Fitch bestätigt ‚A+‘-Finanzstärkerating der ALTE LEIPZIGER; Ausblick stabil

PRESSEMITTEILUNG – London/Frankfurt: Fitch Ratings hat das ‚A+’-Finanzstärkerating (Insurer Financial Strength, IFS) der ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit (ALL) und der ALTE LEIPZIGER Versicherung Aktiengesellschaft (ALV) bestätigt. Der Ausblick der Ratings ist stabil.

Die ALL ist der Lebensversicherer und die Obergesellschaft des Alte Leipziger Konzerns (ALK). Fitch sieht die ALL und die ALV als Kerngesellschaften des ALK an. Daher basieren ihre Ratings auf einer Gruppeneinschätzung.

SCHLÜSSELFAKTOREN DES RATINGS

Grundlage des Ratings ist die starke Kapitalausstattung des Konzerns, der fortlaufend gute Kapitalertrag sowie die nachhaltige Marktstellung im Berufsunfähigkeits- sowie bAV-Geschäft. Dem stehen als weitere Schlüsselfaktoren des Ratings die geringe geographische Diversifikation der Gruppe sowie die langfristig negativen Auswirkungen aus den anhaltend niedrigen Zinsen für die deutsche Lebensversicherung entgegen.

Im faktorbasierten Kapitalmodell Prism FBM von Fitch erzielte die Alte Leipziger das Ergebnis „extremely strong“ (extrem stark) zum Jahresende 2015. Wir erwarten von der Gruppe, dass sie auch zum Jahresende 2016 ein „extremely strong“-Resultat im Prism FBM erzielen und ohne Anwendung von Übergangsregeln eine Solvency II-Quote von mehr als 150% erreichen wird.

Fitch sieht die Eigenmittel des ALK als stark an. Wir erwarten von der ALL, dass sie ihre im Marktvergleich überdurchschnittlichen Kapitalquoten zum Jahresende 2016 beibehalten wird. Gemessen an den zu verzinsenden Passiva lag die Eigenkapitalquote der ALL zum Jahresende 2015 bei 4,2% und damit deutlich über der des Marktes von 1,9%. Die freie RfB samt Schlussgewinnfonds (in % der zu verzinsenden Passiva) lag bei 6%, ebenfalls über dem Marktschnitt von 5,3%.

Fitch erwägt, dass die ALL im Falle anhaltend niedriger Zinsen zur Bedienung der Rechnungszinsen (Garantiezinsen) besser aufgestellt ist als viele ihrer Wettbewerber. Ursachen hierfür sind die längere Laufzeit der Kapitalanlagen, das starke versicherungstechnische Ergebnis, das von dem hohen Geschäftsanteil an Berufsunfähigkeitsversicherung profitiert, sowie das hohe Niveau der Eigenmittel der Gruppe.

Fitch schätzt, dass die ALL im Falle lang anhaltend niedriger Zinsen die Rechnungszinsen in den nächsten 20 Jahren aus dem Kapitalertrag bedienen könnte, ohne Rückgriff auf andere Gewinnquellen nehmen zu müssen (unter Annahme einer Wiederanlagerendite von 1,5%).

Allerdings übt das aktuelle operative Umfeld Druck auf die Ertragslage deutscher Lebensversicherer aus. Wir erwarten, dass die Eigenkapitalrendite 2016 bei fünf bis sieben Prozent liegen wird (2015: 8,7%) sowie eine weitere Verschlechterung in der Rentabilität der Gruppe in den kommenden Jahren, hauptsächlich wegen der anhaltend niedrigen Zinsen.

Fitch geht davon aus, dass die ALL zu den Top 5-Anbietern in der Berufsunfähigkeitsversicherung gehört. Zudem weist die ALL einen erheblichen Anteil an bAV-Geschäft auf, welches die starke Entwicklung der laufenden Beitragseinnahme unterstützt. Der ALK vertreibt seine Produkte ausschließlich in Deutschland, weshalb die geographische Diversifikation eingeschränkt ist. Der Fokus auf den Heimatmarkt ist typisch für einen mittelgroßen Konzern wie den ALK.

Wir erwarten, dass die Beitragseinnahme der ALL 2016 leicht rückläufig sein wird. Der ALK vereinnahmte 2015 gebuchte Bruttobeiträge von 2,8 Mrd. Euro und wies zum Jahresende eine Bilanzsumme von 24,6 Mrd. Euro aus. Die Beitragseinnahme der ALL stieg 2015 um 7% an, während die Branche ein Rückgang von 2,6% verzeichnete. Wir erwarten, dass das Wachstum 2016 näher am Markt liegen wird.

Außer Versicherungsgeschäft bietet der ALK Bauspar- und Investmentgeschäft an. Er bildet mit der HALLESCHE Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit einen Gleichordnungskonzern.

RATINGSENSITIVITÄTEN

Eine Heraufstufung des Ratings ist kurz- bis mittelfristig unwahrscheinlich, es sei denn, dass die Gruppe deutlich gestiegene Unternehmensgröße und Geschäftsvolumen sowie verbesserte Diversifikation unter Beibehaltung der starken Kapitalausstattung erreichen würde.

Schlüsselfaktoren für eine Herabstufung umfassen eine erheblich rückläufige Kapitalausstattung (die sich zum Beispiel an einer – nicht nur kurzfristigen – Verschlechterung des Prism FBM Resultat auf „strong“ zeigen kann) sowie den Verlust der starken Marktstellung im BU- und bAV-Geschäft.

 

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