÜSSELFAKTOREN DER RATINGS

Die Ratings spiegeln Fitchs Sichtweise auf die WPV und PNWL als Kerngesellschaften der Provinzial NordWest Gruppe (PNW) wider, welche die Agentur wiederum als integralen Bestandteil der Sparkassen-Finanzgruppe (SFG, Emittentenausfallrating ‘A+’, Ausblick stabil) ansieht. Die Zugehörigkeit zur SFG wirkt sich zugunsten der Ratings der WPV und PNWL aus. Wir passen die impliziten Emittentenausfallratings der Gesellschaften dem der SFG an.

Die PNW wird vollständig von der SFG und öffentlich-rechtlichen Organisationen gehalten. Ihre Versicherungslösungen sind Kernbestandteil des Produktangebotes für Kunden der Sparkassen in ihrem festgelegten Vertriebsgebiet. Zum Beispiel werden zwei Drittel des Neugeschäfts in der Lebensversicherung von Sparkassen verkauft. Außerdem sind die Marke der PNW und ihr Agenturnetzwerk eng mit den Sparkassen verknüpft. Fitch sieht deshalb die PNW als das Versicherungsstandbein der Sparkassen in ihrer Vertriebsregion an und glaubt, dass es eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür gibt, dass die SFG im Bedarfsfall Unterstützung zur Verfügung stellen würde.

Auch ohne Berücksichtigung der SFG ist die PNW stark kapitalisiert, folgt guten Reservierungsstandards und verfügte in den vergangenen Jahren über eine fortlaufend starke versicherungstechnische Ertragslage. Andererseits hat die PNW einen hohen Prämienanteil an Wohngebäudeversicherung in ihren Büchern, welcher zu wesentlichen Risiken aus Unwetterschäden führen kann, die allerdings durch einen angemessenen Rückversicherungsschutz deutlich gemindert werden. Außerdem führt das auf Nordwestdeutschland ausgerichtete Geschäft zu einer begrenzten geographischen Diversifikation sowie einem eingeschränkten Wachstumspotenzial.

Wir erwarten für das laufende Jahr ein Konzernergebnis von mehr als 150 Mio. Euro (2015: 83 Mio. Euro), weil die Auflösung einer Schwankungsrückstellung wesentlich zum Ergebnis beitragen wird und das Vorjahr durch die erstmalige Bildung einer latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) belastet war. Auch nach Bereinigung der Einmaleffekte im Konzernergebnis 2016 gehen wir wegen steigender Aufwendungen für Pensionsrückstellungen von 2017 von einem stabilen bis leicht rückläufigen Konzernergebnis aus.

Für 2016 erwartet Fitch einen leicht rückläufigen Kapitalanlageertrag, der von den anhaltend niedrigen Zinsen und geringeren Wiederanlagerenditen geprägt ist. Die PNW erzielte 2015 eine Nettoverzinsung von 4,6%.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurde mehr als die Hälfe des Neugeschäftes im Segment Leben von alternativen Garantiemodellen, fondsgebundenen und Berufsunfähigkeitsversicherungen generiert (2015: 46%). Das Unternehmen hat das Einmalbeitragsgeschäft reduziert, und wir erwarten, dass die Beitragseinnahme der PNWL im laufenden Jahr um mehr als 10% rückläufig ist. Für die WPV erwarten wir, dass die Beitragseinnahme um mehr als drei Prozent wachsen wird.

Die PNW wies zum Jahresende 2015 eine Bilanzsumme von 24,9 Mrd. Euro aus und erzielte 2015 Prämieneinnahmen von 4,1 Mrd. Euro. Zur PNW gehören ein Lebensversicherer und drei Schaden-/Unfallversicherer. Die WPV und PNWL sind die größten Einheiten.

RATINGSENSITIVITÄTEN

Weil Fitch PNWL und WPV als integralen Bestandteil der SFG ansieht, wird sich jede Veränderung des Emittentenausfallratings der SFG wahrscheinlich in den Ratings der Versicherer widerspiegeln.

Außerdem könnte eine Herabstufung der Ratings aufgrund einer aus unserer Sicht geringeren Bedeutung der öffentlichen Versicherer in der SFG einerseits oder von WPV oder PNWL in der PNW andererseits angezeigt sein. Eine solche Veränderung sehen wir kurz- bis mittelfristig als unwahrscheinlich an, könnte aber, zum Beispiel, von einer stark rückläufigen Kapitalausstattung bei einem der Versicherer verursacht werden.

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